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The Correspondence between Arnold Schönberg and his Publishers Universal-Edition and Verlag Dreililien. A Critical Hybrid Edition

Träger: Universität für Musik und darstellende Kunst Wien / Institut für Musikwissenschaft und Interpretationsforschung / Wissenschaftszentrum Arnold Schönberg und die Wiener Schule
Förderer: Austrian Science Fund (FWF)
Projektnummer: P 33576-G
Kooperationspartner: Arnold Schönberg Center, Wien; Staatliches Institut für Musikforschung Preußischer Kulturbesitz, Berlin
Projektlaufzeit: 01.05.2021–30.01.2026

Die Briefwechsel zwischen Arnold Schönberg und den Musikverlagen Dreililien (Berlin) und Universal-Edition (Wien) stellen mit 1.600 Schriftstücken aus den Jahren 1902–51 das größte Konvolut der gesamten Schönberg- bzw. Wiener Schule-Korrespondenz dar. Der Inhaltsschwerpunkt liegt vor 1933, bedingt durch die Emigration des jüdischen Komponisten in die Vereinigten Staaten nach Machtergreifung der Nationalsozialisten. Ziel ist die Erarbeitung einer historisch-kritischen Hybrid-Edition dieses Briefwechsels. Der Disposition der Edition liegt die Hypothese zugrunde, dass die heterogenen Quellen, die bisweilen non-lineare Struktur der Kommunikation zwischen Individuum und Unternehmen sowie die für Verlagsbriefwechsel charakteristischen, detaillierten inhaltlichen Bezugnahmen auf Herstellungsprozesse von Notentexten in Form einer Hybrid-Edition adäquat erschlossen werden können.

Forschungsfragen richten sich insbesondere auf die strukturelle Optimierung der Publikationsmedien in einem erweiterten editionsphilologischen Ansatz. Der Verlagsbriefwechsel beruht auf dem Prinzip der Interkontextualität. Der methodische Ansatz in der Online-Edition sieht vor, Kontexte durch Zusammenführung von Briefen mit kommentarrelevanten Quellen, die typologisch über die Textsorte Brief hinausgehen, zu erschließen. Thematisierte Sachverhalte werden bei gleichzeitiger Reduktion deskriptiver Kommentaranteile in ihrer Tiefenstruktur ausgeschöpft. Die Texte werden in XML nach den TEI-Richtlinien codiert. Die digitalen Faksimiles, welche der Edition zugrunde liegen, werden nach dem IIIF-Standard integriert. Für die Bearbeitung der Texte auf der Online-Plattform wird ein XML-Schema adaptiert, das die Spezifika der Verlagskorrespondenz berücksichtigt. Die historisch-kritische Edition stellt die erste Gesamtausgabe eines Schönberg-Verlagsbriefwechsels dar. Erstmals erscheint zudem ein Briefwechsel der Wiener Schule als Hybrid-Edition. Der Neuigkeitsgrad des Projekts zeigt sich in einem innovativen Referenzmodell, welches im Bereich der Kommentierung über allgemeine editorische Standards hinaus Spezifika der Referenzierung von Textinhalten ausarbeitet. Das Editionsteam kann hierbei auf den Quellenbestand des Arnold Schönberg Center in Wien mit 385 internationalen Provenienzen zurückgreifen.

Verlagsbriefwechsel rücken im Zuge der Erweiterung des theoretischen Rahmens über werk-, personen- und institutionsbezogene Forschung hinaus in den Blickpunkt des Interesses. Die Edition steht im spezifischen Forschungskontext zu Arnold Schönberg und der Wiener Schule sowie zum Musikverlagswesen. Sie kann relationalen und prozessorientierten Fragestellungen als Grundlage dienen und bietet einen Materialfundus für Exilforschung sowie Cultural Studies.