Arnold Schönberg an Universal-Edition
24. Juni 1926
Lieber Herr Direktor, Sie sehen, dass das Problem eines
Verlages, der die heterogensten Elemente vereinigen
will (wie ich es vorausgesehen habe) nun mehr in den
Vordergrund tritt.
Verlages, der die heterogensten Elemente vereinigen
will (wie ich es vorausgesehen habe) nun mehr in den
Vordergrund tritt.
Ich sehe davon ab, dass ich einen Verleger habe, der
gezwungen ist für meine Gegner einzutreten und
wenn er gegen eine Beleidigung, die mir zugefügt
wurde anstreben soll, das nicht kann, weil er
die Interessen meiner Gegner nicht schädigen
möchte! Aber das hätte nicht passieren dürfen,
dass ich einen solchen Brief bekomme, in
dem nicht ein einziges entschuldigendes Wort
steht.
gezwungen ist für meine Gegner einzutreten und
wenn er gegen eine Beleidigung, die mir zugefügt
wurde anstreben soll, das nicht kann, weil er
die Interessen meiner Gegner nicht schädigen
möchte! Aber das hätte nicht passieren dürfen,
dass ich einen solchen Brief bekomme, in
dem nicht ein einziges entschuldigendes Wort
steht.
Ich nehme zur Kenntnis, dass ich Ihnen
nicht mehr wert bin, als dass Sie für mich nicht ein
paar dutzend Casellas, Rie Diarietis
u[n]d Male Pierrots zum Teufel jagen.
nicht mehr wert bin, als dass Sie für mich nicht ein
paar dutzend Casellas, Rie Diarietis
u[n]d Male Pierrots zum Teufel jagen.
Ich reise Montag von hier ab. Wenn
[Si]e mir schreiben, dann bitte in die Wiedner
Hauptstraße 18, wo ich einstweilen wohnen
werde.
[Si]e mir schreiben, dann bitte in die Wiedner
Hauptstraße 18, wo ich einstweilen wohnen
werde.
Lieber Herr Direktor, Sie sehen, dass das Problem eines Verlages, der die
heterogensten Elemente vereinigen will (wie ich es vorausgesehen habe) nun
mehr in den Vordergrund tritt.
Ich sehe davon ab, dass ich einen Verleger habe, der gezwungen ist für meine Gegner einzutreten und wenn er gegen eine
Beleidigung, die mir zugefügt wurde anstreben soll, das
nicht kann, weil er die Interessen meiner
Gegner nicht schädigen möchte! Aber das hätte nicht passieren
dürfen, dass ich einen solchen Brief bekomme, in dem nicht ein einziges entschuldigendes Wort steht.
Ich nehme zur Kenntnis, dass ich Ihnen
nicht mehr wert bin, als dass Sie für mich nicht
ein paar dutzend Casellas,
Diarietis
und Male
Pierrots zum Teufel jagen.
Ich reise Montag von hier ab. Wenn
Sie mir schreiben, dann bitte in die Wiedner Hauptstraße 18, wo ich
einstweilen wohnen werde.
24. Juni 1926
Ort erschlossen; Rückseite: Kopie von
Arnold Schönberg an Universal-Edition, 24. Juni 1926
The Library of Congress
Washington, D.C.
Music Division
Arnold Schoenberg Collection
Washington, D.C.
Music Division
Arnold Schoenberg Collection
Brief
Zitierhinweis:
Arnold Schönberg an Universal-Edition, 24. Juni 1926, in: Arnold Schönberg: Briefwechsel mit den Verlagen Universal-Edition und Dreililien. Hrsg. von Katharina Bleier und Therese Muxeneder unter Mitarbeit von Jannik Franz und Philipp Kehrer, Universität für Musik und darstellende Kunst Wien und Arnold Schönberg Center, Wien. Version 2.5 vom 26.05.2026. URL: https://www.schoenberg-ue.at/ue/letters/letter.1230.