Verlag Dreililien an Arnold Schönberg
11. Jänner 1909
Herrn Arnold Schönberg
Lieber Herr Schönberg!
Die Bestellungen auf Ihr Sextett, die aus
Wien eingelaufen
sind, sind sofort ausgeführt worden. Es verlangten Robitschek
6, Haslinger 5 und Heller & Co. 4 Partituren. Ausserdem sind an
Guttmann 6 Partituren des Sextettes, 6 Partituren des Quartettes
und einige Lieder geschickt worden. Von Rosé ist eine telegraphi-
sche Bestellung auf 10 bis 20 Sextette nicht eingelaufen; sie wäre
selbstverständlich auch sofort und ohne weiteres ausgeführt worden.
Es wäre allerdings möglich, dass Rosé nicht an uns direkt, wie es in
diesem Fall geboten gewesen wäre, telegraphiert hat, sondern an un-
seren Kommisionär in Leipzig und dass da irgend ein Versehen oder
eine Unkorrecktheit unseres Kommissionärs vorliegt. Wir werden die
Sache untersuchen, bitten Sie aber nicht alles in jedem Falle wört-
lich zu nehmen, was Ihnen dieser oder jener Sortimenter erzählt. – Die
von Ihnen verlangten 5 Sextettpartituren werden Sie inzwischen er-
halten haben; die neuerdings verlangten Hefte Op. 6 werden an Sie
abgeschickt werden. – Frau Gutheil hat das erhalten, was Sie ge-
wünscht hatten. – Dass Sie Ihr neues Quartett, die Kammersinfonie und
die Orchesterlieder im Selbstverlag1 erscheinen lassen wollen, ja – dage-
gen können wir füglich nichts einwenden! – Von Ihren bei uns erschie-
nenen Werken sind bisher verkauft worden: Op. 1 je 8 Ex., Op. 2 No. 1:
10 Ex., Nr. 2: 11 Ex., Nr. 3: 12 Ex., Nr 4: 9 Ex., Op. 3 Nr 1: 11 Ex.,
sind, sind sofort ausgeführt worden. Es verlangten Robitschek
6, Haslinger 5 und Heller & Co. 4 Partituren. Ausserdem sind an
Guttmann 6 Partituren des Sextettes, 6 Partituren des Quartettes
und einige Lieder geschickt worden. Von Rosé ist eine telegraphi-
sche Bestellung auf 10 bis 20 Sextette nicht eingelaufen; sie wäre
selbstverständlich auch sofort und ohne weiteres ausgeführt worden.
Es wäre allerdings möglich, dass Rosé nicht an uns direkt, wie es in
diesem Fall geboten gewesen wäre, telegraphiert hat, sondern an un-
seren Kommisionär in Leipzig und dass da irgend ein Versehen oder
eine Unkorrecktheit unseres Kommissionärs vorliegt. Wir werden die
Sache untersuchen, bitten Sie aber nicht alles in jedem Falle wört-
lich zu nehmen, was Ihnen dieser oder jener Sortimenter erzählt. – Die
von Ihnen verlangten 5 Sextettpartituren werden Sie inzwischen er-
halten haben; die neuerdings verlangten Hefte Op. 6 werden an Sie
abgeschickt werden. – Frau Gutheil hat das erhalten, was Sie ge-
wünscht hatten. – Dass Sie Ihr neues Quartett, die Kammersinfonie und
die Orchesterlieder im Selbstverlag1 erscheinen lassen wollen, ja – dage-
gen können wir füglich nichts einwenden! – Von Ihren bei uns erschie-
nenen Werken sind bisher verkauft worden: Op. 1 je 8 Ex., Op. 2 No. 1:
10 Ex., Nr. 2: 11 Ex., Nr. 3: 12 Ex., Nr 4: 9 Ex., Op. 3 Nr 1: 11 Ex.,
Selbstverlag
Im Selbstverlag erschien
lediglich Arnold Schönberg, Streichquartett Nr.
2 op. 10. Erstdruck der Partitur, 1. Ausgabe. Photokopie des
Partiturautographs E*. Selbstverlag, 1909 (ASGA B 20, Quelle Ea).
Herrn Arnold Schönberg
Lieber Herr Schönberg!
Die Bestellungen auf Ihr Sextett, die aus
Wien eingelaufen sind, sind
sofort ausgeführt worden. Es verlangten Robitschek
6, Haslinger 5 und Heller & Co. 4 Partituren. Ausserdem sind an
Guttmann 6 Partituren des Sextettes, 6
Partituren des Quartettes
und einige Lieder
geschickt worden. Von Rosé ist eine
telegraphische Bestellung auf 10 bis 20 Sextette nicht eingelaufen; sie
wäre selbstverständlich auch sofort und ohne weiteres ausgeführt worden.
Es wäre allerdings möglich, dass Rosé
nicht an uns direkt, wie es in diesem Fall geboten gewesen wäre,
telegraphiert hat, sondern an unseren Kommisionär in Leipzig und dass da irgend ein Versehen oder eine
Unkorrecktheit unseres Kommissionärs vorliegt. Wir werden die Sache
untersuchen, bitten Sie aber nicht alles in jedem Falle wörtlich zu nehmen, was Ihnen dieser oder jener Sortimenter erzählt.
– Die von Ihnen verlangten 5 Sextettpartituren werden Sie inzwischen erhalten haben; die neuerdings verlangten Hefte Op. 6 werden an Sie abgeschickt werden. –
Frau Gutheil hat das erhalten, was Sie gewünscht hatten. – Dass Sie Ihr neues Quartett, die Kammersinfonie und
die Orchesterlieder im Selbstverlag1 erscheinen lassen wollen, ja – dagegen können wir füglich nichts einwenden! – Von Ihren bei uns
erschienenen Werken sind bisher verkauft worden: Op. 1 je 8 Ex., Op.
2 No. 1: 10 Ex., Nr. 2: 11 Ex., Nr. 3: 12 Ex., Nr 4: 9 Ex.,
Op. 3 Nr 1: 11 Ex., Nr. 2: 14 Ex., Nr 3: 14 Ex., Nr.4: 9 Ex., Nr. 5: 13 Ex, Nr. 6: 6 Ex. Op. 4 Partitur: 15 Ex., Stimmen: 4 Ex., Op. 6
komplett.: 10 Ex., Op. 7 Part. 33 Ex.,
Stimmen: 1 Ex. Ich glaube, dass Sie nach diesem Ergebnis an der
Berechtigung meines Pessimismus nicht mehr zweifeln werden.
Selbstverlag
Im Selbstverlag erschien
lediglich Arnold Schönberg, Streichquartett Nr.
2 op. 10. Erstdruck der Partitur, 1. Ausgabe. Photokopie des
Partiturautographs E*. Selbstverlag, 1909 (ASGA B 20, Quelle Ea).
11. Jänner 1909
The Library of Congress
Washington, D.C.
Music Division
Arnold Schoenberg Collection
Washington, D.C.
Music Division
Arnold Schoenberg Collection
Brief
Zitierhinweis:
Verlag Dreililien an Arnold Schönberg, 11. Jänner 1909, in: Arnold Schönberg: Briefwechsel mit den Verlagen Universal-Edition und Dreililien. Hrsg. von Katharina Bleier und Therese Muxeneder unter Mitarbeit von Jannik Franz und Philipp Kehrer, Universität für Musik und darstellende Kunst Wien und Arnold Schönberg Center, Wien. Version 2.5 vom 26.05.2026. URL: https://www.schoenberg-ue.at/ue/letters/letter.12412.