Lieber Herr Schönberg!
Ich muss Ihnen nun leider doch mitteilen, dass ich auf die Er-
werbung Ihrer symphonischen Dichtung „Pelleas und Melisande“ ver-
zichten muss. An Herrn Direktor Hertzka, der neulich noch einmal
anfragte, habe ich bereits in diesem Sinne geschrieben. Es schien
mir so, als ob Hertzka Wert darauf legte Ihre Arbeit für die Univ.-
Edition
zu bekommen. – Oskar Bie hat, so viel ich weiss, nicht über
die Aufführung von „Pelleas und Melisandegeschrieben1. Meine Kri-
tik
2 werde ich Ihnen zuschicken lassen.
Mit besten Grüssen
Ihr

Max Marschalk
Lieber Herr Schönberg!
Ich muss Ihnen nun leider doch mitteilen, dass ich auf die Erwerbung Ihrer symphonischen Dichtung „Pelleas und Melisande“ verzichten muss. An Herrn Direktor Hertzka, der neulich noch einmal anfragte, habe ich bereits in diesem Sinne geschrieben. Es schien mir so, als ob Hertzka Wert darauf legte Ihre Arbeit für die Univ.-Edition zu bekommen. – Oskar Bie hat, so viel ich weiss, nicht über die Aufführung von „Pelleas und Melisandegeschrieben1. Meine Kritik2 werde ich Ihnen zuschicken lassen.
Mit besten Grüssen Ihr
Max Marschalk

19. November 1910


The Library of Congress
Washington, D.C.
Music Division
Arnold Schoenberg Collection


Brief

Zitierhinweis:

Verlag Dreililien an Arnold Schönberg, 19. November 1910, in: Arnold Schönberg: Briefwechsel mit den Verlagen Universal-Edition und Dreililien. Hrsg. von Katharina Bleier und Therese Muxeneder unter Mitarbeit von Jannik Franz und Philipp Kehrer, Universität für Musik und darstellende Kunst Wien und Arnold Schönberg Center, Wien. Version 2.5 vom 26.05.2026. URL: https://www.schoenberg-ue.at/ue/letters/letter.12422.

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