Arnold Schönberg an Universal-Edition
27. August 1926
Lieber Herr Direktor Hezka,
ich telegrafierte heute:
Diesen Betrag sowie die beiden folgenden bitte ich zu
Lasten meiner Septembergage zu schreiben.
Lasten meiner Septembergage zu schreiben.
Meinem Schwiegersohn Greissle bitte ich
hundert Schill., X
meinem Sohn Georg zweihundertfünfzig X Schillinge auszuzahlen.
meinem Sohn Georg zweihundertfünfzig X Schillinge auszuzahlen.
Ich weiss noch nicht, wie lange wir hier noch bleiben werden.
Es ist zwar sehr schön hier, aber etwas langweilig. Die meisten
Leute kommen scheinbar hieher als Touristen, das sind solche,
die nie da sind, weil sie fortwährend Ausflüge machen, die also
hieher kommen, weil sie lieber woanders sind.
Es ist zwar sehr schön hier, aber etwas langweilig. Die meisten
Leute kommen scheinbar hieher als Touristen, das sind solche,
die nie da sind, weil sie fortwährend Ausflüge machen, die also
hieher kommen, weil sie lieber woanders sind.
Hoffentlich ist die neue Partitur1 schon im Stich!
Haben Sie irgendwelch interessante Nachrichten für mich? Hört
man etwas von Aufführungen und von Hört2?
man etwas von Aufführungen und von Hört2?
Partitur
von Hört
Plan einer szenischen Aufführung der Gurre-Lieder durch Franz Ludwig
Hörth, der ab Herbst 1926 die
Intendanz der Staatsoper Unter den
Linden
Berlin innehatte, und den
Ausstatter Emil Pirchan. In der
Regie von Hörth, der Ausstattung
von Pirchan und der musikalischen
Leitung von Erich Kleiber wurde im
Frühjahr 1925 in Berlin
Franz Schreker, Der ferne Klang realisiert. Am 14. Dezember
1925 folgte die Uraufführung von Alban Berg, Wozzeck unter der Leitung von Kleiber und der Regie von Hörth, die Schönberg unmittelbar nach seiner Ankunft in Berlin im Jänner
1926 besuchte. Die Planung sah vor, die Gurre-Lieder mit der einaktigen Ballettoper
Royal Palace von Kurt Weill zu kombinieren (Westermeyer 1925, Chop 1925, Chantavoine
1926).
Lieber Herr Direktor Hezka,
ich telegrafierte heute:
„sendet telegrafisch zweihundertneunzig X Schillinge „an Unzeitig Mödling Schillerstrasse 11.“
Diesen Betrag sowie die beiden folgenden bitte ich zu Lasten meiner
Septembergage zu schreiben.
Meinem Schwiegersohn Greissle bitte ich
hundert Schill., X
meinem Sohn Georg zweihundertfünfzig
X Schillinge auszuzahlen.
Ich weiss noch nicht, wie lange wir hier noch bleiben werden. Es ist zwar
sehr schön hier, aber etwas langweilig. Die meisten Leute kommen scheinbar
hieher als Touristen, das sind solche, die nie da sind, weil sie
fortwährend Ausflüge machen, die also hieher kommen, weil sie lieber
woanders sind.
Hoffentlich ist die neue Partitur1 schon im Stich!
Partitur
von Hört
Plan einer szenischen Aufführung der Gurre-Lieder durch Franz Ludwig
Hörth, der ab Herbst 1926 die
Intendanz der Staatsoper Unter den
Linden
Berlin innehatte, und den
Ausstatter Emil Pirchan. In der
Regie von Hörth, der Ausstattung
von Pirchan und der musikalischen
Leitung von Erich Kleiber wurde im
Frühjahr 1925 in Berlin
Franz Schreker, Der ferne Klang realisiert. Am 14. Dezember
1925 folgte die Uraufführung von Alban Berg, Wozzeck unter der Leitung von Kleiber und der Regie von Hörth, die Schönberg unmittelbar nach seiner Ankunft in Berlin im Jänner
1926 besuchte. Die Planung sah vor, die Gurre-Lieder mit der einaktigen Ballettoper
Royal Palace von Kurt Weill zu kombinieren (Westermeyer 1925, Chop 1925, Chantavoine
1926).
27. August 1926
30. August 1926
Arnold Schönberg Center
Wien
Archiv
Universal Edition Collection
Wien
Archiv
Universal Edition Collection
Brief
Zitierhinweis:
Arnold Schönberg an Universal-Edition, 27. August 1926, in: Arnold Schönberg: Briefwechsel mit den Verlagen Universal-Edition und Dreililien. Hrsg. von Katharina Bleier und Therese Muxeneder unter Mitarbeit von Jannik Franz und Philipp Kehrer, Universität für Musik und darstellende Kunst Wien und Arnold Schönberg Center, Wien. Version 2.5 vom 26.05.2026. URL: https://www.schoenberg-ue.at/ue/letters/letter.1248.