Verlag Dreililien an Arnold Schönberg
23. Juni 1903
23. VI.03
Lieber
Herr Schön-
berg. Eben
kehre ich von
einer grösseren
Radtour zurück
und finde Ihren
Brief1 vor. Mein
Brief sollte kei-
ne ausgemachte
Absage sein. Es
schien mir nur
notwendig auf
nachdem Ihre
öfter in Gesprächen
geäusserte Auffassung,
der geplante Ver-
trag sei für Sie
überwiegend un-
günstig, für uns
Herr Schön-
berg. Eben
kehre ich von
einer grösseren
Radtour zurück
und finde Ihren
Brief1 vor. Mein
Brief sollte kei-
ne ausgemachte
Absage sein. Es
schien mir nur
notwendig auf
nachdem Ihre
öfter in Gesprächen
geäusserte Auffassung,
der geplante Ver-
trag sei für Sie
überwiegend un-
günstig, für uns
überwiegend günstig,
einen so drastischen
scherz-ernsthaften
Ausdruck gefun-
den hatte, ganz
besonders vorsehend
und vorsichtig
zu sein. Ich
werde ja nun
bald wieder in
Berlin sein; einst-
weilen will ich
Sie nur darauf
vorbereiten, dass
Herr Peters sich
zu einer Zahlung
von 1000 MK
voraussichtlich
nicht verstehen
wird.
einen so drastischen
scherz-ernsthaften
Ausdruck gefun-
den hatte, ganz
besonders vorsehend
und vorsichtig
zu sein. Ich
werde ja nun
bald wieder in
Berlin sein; einst-
weilen will ich
Sie nur darauf
vorbereiten, dass
Herr Peters sich
zu einer Zahlung
von 1000 MK
voraussichtlich
nicht verstehen
wird.
Es thut mir
leid, dass Sie
leid, dass Sie
so lange zappeln
müssen – verdammt
– es ist unser
aller Los.
müssen – verdammt
– es ist unser
aller Los.
Setzen Sie
mal einen
genauen Vertrag2
auf, damit
wir nachher
umso schneller
vorwärts kommen,
einen Vertrag,
der Sie jedes
Gefühles entäussert,
dass Sie später
einmal schlechter
gestellt sein könnten,
als sie verdienen.
mal einen
genauen Vertrag2
auf, damit
wir nachher
umso schneller
vorwärts kommen,
einen Vertrag,
der Sie jedes
Gefühles entäussert,
dass Sie später
einmal schlechter
gestellt sein könnten,
als sie verdienen.
2[?]3. VI.03
Lieber Herr Schönberg. Eben kehre ich von einer grösseren Radtour
zurück und finde Ihren
Brief1 vor. Mein
Brief sollte keine ausgemachte Absage sein. Es schien mir nur
notwendig
nachdem Ihre öfter in Gesprächen geäusserte Auffassung, der
geplante Vertrag sei für Sie
überwiegend ungünstig, für uns überwiegend günstig, einen so drastischen
scherz-ernsthaften Ausdruck gefunden hatte, ganz besonders vorsehend und vorsichtig zu sein. Ich
werde ja nun bald wieder in
Berlin sein; einstweilen
will ich Sie nur darauf vorbereiten, dass Herr Peters sich zu einer Zahlung von 1000 MK
voraussichtlich nicht verstehen wird.
Es thut mir leid, dass Sie so lange zappeln
müssen – verdammt – es ist unser aller Los.
Setzen Sie mal einen genauen Vertrag2
auf, damit wir nachher umso schneller vorwärts kommen,
einen Vertrag, der Sie jedes Gefühles entäussert, dass Sie
später einmal schlechter gestellt sein könnten, als sie
verdienen.
23. Juni 1903 (unsicher)
The Library of Congress
Washington, D.C.
Music Division
Arnold Schoenberg Collection
Washington, D.C.
Music Division
Arnold Schoenberg Collection
Brief
Zitierhinweis:
Verlag Dreililien an Arnold Schönberg, 23. Juni 1903, in: Arnold Schönberg: Briefwechsel mit den Verlagen Universal-Edition und Dreililien. Hrsg. von Katharina Bleier und Therese Muxeneder unter Mitarbeit von Jannik Franz und Philipp Kehrer, Universität für Musik und darstellende Kunst Wien und Arnold Schönberg Center, Wien. Version 2.5 vom 26.05.2026. URL: https://www.schoenberg-ue.at/ue/letters/letter.13036.