15.IV.1929
Herrn Direktor Emil Herzka
Lieber Herr Direktor Herzka,
im Anschluss an unsere Unter-
redung kann ich Ihnen mitteilen, dass ich das verspro-
chene Klavierstück
1 (ca 3 Druckseiten des Formates mei-
ner „Suite“) in ungefähr 4–5 Tagen werde senden kön-
nen. Bei dieser Gelegenheit möchte ich auch ein Wort
über die Honorarfrage anbringen: da es nämlich ein
eigenes Stück ist und ich ein Heft von 6 Klavierstücken
z. B. bei Hansen jederzeit2 für eine Ihnen sehr hoch-
erscheinende Summe [(]Sie kennen Sie ja) anbringen kann, welche ich aber we-
gen unserer alten Beziehungen von Ihnen nicht bean-
spruchen will, so will ich Ihnen also diese[s] Stück zum
„Ausnahmspreis, weil heute eben sieben billige Schürzen-
tage
3 sind“ von fünfhundert Mark gänzlich überlassen.
Aber ich bin auch mit einem Tantièmenvorschuss von
Dreihundert Mark und einer 15 %igen Tantième zufrie-
den, wenn Ihnen das angenehmer ist.
Bitte schreiben Sie mir Ihre
Meinung hierüber: ich nehme an, dass mr kan Richter net
brauchn wern4 und sende das Stück sobald es fertig und
abgeschrieben ist.
Einstweilen beste Grüsse, Ihr
15.IV.1929
Herrn Direktor Emil Herzka
Lieber Herr Direktor Herzka,
im Anschluss an unsere Unterredung kann ich Ihnen mitteilen, dass ich das versprochene Klavierstück1 (ca 3 Druckseiten des Formates meiner „Suite“) in ungefähr 4–5 Tagen werde senden können. Bei dieser Gelegenheit möchte ich auch ein Wort über die Honorarfrage anbringen: da es nämlich ein eigenes Stück ist und ich ein Heft von 6 Klavierstücken z. B. bei Hansen jederzeit2 für eine Ihnen sehr hocherscheinende Summe (Sie kennen Sie ja) anbringen kann, welche ich aber wegen unserer alten Beziehungen von Ihnen nicht beanspruchen will, so will ich Ihnen also dieses Stück zum „Ausnahmspreis, weil heute eben sieben billige Schürzentage3 sind“ von fünfhundert Mark gänzlich überlassen. Aber ich bin auch mit einem Tantièmenvorschuss von Dreihundert Mark und einer 15 %igen Tantième zufrieden, wenn Ihnen das angenehmer ist.
Bitte schreiben Sie mir Ihre Meinung hierüber: ich nehme an, dass mr kan Richter net brauchn wern4 und sende das Stück sobald es fertig und abgeschrieben ist.
Einstweilen beste Grüsse, Ihr
Arnold Schönberg

15. April 1929


Arnold Schönberg Center
Wien
Archiv
Universal Edition Collection



Brief

Zitierhinweis:

Arnold Schönberg an Universal-Edition, 15. April 1929, in: Arnold Schönberg: Briefwechsel mit den Verlagen Universal-Edition und Dreililien. Hrsg. von Katharina Bleier und Therese Muxeneder unter Mitarbeit von Jannik Franz und Philipp Kehrer, Universität für Musik und darstellende Kunst Wien und Arnold Schönberg Center, Wien. Version 2.5 vom 26.05.2026. URL: https://www.schoenberg-ue.at/ue/letters/letter.1700.

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