Wohlgeboren
Lieber Herr Schönberg!
Selbstverständlich wird auf Grund Ihrer Aeusserungen1 die
Idee des Gruner’schen Titelblattes der „Gurre-Lieder“ fallen ge-
lassen. Wenn Herr Kaudinsky für das Monodram ein Titelblatt2 zeich-
nen wollte und die Sache vom verlagstechnischen Standpunkte mit et-
wa 2 Farben zu machen ist und das Titelblatt verlegerischen Ansprü-
chen entspricht, kann ich dafür ein Honorar von 100 Mark in Aus-
sicht nehmen. Jedenfalls wäre mir eine baldige Rückäusserung dies-
bezüglich erwünscht.
Der Zusendung der Kammersymphonie-Stimmen3 sehe ich in
8–10 Tagen gerne entgegen.
Die George-Lieder müssen in den allernächsten Tagen er-
scheinen
4. Die Druckereien sind fürchterlich saumselig im abliefern.
Ich fahre nächste Woche auf 8–10 Tage geschäftlich fort und bin um
den 1. August wieder in Wien. Geschäftspost wird mir täglich nach-
geschickt. Zwischen dem 8. und 10. August wäre es möglich, dass ich
nach München komme und ich würde Sie in diesem Falle gerne in
Murnau besuchen, vorausgesetzt dass Sie dann noch dort sind.
Ihren diesbezüglichen Nachrichten mit Vergnügen entgegen-
sehend, verbleibe ich mit herzlichen Grüssen Ihr Ihnen ganz ergebener
Wohlgeboren
Lieber Herr Schönberg!
Selbstverständlich wird auf Grund Ihrer Aeusserungen1 die Idee des Gruner’schen Titelblattes der „Gurre-Lieder“ fallen gelassen. Wenn Herr Kaudinsky für das Monodram ein Titelblatt2 zeichnen wollte und die Sache vom verlagstechnischen Standpunkte mit etwa 2 Farben zu machen ist und das Titelblatt verlegerischen Ansprüchen entspricht, kann ich dafür ein Honorar von 100 Mark in Aussicht nehmen. Jedenfalls wäre mir eine baldige Rückäusserung diesbezüglich erwünscht.
Der Zusendung der Kammersymphonie-Stimmen3 sehe ich in 8–10 Tagen gerne entgegen.
Die George-Lieder müssen in den allernächsten Tagen erscheinen4. Die Druckereien sind fürchterlich saumselig im abliefern.
Ich fahre nächste Woche auf 8–10 Tage geschäftlich fort und bin um den 1. August wieder in Wien. Geschäftspost wird mir täglich nachgeschickt. Zwischen dem 8. und 10. August wäre es möglich, dass ich nach München komme und ich würde Sie in diesem Falle gerne in Murnau besuchen, vorausgesetzt dass Sie dann noch dort sind.
Ihren diesbezüglichen Nachrichten mit Vergnügen entgegensehend, verbleibe ich mit herzlichen Grüssen Ihr Ihnen ganz ergebener
Hertzka

17. Juli 1914


The Library of Congress
Washington, D.C.
Music Division
Arnold Schoenberg Collection



Brief

Zitierhinweis:

Universal-Edition an Arnold Schönberg, 17. Juli 1914, in: Arnold Schönberg: Briefwechsel mit den Verlagen Universal-Edition und Dreililien. Hrsg. von Katharina Bleier und Therese Muxeneder unter Mitarbeit von Jannik Franz und Philipp Kehrer, Universität für Musik und darstellende Kunst Wien und Arnold Schönberg Center, Wien. Version 2.5 vom 26.05.2026. URL: https://www.schoenberg-ue.at/ue/letters/letter.17555.

Download:
Dieses Dokument als TEI-XML herunterladen