Wien I.,
Wien, am 16. September 1948.
Herrn
Los Angeles 24.,
Sehr verehrter Herr Schönberg!
Ich habe Ihnen vor vielen Wochen, etwa Ende Juli, über
die Frage einer deutschen Uebersetzung der Ode an Napo-
leon
geschrieben und Ihnen die ersten Strophen eines
solchen Uebersetzungsversuches zur Begutachtung und Ge-
nehmigung eingesandt. Ich fürchte, dass dieser Brief in
den Sommerwochen bei Ihnen in Vergessenheit geraten ist
und wäre Ihnen für eine umgehende Stellungnahme dankbar.
Abgesehen davon, dass wir das Werk für Oesterreich,
Schweiz, etc. vertreten, besteht auch die Absicht, es
im kommenden Winter hier in Wien aufzuführen1 und es wäre
höchste Zeit, dass die Uebersetzung fertiggemacht wird,
was natürlich ganz von Ihrer Zustimmung abhängt.
Mit verbindlichsten Grüssen
Ihr sehr ergebener

Schlee

Ich habe seinerseits eine Übersetzung2 selbst davon
gemacht und habe eine Kopie an Herrn
Scherchen in Zürich gesendet3. Es wäre
am einfachsten von ihm diese zu verlangen.
Nötigenfalls kann ich Ihnen aber eine
Kopie selbst senden. Das ist besonders wichtig
da ich viele rythmische Adjustierungen machen musste.
Ich glaube Schirmers müssen auch eine
Kopie davon haben.
Schreiben Sie mir,
Herzliche Grüsse,
P. S. Ich war bin sehr krank gewesen was die
Verzögerung meiner Antwort entschuldigen soll.
Wien, am 16. September 1948.
Herrn
Los Angeles 24.,
Sehr verehrter Herr Schönberg!
Ich habe Ihnen vor vielen Wochen, etwa Ende Juli, über die Frage einer deutschen Uebersetzung der Ode an Napoleon geschrieben und Ihnen die ersten Strophen eines solchen Uebersetzungsversuches zur Begutachtung und Genehmigung eingesandt. Ich fürchte, dass dieser Brief in den Sommerwochen bei Ihnen in Vergessenheit geraten ist und wäre Ihnen für eine umgehende Stellungnahme dankbar.
Abgesehen davon, dass wir das Werk für Oesterreich, Schweiz, etc. vertreten, besteht auch die Absicht, es im kommenden Winter hier in Wien aufzuführen1 und es wäre höchste Zeit, dass die Uebersetzung fertiggemacht wird, was natürlich ganz von Ihrer Zustimmung abhängt.
Mit verbindlichsten Grüssen Ihr sehr ergebener
Schlee
Ich habe seinerseits eine Übersetzung2 selbst davon gemacht und habe eine Kopie an Herrn Scherchen in Zürich gesendet3. Es wäre am einfachsten von ihm diese zu verlangen. Nötigenfalls kann ich Ihnen aber eine Kopie selbst senden. Das ist besonders wichtig da ich viele rythmische Adjustierungen machen musste. Ich glaube Schirmers müssen auch eine Kopie davon haben.
Schreiben Sie mir,
Herzliche Grüsse,
P. S. Ich bin sehr krank gewesen was die Verzögerung meiner Antwort entschuldigen soll.

16. September 1948


Rückseite: Entwurf zu Arnold Schönberg an Universal-Edition, 21. September 1948 von fremder Hand

The Library of Congress
Washington, D.C.
Music Division
Arnold Schoenberg Collection


Brief

Zitierhinweis:

Universal-Edition an Arnold Schönberg, 16. September 1948, in: Arnold Schönberg: Briefwechsel mit den Verlagen Universal-Edition und Dreililien. Hrsg. von Katharina Bleier und Therese Muxeneder unter Mitarbeit von Jannik Franz und Philipp Kehrer, Universität für Musik und darstellende Kunst Wien und Arnold Schönberg Center, Wien. Version 2.5 vom 26.05.2026. URL: https://www.schoenberg-ue.at/ue/letters/letter.17750.

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