Arnold Schönberg an Universal-Edition
18. Juni 1930
18.VI.1930
An die Universal Edition,
Wien
Herr Armand Vandelle, Paris VIe, 11 Rue Jacob
hat mir vor einiger Zeit Übersetzungsproben aus meiner Harmonie
lehre ins Französische vorgelegt1, welche mich dazu bestimmten,
ihn zur Fortsetzung seiner Arbeit zu ermuntern2 und ihm mein
Einverständnis zur Publikation zu versprechen.
hat mir vor einiger Zeit Übersetzungsproben aus meiner Harmonie
lehre ins Französische vorgelegt1, welche mich dazu bestimmten,
ihn zur Fortsetzung seiner Arbeit zu ermuntern2 und ihm mein
Einverständnis zur Publikation zu versprechen.
Herr Vandelle
unterhandelt3 nun mit französischen
Verlegern über die Herausgabe4 und will dazu, die meinerseits
zu stellenden Bedingungen erfahren.
Verlegern über die Herausgabe4 und will dazu, die meinerseits
zu stellenden Bedingungen erfahren.
Ich halte es für das Beste, wenn dieses Geschäft nun
von Ihnen weiterbesorgt wird und nenne Ihnen daher die Be-
dingungen, die ich namens meiner Rechte und als Entschädigung
für meine Mitarbeit (Kontrolle der Uebersetzung und der Herausga
be) stelle.
von Ihnen weiterbesorgt wird und nenne Ihnen daher die Be-
dingungen, die ich namens meiner Rechte und als Entschädigung
für meine Mitarbeit (Kontrolle der Uebersetzung und der Herausga
be) stelle.
I. Die herausgebende Firma hat an mich bei Abschluss
des Vertrages einen einmaligen Betrag von fünf Prozent des La-
denpreises der ersten zweitausend Exemplare in bar und direkt
zu bezahlen.
des Vertrages einen einmaligen Betrag von fünf Prozent des La-
denpreises der ersten zweitausend Exemplare in bar und direkt
zu bezahlen.
II. Die Firma ist verpflichtet, das Werk ungekürzt
h[e]r[a]uszugeben, doch soll es ihr gestattet sein, alle rein theo-
retischen, oder ästhetischen, oder sonst von handwerklich-musi-
kalischen abschweifenden Erörterungen in kleinerem Druck aber
innerhalb des fortlaufenden Textes zu drucken.
h[e]r[a]uszugeben, doch soll es ihr gestattet sein, alle rein theo-
retischen, oder ästhetischen, oder sonst von handwerklich-musi-
kalischen abschweifenden Erörterungen in kleinerem Druck aber
innerhalb des fortlaufenden Textes zu drucken.
III. Die Firma ist verpflichtet, mir die letzten
Probedrucke zur Approbation vorzulegen und mir hiefür einen
Zeitraum von vier Wochen einzuräumen.
Probedrucke zur Approbation vorzulegen und mir hiefür einen
Zeitraum von vier Wochen einzuräumen.
IV. Die Firma verpflichtet sich, alle hiebei von
mir gefundenen Fehler oder Missverständnisse zu verbessern,
so dass das herausgegebene Exemplar insoweit fehlerlos ist.
mir gefundenen Fehler oder Missverständnisse zu verbessern,
so dass das herausgegebene Exemplar insoweit fehlerlos ist.
V. Im übrigen erhalte ich durch die UE in
halbjähriger
Abrechnung anstelle der die in unserem Vertrag für die deutsche Ausgabe vor-
gesehenen Anteile, fünfzig Prozent der von der Firma an die
Universal Edition bezahlten Anteile oder sonst wie immer namen-
habenden Erträgnisse halbjährig in bar ausgezahlt.
Abrechnung anstelle der die in unserem Vertrag für die deutsche Ausgabe vor-
gesehenen Anteile, fünfzig Prozent der von der Firma an die
Universal Edition bezahlten Anteile oder sonst wie immer namen-
habenden Erträgnisse halbjährig in bar ausgezahlt.
Ich bemerke bei dieser Gelegenheit, dass dieser Vor[schla]
schlag nur für die französische Ausgabe gilt, bei welcher ich
einen Absatz von etwa 10.000 Exemplaren in 4–5 Jahren erwarte.
Nicht aber für die Englische, welche ein Vielfaches dieser Auf-
lagenziffer erreichen wird, infolge der Mentalität der Ameri-
kaner und Engländer, sowie der Verbreitung der englischen Spra-
che.
schlag nur für die französische Ausgabe gilt, bei welcher ich
einen Absatz von etwa 10.000 Exemplaren in 4–5 Jahren erwarte.
Nicht aber für die Englische, welche ein Vielfaches dieser Auf-
lagenziffer erreichen wird, infolge der Mentalität der Ameri-
kaner und Engländer, sowie der Verbreitung der englischen Spra-
che.
Ich bitte, sich mit Vandelle in Verbindung
zu setzen
und mir Bescheid zu geben.
und mir Bescheid zu geben.
Mit vorzüglicher Hochachtung ergebenst
vorgelegt
ermuntern
Arnold Schönberg an Romuald
Vandelle, 11. Juni 1930 (ASCC
1722).
unterhandelt
Romuald Vandelle an Arnold
Schönberg, 7. Mai 1930 (ASCC
17950).
Herausgabe
Zu
Lebzeiten Schönbergs erschien keine
französische Übersetzung der Harmonielehre.
18.VI.1930
An die Universal Edition,
Wien
Herr Armand Vandelle, Paris VIe, 11 Rue Jacob
hat mir vor einiger Zeit Übersetzungsproben aus meiner Harmonielehre ins Französische
vorgelegt1, welche mich dazu bestimmten, ihn zur Fortsetzung seiner Arbeit zu
ermuntern2 und ihm mein Einverständnis zur Publikation zu versprechen.
Herr Vandelle
unterhandelt3 nun mit französischen Verlegern über die Herausgabe4 und will dazu, die meinerseits zu stellenden Bedingungen
erfahren.
Ich halte es für das Beste, wenn dieses Geschäft nun von Ihnen weiterbesorgt
wird und nenne Ihnen daher die Bedingungen, die ich namens meiner Rechte und als Entschädigung
für meine Mitarbeit (Kontrolle der Uebersetzung und der Herausgabe) stelle.
I. Die herausgebende Firma hat an mich bei Abschluss des Vertrages einen
einmaligen Betrag von fünf Prozent des Ladenpreises der ersten zweitausend Exemplare in bar und direkt
zu bezahlen.
II. Die Firma ist verpflichtet, das Werk ungekürzt herauszugeben, doch soll es ihr
gestattet sein, alle rein theoretischen, oder ästhetischen, oder sonst von handwerklich-musikalischen abschweifenden Erörterungen in kleinerem Druck aber
innerhalb des fortlaufenden Textes zu drucken.
III. Die Firma ist verpflichtet, mir die letzten Probedrucke zur Approbation
vorzulegen und mir hiefür einen Zeitraum von vier Wochen einzuräumen.
IV. Die Firma verpflichtet sich, alle hiebei von mir gefundenen Fehler oder
Missverständnisse zu verbessern, so dass das herausgegebene Exemplar
insoweit fehlerlos ist.
V. Im übrigen erhalte ich durch die UE in
halbjähriger Abrechnung anstelle der
in unserem Vertrag für die deutsche Ausgabe vorgesehenen Anteile, fünfzig Prozent der von der Firma an die
Universal Edition bezahlten Anteile oder sonst wie immer
namenhabenden Erträgnisse halbjährig in bar
ausgezahlt.
Ich bemerke bei dieser Gelegenheit, dass dieser Vor
schlag nur für die französische Ausgabe gilt, bei
welcher ich einen Absatz von etwa 10.000 Exemplaren in 4–5 Jahren erwarte.
Nicht aber für die Englische, welche ein Vielfaches dieser Auflagenziffer erreichen wird, infolge der Mentalität der Amerikaner und Engländer, sowie der Verbreitung der englischen Sprache.
Ich bitte, sich mit Vandelle in Verbindung
zu setzen und mir Bescheid zu geben.
Mit vorzüglicher Hochachtung ergebenst
vorgelegt
ermuntern
Arnold Schönberg an Romuald
Vandelle, 11. Juni 1930 (ASCC
1722).
unterhandelt
Romuald Vandelle an Arnold
Schönberg, 7. Mai 1930 (ASCC
17950).
Herausgabe
Zu
Lebzeiten Schönbergs erschien keine
französische Übersetzung der Harmonielehre.
18. Juni 1930
Ort erschlossen
The Library of Congress
Washington, D.C.
Music Division
Arnold Schoenberg Collection
Washington, D.C.
Music Division
Arnold Schoenberg Collection
Brief, Kopie
Zitierhinweis:
Arnold Schönberg an Universal-Edition, 18. Juni 1930, in: Arnold Schönberg: Briefwechsel mit den Verlagen Universal-Edition und Dreililien. Hrsg. von Katharina Bleier und Therese Muxeneder unter Mitarbeit von Jannik Franz und Philipp Kehrer, Universität für Musik und darstellende Kunst Wien und Arnold Schönberg Center, Wien. Version 2.5 vom 26.05.2026. URL: https://www.schoenberg-ue.at/ue/letters/letter.1883.