Arnold Schönberg an Verlag Dreililien
16. Dezember 1911
16/12. 1911.
An den Verlag Dreililien, ich beabsichtige am Sonntag den 7. (eventuell
14.) Januar mittags 12 Uhr in Berlin einen Lieder-AbendKonzert1 zu geben. Da
ich die 400 Mark ca betragenden Kosten dieses Abends Konzerts nicht allein
riskieren kann, habe ich mich an die Universal-Edition in Wien gewendet2
und wende mich nun auch an Sie, mit dem Ersuchen, mir einen nur
eventuell alszur Spesendeckung zu verwendenden Garantiebeitrag von
100 Mark zu leisten. Ich habe die beinahe sichere Hoffnung (durch
Umfragen und Zusagen fest gestellt) dass dieser Betrag nicht angegriffen
werden wird, da genug durch Kartenverkauf eingehen wird. Aber
dennoch bin ich nicht in der Lage einen so großen Betrag aufs Spiel
zu setzen. Ich riskiere ja selbst einen gewissen Betrag (ca 150 Mark).
Von der Universal Edition werde ich wohl in 2–3 Tagen die Zusage für 150 Mark
haben und hoffe auch von Ihnen nicht im Stich gelassen zu werden.
Sie sind ja an dem Konzert interessiert; es werden Lieder
aus den bei Ihnen erschienen[en] op. 1–3 und 63 gesungen. Und
der Verlag, der ja bisher so wenig für die Verbreitung meiner
Werke getan hat, ist wohl jetzt, wo diese Sachen von selbst zu gehen
anfangen, wohl in der Lage, diese kleine Summe aufzuwenden.
Bei dieser Gelegenheit möchte ich erwähnen, dass von Ihren Verlags-
werken heuer aufgeführt werden: (so viel ich weiß[)]
das Sextett: in Leipzig4 (durch das Rebner-Quartett welches damit reist) (war schon) München (zum 2ten Mal)5
Budapest und Paris6
das Quartett op. 7 in Budapest, Prag Berlin7.
14.) Januar mittags 12 Uhr in Berlin einen Lieder-AbendKonzert1 zu geben. Da
ich die 400 Mark ca betragenden Kosten dieses Abends Konzerts nicht allein
riskieren kann, habe ich mich an die Universal-Edition in Wien gewendet2
und wende mich nun auch an Sie, mit dem Ersuchen, mir einen nur
eventuell alszur Spesendeckung zu verwendenden Garantiebeitrag von
100 Mark zu leisten. Ich habe die beinahe sichere Hoffnung (durch
Umfragen und Zusagen fest gestellt) dass dieser Betrag nicht angegriffen
werden wird, da genug durch Kartenverkauf eingehen wird. Aber
dennoch bin ich nicht in der Lage einen so großen Betrag aufs Spiel
zu setzen. Ich riskiere ja selbst einen gewissen Betrag (ca 150 Mark).
Von der Universal Edition werde ich wohl in 2–3 Tagen die Zusage für 150 Mark
haben und hoffe auch von Ihnen nicht im Stich gelassen zu werden.
Sie sind ja an dem Konzert interessiert; es werden Lieder
aus den bei Ihnen erschienen[en] op. 1–3 und 63 gesungen. Und
der Verlag, der ja bisher so wenig für die Verbreitung meiner
Werke getan hat, ist wohl jetzt, wo diese Sachen von selbst zu gehen
anfangen, wohl in der Lage, diese kleine Summe aufzuwenden.
Bei dieser Gelegenheit möchte ich erwähnen, dass von Ihren Verlags-
werken heuer aufgeführt werden: (so viel ich weiß[)]
das Sextett: in Leipzig4 (durch das Rebner-Quartett welches damit reist) (war schon) München (zum 2ten Mal)5
Budapest und Paris6
das Quartett op. 7 in Budapest, Prag Berlin7.
Außerdem an vielen Orten Lieder.
Ich bitte mir Ihre Antwort bis womöglich
Mittwoch den 20 zukommen
zu lassen und empfehle mich mit vorzüglicher Hochachtung Arnold Schönberg
zu lassen und empfehle mich mit vorzüglicher Hochachtung Arnold Schönberg
AbendKonzert
gewendet
op. 1–3 und 6
das Sextett: in Leipzig
München (zum 2ten Mal)
Paris
Berlin
16/12. 1911.
An den Verlag Dreililien, ich beabsichtige am Sonntag den 7. (eventuell
14.) Januar mittags 12 Uhr in Berlin ein
Lieder-Konzert1 zu geben. Da ich die 400 Mark ca betragenden Kosten dieses Konzerts nicht allein riskieren kann, habe
ich mich an die Universal-Edition in Wien
gewendet2
und wende mich nun auch an Sie, mit dem Ersuchen, mir einen nur
eventuell
zur Spesendeckung zu verwendenden Garantiebeitrag von
100 Mark zu leisten. Ich habe die beinahe sichere
Hoffnung (durch Umfragen und Zusagen fest gestellt) dass dieser Betrag
nicht angegriffen werden wird, da genug durch Kartenverkauf eingehen wird.
Aber dennoch bin ich nicht in der Lage einen so großen Betrag aufs Spiel
zu setzen. Ich riskiere ja selbst einen gewissen Betrag (ca 150 Mark).
Von der Universal Edition werde ich wohl in
2–3 Tagen die Zusage für 150 Mark
haben und hoffe auch von Ihnen nicht im Stich gelassen zu werden. Sie
sind ja an dem Konzert interessiert; es werden Lieder aus den bei Ihnen
erschienenen
op. 1–3 und 63 gesungen. Und der Verlag, der ja bisher so wenig für die Verbreitung
meiner Werke getan hat, ist wohl jetzt, wo diese Sachen von selbst zu gehen
anfangen, wohl in der Lage, diese kleine Summe aufzuwenden. Bei dieser
Gelegenheit möchte ich erwähnen, dass von Ihren Verlagswerken heuer aufgeführt werden: (so viel ich weiß)
das Sextett: in Leipzig4
(durch das Rebner-Quartett welches damit reist) (war schon) München (zum 2ten Mal)5
Budapest
und Paris6
das Quartett op. 7 in Budapest,
Prag
Berlin7.
Außerdem an vielen Orten Lieder.
Ich bitte mir Ihre Antwort bis womöglich
Mittwoch den 20 zukommen
zu lassen und empfehle mich mit vorzüglicher Hochachtung Arnold Schönberg
zu lassen und empfehle mich mit vorzüglicher Hochachtung Arnold Schönberg
AbendKonzert
gewendet
op. 1–3 und 6
das Sextett: in Leipzig
München (zum 2ten Mal)
Paris
Berlin
16. Dezember 1911
Ort erschlossen
The Library of Congress
Washington, D.C.
Music Division
Arnold Schoenberg Collection
Washington, D.C.
Music Division
Arnold Schoenberg Collection
Brief, Kopie
Zitierhinweis:
Arnold Schönberg an Verlag Dreililien, 16. Dezember 1911, in: Arnold Schönberg: Briefwechsel mit den Verlagen Universal-Edition und Dreililien. Hrsg. von Katharina Bleier und Therese Muxeneder unter Mitarbeit von Jannik Franz und Philipp Kehrer, Universität für Musik und darstellende Kunst Wien und Arnold Schönberg Center, Wien. Version 2.5 vom 26.05.2026. URL: https://www.schoenberg-ue.at/ue/letters/letter.226.