Arnold Schönberg an Universal-Edition
7. März 1941
Sehr geehrte Herren:
Erst gestern erhielt ich Ihnen Brief
vom 27. Dezember 1940. Ich hoffe, Sie erwarteten nicht
längst meine Antwort. Und ich fürchte Sie werden sie nicht
vor 2–3 Monaten erhalten.
vom 27. Dezember 1940. Ich hoffe, Sie erwarteten nicht
längst meine Antwort. Und ich fürchte Sie werden sie nicht
vor 2–3 Monaten erhalten.
Zur Frage der Begleichung meines
Kontos: ich habe allerdings gehofft, dass diese Beträge
teils durch europäische Einnahmen, teils durch amerikanische
gedeckt werden sollten. Insbesondere da ja Associated
Music Publishers mir nicht verrechnet hatten, was Sie
seinerzeit beantragt hatten.
Kontos: ich habe allerdings gehofft, dass diese Beträge
teils durch europäische Einnahmen, teils durch amerikanische
gedeckt werden sollten. Insbesondere da ja Associated
Music Publishers mir nicht verrechnet hatten, was Sie
seinerzeit beantragt hatten.
Ich muss nun sagen, dass, als ich zuletzt
versuchte, Geld nach Deutschland zu senden, die Post, ohne
zu erklären warum, die Annahme von Postanweisungen ablehnte.
Ich will, sobald ich kann, versuchen herauszufinden, ob das
jetzt schon möglich ist.
versuchte, Geld nach Deutschland zu senden, die Post, ohne
zu erklären warum, die Annahme von Postanweisungen ablehnte.
Ich will, sobald ich kann, versuchen herauszufinden, ob das
jetzt schon möglich ist.
Ich musste sagen: sobald ich kann: denn
ich bin augenblicklich ein bischen beschränkt mit meinen
Mitteln, was sich aber hoffentlich bald ändern wird.
ich bin augenblicklich ein bischen beschränkt mit meinen
Mitteln, was sich aber hoffentlich bald ändern wird.
Jedenfalls erkläre ich mich bereit, diese
Schuld zu bezahlen, falls Sie nicht Ihrerseits finden, dass
es nicht ungerecht wäre, sie aus den kärglichen Einnahmen
meines Lebenswerkes bezahlen zu dürfen.
Schuld zu bezahlen, falls Sie nicht Ihrerseits finden, dass
es nicht ungerecht wäre, sie aus den kärglichen Einnahmen
meines Lebenswerkes bezahlen zu dürfen.
Darf ich eine diesbezügliche Antwort
erwarten?
erwarten?
Mit bestem Dank im Vorhinein, bin ich
hochachtungsvoll
March 7, 1941
Sehr geehrte Herren:
Erst gestern erhielt ich Ihnen Brief
vom 27. Dezember 1940. Ich hoffe, Sie
erwarteten nicht längst meine Antwort. Und ich fürchte Sie werden sie nicht
vor 2–3 Monaten erhalten.
Zur Frage der Begleichung meines Kontos: ich habe allerdings gehofft, dass
diese Beträge teils durch europäische Einnahmen, teils durch amerikanische
gedeckt werden sollten. Insbesondere da ja Associated
Music Publishers mir nicht verrechnet hatten, was Sie
seinerzeit beantragt hatten.
Ich muss nun sagen, dass, als ich zuletzt versuchte, Geld nach Deutschland zu senden, die Post, ohne zu
erklären warum, die Annahme von Postanweisungen ablehnte. Ich will, sobald
ich kann, versuchen herauszufinden, ob das jetzt schon möglich ist.
Ich musste sagen: sobald ich kann: denn ich bin augenblicklich ein bischen
beschränkt mit meinen Mitteln, was sich aber hoffentlich bald ändern
wird.
Jedenfalls erkläre ich mich bereit, diese Schuld zu bezahlen, falls Sie
nicht Ihrerseits finden, dass es nicht ungerecht wäre, sie aus den
kärglichen Einnahmen meines Lebenswerkes bezahlen zu dürfen.
Darf ich eine diesbezügliche Antwort erwarten?
Mit bestem Dank im Vorhinein, bin ich
hochachtungsvoll
7. März 1941
The Library of Congress
Washington, D.C.
Music Division
Arnold Schoenberg Collection
Washington, D.C.
Music Division
Arnold Schoenberg Collection
Brief, Kopie
Zitierhinweis:
Arnold Schönberg an Universal-Edition, 7. März 1941, in: Arnold Schönberg: Briefwechsel mit den Verlagen Universal-Edition und Dreililien. Hrsg. von Katharina Bleier und Therese Muxeneder unter Mitarbeit von Jannik Franz und Philipp Kehrer, Universität für Musik und darstellende Kunst Wien und Arnold Schönberg Center, Wien. Version 2.5 vom 26.05.2026. URL: https://www.schoenberg-ue.at/ue/letters/letter.3563.