Arnold Schönberg an Universal-Edition
11. Jänner 1926
Lieber Herr Direktor, ich bin gut in Berlin angekommen1, habe [2] zwei
Tage teuer und schlecht im Fürstenhof gewohnt und wohne jetzt ganz
erträglich in einer Pension. In der Akademie und bei Kestenberg
habe ich schon meine[n] „Besuch“ gemacht und bin nicht unbefriedigt.
Der Minister ist verreist. Bald werde ich meine Tätigkeit beginnen,
die anfangs ziemlich zeitraubend sein dürfte.
Tage teuer und schlecht im Fürstenhof gewohnt und wohne jetzt ganz
erträglich in einer Pension. In der Akademie und bei Kestenberg
habe ich schon meine[n] „Besuch“ gemacht und bin nicht unbefriedigt.
Der Minister ist verreist. Bald werde ich meine Tätigkeit beginnen,
die anfangs ziemlich zeitraubend sein dürfte.
Bei unserer letzten Unterredung habe ich vergessen, mit Ihnen
über einen Ant[r]ag2 der Firma Lampart und Comp. zu sprechen, welche
in einem „Pressedruck“ von 300 Exemplaren meinen Mahlervortrag
drucken will und ausserdem in Verhandlungen über eine Herausga-
be meiner gesammelten Essays (ca 150–200 Seiten) eventuell gemei[n] -
sam mit der UE verhandeln will. Wie stellen Sie sich zu dieser
Idee. Ich möchte gerne mit Ihrem Einverständnis und unter Be-
rücksichtigung der Interessen der UE, die ja auch die meinen sind
handeln. Bitte um baldige Antwort.
über einen Ant[r]ag2 der Firma Lampart und Comp. zu sprechen, welche
in einem „Pressedruck“ von 300 Exemplaren meinen Mahlervortrag
drucken will und ausserdem in Verhandlungen über eine Herausga-
be meiner gesammelten Essays (ca 150–200 Seiten) eventuell gemei[n] -
sam mit der UE verhandeln will. Wie stellen Sie sich zu dieser
Idee. Ich möchte gerne mit Ihrem Einverständnis und unter Be-
rücksichtigung der Interessen der UE, die ja auch die meinen sind
handeln. Bitte um baldige Antwort.
Viele herzliche grüsse, Ihr
in Berlin angekommen
Antritt an der Preußischen Akademie der Künste als Vorsteher einer
Meisterkasse für Komposition.
Ant[r]ag
Nicht nachweisbar; überliefert
ist das Antwortschreiben Arnold Schönberg an Lampart & Co., 12.
Dezember 1926 (ASCC
1165).
Arnold Schönberg, Charlottenburg
2, Steinplatz 2, Pension Bavaria
Lieber Herr Direktor, ich bin gut in Berlin angekommen1, habe zwei Tage teuer und schlecht im Fürstenhof gewohnt und wohne jetzt ganz erträglich in
einer Pension. In der Akademie und bei
Kestenberg
habe ich schon meinen „Besuch“ gemacht und
bin nicht unbefriedigt. Der Minister
ist verreist. Bald werde ich meine Tätigkeit beginnen, die anfangs ziemlich
zeitraubend sein dürfte.
Bei unserer letzten Unterredung habe ich vergessen, mit Ihnen über einen
Antrag2 der Firma Lampart und Comp. zu sprechen,
welche in einem „Pressedruck“ von 300 Exemplaren meinen Mahlervortrag
drucken will und ausserdem in Verhandlungen über eine Herausgabe meiner gesammelten Essays (ca 150–200 Seiten) eventuell
gemein
sam mit der UE verhandeln will.
Wie stellen Sie sich zu dieser Idee. Ich möchte gerne mit Ihrem
Einverständnis und unter Berücksichtigung der Interessen der UE, die ja auch die meinen sind handeln. Bitte um baldige
Antwort.
Viele herzliche grüsse, Ihr
Arnold
Schönberg
in Berlin angekommen
Antritt an der Preußischen Akademie der Künste als Vorsteher einer
Meisterkasse für Komposition.
Ant[r]ag
Nicht nachweisbar; überliefert
ist das Antwortschreiben Arnold Schönberg an Lampart & Co., 12.
Dezember 1926 (ASCC
1165).
11. Jänner 1926
Datierung laut Eingangsstempel
Arnold Schönberg Center
Wien
Archiv
Universal Edition Collection
Wien
Archiv
Universal Edition Collection
Brief
Zitierhinweis:
Arnold Schönberg an Universal-Edition, 11. Jänner 1926, in: Arnold Schönberg: Briefwechsel mit den Verlagen Universal-Edition und Dreililien. Hrsg. von Katharina Bleier und Therese Muxeneder unter Mitarbeit von Jannik Franz und Philipp Kehrer, Universität für Musik und darstellende Kunst Wien und Arnold Schönberg Center, Wien. Version 2.5 vom 26.05.2026. URL: https://www.schoenberg-ue.at/ue/letters/letter.83.