Verlag Dreililien an Arnold Schönberg
18. April 1904
Lieber Herr Schönberg
Dass Sie so bald schon
rebellisch werden würden,
hatte ich nicht gedacht!
Sicherlich – wir haben Ihnen
versprochen Sie nach Ihren
Erfolgen zu stellen, und
unser Versprechen werden
wir halten. Einstweilen
sehen wir aber noch keine
Erfolge. Wenn Eberle Ihnen
ein einmaliges Honorar
von 200–300 Gulden zahlen
will1 – Sie wissen’s nicht einmal
genau – so ist das doch
kein Erfolg! Da Sie von dem
reichlichen Absatz des Sextettes
überzeugt sind, kann Ihnen
auch nur daran gelegen sein
dauernd an den Einnahmen
beteiligt zu bleiben. Und
rebellisch werden würden,
hatte ich nicht gedacht!
Sicherlich – wir haben Ihnen
versprochen Sie nach Ihren
Erfolgen zu stellen, und
unser Versprechen werden
wir halten. Einstweilen
sehen wir aber noch keine
Erfolge. Wenn Eberle Ihnen
ein einmaliges Honorar
von 200–300 Gulden zahlen
will1 – Sie wissen’s nicht einmal
genau – so ist das doch
kein Erfolg! Da Sie von dem
reichlichen Absatz des Sextettes
überzeugt sind, kann Ihnen
auch nur daran gelegen sein
dauernd an den Einnahmen
beteiligt zu bleiben. Und
Lauterbach und Kuhn? Es
widerstrebt mir auf alle
Punkte Ihres Briefes2 näher
einzugehen, zumal ich Ihnen
Ihre „Energie“ inderthat übel
nehme.
widerstrebt mir auf alle
Punkte Ihres Briefes2 näher
einzugehen, zumal ich Ihnen
Ihre „Energie“ inderthat übel
nehme.
Nach erfolgter Rücksprache
mit Herrn Peters habe ich
Ihnen geschäftlich mitzu-
teilen, dass wir zur Wahrung
unseres Vorteils auf einer
schlichten Innehaltung der
Bestimmungen des Vertrages
vom 27. Juni 1903 bestehen wer-
den.
mit Herrn Peters habe ich
Ihnen geschäftlich mitzu-
teilen, dass wir zur Wahrung
unseres Vorteils auf einer
schlichten Innehaltung der
Bestimmungen des Vertrages
vom 27. Juni 1903 bestehen wer-
den.
Wir wollen Sie nicht für
einen Narren halten, aber
wir rechnen darauf, dass
auch Sie uns als normal
Veranlagte gelten lassen.
einen Narren halten, aber
wir rechnen darauf, dass
auch Sie uns als normal
Veranlagte gelten lassen.
Wenn Eberle Ihnen ein einmaliges Honorar von 200–300 Gulden
zahlen will
Arnold Schönberg, Verklärte Nacht op. 4.
Neben einem Angebot von Eberle trat auf
Vermittlung von Wilhelm von Wymetal
Lauterbach & Kuhn mit Schönberg in Kontakt, weitere Offerte
sind nicht belegt (Verlag Dreililien an
Arnold Schönberg, 10. April 1904; Lauterbach & Kuhn an
Arnold Schönberg, 6. April 1904; ASCC
13425).
Briefes
dieser Tage
Die
Publikation wird im April 1904 angezeigt
(Hofmeister
1904, S. 222).
Lieber Herr Schönberg
Dass Sie so bald schon rebellisch werden würden, hatte ich nicht
gedacht! Sicherlich – wir haben Ihnen versprochen Sie nach Ihren
Erfolgen zu stellen, und unser Versprechen werden wir halten.
Einstweilen sehen wir aber noch keine Erfolge. Wenn Eberle Ihnen ein einmaliges Honorar von 200–300 Gulden
zahlen will1
– Sie wissen’s nicht einmal genau – so ist das doch
kein Erfolg! Da Sie von dem reichlichen Absatz des Sextettes
überzeugt sind, kann Ihnen auch nur daran gelegen sein dauernd an
den Einnahmen beteiligt zu bleiben. Und
Lauterbach und Kuhn? Es widerstrebt mir auf
alle Punkte Ihres Briefes2
näher einzugehen, zumal ich Ihnen Ihre „Energie“ inderthat
übel nehme.
Nach erfolgter Rücksprache mit Herrn Peters habe ich Ihnen geschäftlich mitzuteilen, dass wir zur Wahrung
unseres Vorteils auf einer schlichten Innehaltung
der Bestimmungen des Vertrages
vom 27. Juni 1903 bestehen werden.
Wir wollen Sie nicht für einen Narren halten, aber wir rechnen darauf,
dass auch Sie uns als normal Veranlagte gelten lassen.
Wenn Eberle Ihnen ein einmaliges Honorar von 200–300 Gulden
zahlen will
Arnold Schönberg, Verklärte Nacht op. 4.
Neben einem Angebot von Eberle trat auf
Vermittlung von Wilhelm von Wymetal
Lauterbach & Kuhn mit Schönberg in Kontakt, weitere Offerte
sind nicht belegt (Verlag Dreililien an
Arnold Schönberg, 10. April 1904; Lauterbach & Kuhn an
Arnold Schönberg, 6. April 1904; ASCC
13425).
Briefes
dieser Tage
Die
Publikation wird im April 1904 angezeigt
(Hofmeister
1904, S. 222).
18. April 1904
The Library of Congress
Washington, D.C.
Music Division
Arnold Schoenberg Collection
Washington, D.C.
Music Division
Arnold Schoenberg Collection
Brief
Zitierhinweis:
Verlag Dreililien an Arnold Schönberg, 18. April 1904, in: Arnold Schönberg: Briefwechsel mit den Verlagen Universal-Edition und Dreililien. Hrsg. von Katharina Bleier und Therese Muxeneder unter Mitarbeit von Jannik Franz und Philipp Kehrer, Universität für Musik und darstellende Kunst Wien und Arnold Schönberg Center, Wien. Version 2.5 vom 26.05.2026. URL: https://www.schoenberg-ue.at/ue/letters/letter.12383.