Lieber Herr Schönberg!
Aus der beiliegenden Annonce1 ersehen Sie, dass Fried sich
nicht hat entschliessen können Ihre sinfonische Dichtung „Pelleas
und Melisande
“ aufzuführen. Er hatte von uns, wie ich Ihnen
wohl mitteilte, die Bezahlung einer Orchesterprobe verlangt.
Wenn er sich verpflichtet hätte das Werk aufzuführen, so hätte
sich über einen Zuschuss von Mk. 350 reden lassen. Aber er behielt
sich vor das Werk nach dem Ausfall der Probe evtl. abzulehnen, und
darauf konnten wir uns natürlich nicht einlassen.
Mit besten Grüssen
Ihr
Max Marschalk
Lieber Herr Schönberg!
Aus der beiliegenden Annonce1 ersehen Sie, dass Fried sich nicht hat entschliessen können Ihre sinfonische Dichtung „Pelleas und Melisande“ aufzuführen. Er hatte von uns, wie ich Ihnen wohl mitteilte, die Bezahlung einer Orchesterprobe verlangt. Wenn er sich verpflichtet hätte das Werk aufzuführen, so hätte sich über einen Zuschuss von Mk. 350 reden lassen. Aber er behielt sich vor das Werk nach dem Ausfall der Probe evtl. abzulehnen, und darauf konnten wir uns natürlich nicht einlassen.
Mit besten Grüssen Ihr Max Marschalk

26. März 1908



The Library of Congress
Washington, D.C.
Music Division
Arnold Schoenberg Collection

Brief

Zitierhinweis:

Verlag Dreililien an Arnold Schönberg, 26. März 1908, in: Arnold Schönberg: Briefwechsel mit den Verlagen Universal-Edition und Dreililien. Hrsg. von Katharina Bleier und Therese Muxeneder unter Mitarbeit von Jannik Franz und Philipp Kehrer, Universität für Musik und darstellende Kunst Wien und Arnold Schönberg Center, Wien. Version 2.5 vom 26.05.2026. URL: https://www.schoenberg-ue.at/ue/letters/letter.12409.

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