Verlag Dreililien an Arnold Schönberg
8. Mai 1907
Lieber Herr Schönberg.
Ich habe sofort Auftrag gegeben die Stimmen Ihres Quartetts an
Herrn Prof. Henry Petri zu senden, dessen Quartett die Sache wohl in
Dresden machen1 soll. Grosse Lust scheint dieser Herr nicht zu haben; er
betont in einem Brief an den Verlag mit gar zu grosser Beflissenheit
die Schwierigkeiten des Werkes. Ich dacht[e], Rosé würde mit seinem Quartett
herangezogen werden? So wird die Angelegenheit vielleicht noch daran
scheitern, dass das Dresdener Quartett die Schwierigkeiten der Einstu-
dierung fürchtet. Können Sie sich nicht noch einmal hinter Mahler stecken?
Der hat doch die ganze Geschichte angeregt2.
Herrn Prof. Henry Petri zu senden, dessen Quartett die Sache wohl in
Dresden machen1 soll. Grosse Lust scheint dieser Herr nicht zu haben; er
betont in einem Brief an den Verlag mit gar zu grosser Beflissenheit
die Schwierigkeiten des Werkes. Ich dacht[e], Rosé würde mit seinem Quartett
herangezogen werden? So wird die Angelegenheit vielleicht noch daran
scheitern, dass das Dresdener Quartett die Schwierigkeiten der Einstu-
dierung fürchtet. Können Sie sich nicht noch einmal hinter Mahler stecken?
Der hat doch die ganze Geschichte angeregt2.
Für heute genug –
Ihr Sie bestens grüssender
in
Dresden machen
angeregt
„Ich habe gestern das neue Schönberg’sche Quartett gehört, und
einen so bedeutenden, geradezu imponierenden Eindruck erhalten, daß ich
nicht umhin [kann], Ihnen dasselbe für die Tonkünstlerversammlung von
Dresden dringendst zu
empfehlen. […] Das Quartett Rosé erbietet sich gegen Erstattung der
Reisekosten zur Interpretation des Stücks“ (Gustav Mahler
an Richard Strauss, 6. Februar 1907; Mahler-Strauss 1980, S.
122f.).
Lieber Herr Schönberg.
Ich habe sofort Auftrag gegeben die Stimmen Ihres Quartetts an Herrn Prof. Henry
Petri zu senden, dessen Quartett
die Sache wohl in
Dresden machen1 soll. Grosse Lust scheint dieser Herr nicht zu haben; er betont in
einem Brief an den Verlag mit gar zu grosser
Beflissenheit die Schwierigkeiten des Werkes. Ich dachte, Rosé würde mit seinem Quartett
herangezogen werden? So wird die Angelegenheit vielleicht noch daran
scheitern, dass das Dresdener
Quartett die Schwierigkeiten der Einstudierung fürchtet. Können Sie sich nicht noch einmal hinter
Mahler stecken? Der hat doch die ganze Geschichte angeregt2.
in
Dresden machen
angeregt
„Ich habe gestern das neue Schönberg’sche Quartett gehört, und
einen so bedeutenden, geradezu imponierenden Eindruck erhalten, daß ich
nicht umhin [kann], Ihnen dasselbe für die Tonkünstlerversammlung von
Dresden dringendst zu
empfehlen. […] Das Quartett Rosé erbietet sich gegen Erstattung der
Reisekosten zur Interpretation des Stücks“ (Gustav Mahler
an Richard Strauss, 6. Februar 1907; Mahler-Strauss 1980, S.
122f.).
8. Mai 1907
The Library of Congress
Washington, D.C.
Music Division
Arnold Schoenberg Collection
Washington, D.C.
Music Division
Arnold Schoenberg Collection
Brief
Zitierhinweis:
Verlag Dreililien an Arnold Schönberg, 8. Mai 1907, in: Arnold Schönberg: Briefwechsel mit den Verlagen Universal-Edition und Dreililien. Hrsg. von Katharina Bleier und Therese Muxeneder unter Mitarbeit von Jannik Franz und Philipp Kehrer, Universität für Musik und darstellende Kunst Wien und Arnold Schönberg Center, Wien. Version 2.5 vom 26.05.2026. URL: https://www.schoenberg-ue.at/ue/letters/letter.12430.