Arnold Schönberg an Universal-Edition
19. April 1927
PT UE
ich sende Ihnen beiliegend zwei Briefe1 und eine Abrechnung
und bitte um umgehende Aufklärung.
Ich muss aber diesmal bitten, die Aufklärung so zu besorgen
dass ich endlich dazu gelange, die mir zustehenden Einkünfte
zu beziehen. Ich habe bisher noch nicht einen Pfennig aus
diesen Quellen bekommen, woran zum Teil die UE mitschuldig
ist. Denn trotz aller meiner wiederholten Ersuche, diese Sache
zu ordnen, ist das bis heute nicht geschehen.
und bitte um umgehende Aufklärung.
Ich muss aber diesmal bitten, die Aufklärung so zu besorgen
dass ich endlich dazu gelange, die mir zustehenden Einkünfte
zu beziehen. Ich habe bisher noch nicht einen Pfennig aus
diesen Quellen bekommen, woran zum Teil die UE mitschuldig
ist. Denn trotz aller meiner wiederholten Ersuche, diese Sache
zu ordnen, ist das bis heute nicht geschehen.
Ich vermute, dass sich die Abrechnung der Ammre
auf die Ueber-
tragung2 meiner kleinen Klavierstücke bezieht, die ohne mein
Wissen geschah, von der ich bis jetzt kennen Pfennig erhielt,
und obwohl ich wiederholt reklamiert habe, auch keine Aufklä-
rung! Ich weiss wirklich nicht, wie ich das auffassen soll, da
doch die Steinway-Gesellschaft mir seinerzeit erklärt hat,
dass sie eine Vereinbarung mit dem Verlag habe!
tragung2 meiner kleinen Klavierstücke bezieht, die ohne mein
Wissen geschah, von der ich bis jetzt kennen Pfennig erhielt,
und obwohl ich wiederholt reklamiert habe, auch keine Aufklä-
rung! Ich weiss wirklich nicht, wie ich das auffassen soll, da
doch die Steinway-Gesellschaft mir seinerzeit erklärt hat,
dass sie eine Vereinbarung mit dem Verlag habe!
Ebenso unverständlich ist mir der zweite Brief,
der der GDT.
Wer hat diesem Verband meine Rechte übertragen?
An wen wurden Aufführungsgebühren bezahlt?
Wer hat diesem Verband meine Rechte übertragen?
An wen wurden Aufführungsgebühren bezahlt?
Ich muss dringends[z]t um volls[c]tändige und restlose Aufklärung
dieser beiden Fakten bitten, da ich begreiflicherweise sehr be-
unruhigt bin.
dieser beiden Fakten bitten, da ich begreiflicherweise sehr be-
unruhigt bin.
Hochachtungsvoll
19.IV.1927
PT UE
ich sende Ihnen beiliegend zwei Briefe1 und eine Abrechnung und bitte um umgehende Aufklärung. Ich muss
aber diesmal bitten, die Aufklärung so zu besorgen dass ich endlich dazu
gelange, die mir zustehenden Einkünfte zu beziehen. Ich habe bisher noch
nicht einen Pfennig aus diesen Quellen bekommen, woran zum Teil die
UE mitschuldig ist. Denn trotz aller
meiner wiederholten Ersuche, diese Sache zu ordnen, ist das bis heute nicht
geschehen.
Ich vermute, dass sich die Abrechnung der Ammre
auf die Uebertragung2 meiner kleinen
Klavierstücke bezieht, die ohne mein Wissen geschah, von der ich
bis jetzt kennen Pfennig erhielt, und obwohl ich wiederholt reklamiert
habe, auch keine Aufklä
rung! Ich weiss wirklich nicht, wie ich das auffassen soll, da
doch die Steinway-Gesellschaft mir
seinerzeit erklärt hat, dass sie eine Vereinbarung mit dem Verlag habe!
Ebenso unverständlich ist mir der zweite Brief,
der der GDT. Wer hat diesem Verband meine
Rechte übertragen? An wen wurden Aufführungsgebühren bezahlt?
Ich muss dringendst um vollständige und restlose Aufklärung dieser beiden Fakten bitten, da
ich begreiflicherweise sehr beunruhigt
bin.
19. April 1927
20. April 1927
Arnold Schönberg Center
Wien
Archiv
Universal Edition Collection
Wien
Archiv
Universal Edition Collection
Brief
Zitierhinweis:
Arnold Schönberg an Universal-Edition, 19. April 1927, in: Arnold Schönberg: Briefwechsel mit den Verlagen Universal-Edition und Dreililien. Hrsg. von Katharina Bleier und Therese Muxeneder unter Mitarbeit von Jannik Franz und Philipp Kehrer, Universität für Musik und darstellende Kunst Wien und Arnold Schönberg Center, Wien. Version 2.5 vom 26.05.2026. URL: https://www.schoenberg-ue.at/ue/letters/letter.1306.