Arnold Schönberg an Universal-Edition
31. Oktober 1927
31.X.1927
PT UE, um die Herausgabe einer englischen Uebersetzung mei-
ner Harmonielehre zu ermöglichen, will ich weitestes Entge-
genkommen beweisen und erkläre mich darum bereit, mit Herrn
J. I. Becker darüber zu verhandeln.
ner Harmonielehre zu ermöglichen, will ich weitestes Entge-
genkommen beweisen und erkläre mich darum bereit, mit Herrn
J. I. Becker darüber zu verhandeln.
Von vornherein aber muss ich Sie bitten, dafür zu sorgen, dass
folgende Bedingungen akzeptiert werden:
folgende Bedingungen akzeptiert werden:
I. Die Ausgabe muss ungekürzt sein und darf keine Zusätze ent
halten, die nicht ausserhalb meines Textes stehen und als Zu-
sätze von fremder Hand deutlich bezeichnet sind (Anmerkung
des Uebersetzers): Selbstverständlich dürfen aber solche Zu -
sätze höchstens erläuternd, niemals aber polemisch sein.
halten, die nicht ausserhalb meines Textes stehen und als Zu-
sätze von fremder Hand deutlich bezeichnet sind (Anmerkung
des Uebersetzers): Selbstverständlich dürfen aber solche Zu -
sätze höchstens erläuternd, niemals aber polemisch sein.
II. Die Ausg[e]abe sollte nur für Amerika sein
und es wäre
das Recht auf eine englische Ausgabe ausdrück-
lich zu reservieren. Denn Englisch und Amerikanisch sind
zwei Sprachen!
das Recht auf eine englische Ausgabe ausdrück-
lich zu reservieren. Denn Englisch und Amerikanisch sind
zwei Sprachen!
III. Den Originalvertrag zwischen der UE, dem Uebersetzer und der amerikanischen
Vertretung möchte ich mitunterzeichnen, um volle Wahrung
meiner Interessen sichern zu können.
Vertretung möchte ich mitunterzeichnen, um volle Wahrung
meiner Interessen sichern zu können.
000000000000
ad Stuckenschmied: Material ist ihm
einstweilen nicht zu
senden, da er mir noch nichts verbindliches geschrieben hat.
senden, da er mir noch nichts verbindliches geschrieben hat.
000000000000
ad Maria Culp: ich muss Sie bitten, an Frau
Culp einen Brief
von einem Advokaten schreiben zu lassen, in welchem ihr ein
Termin von acht Tagen gesetzt wird.
von einem Advokaten schreiben zu lassen, in welchem ihr ein
Termin von acht Tagen gesetzt wird.
000000000000
Das Pariser Konzert mit Frau Freund dürfte zustandekommen.
Ausserdem noch eines1, in welchem ich eventuell die Urauffüh[r]
rung der Suite dirigieren werde. Ferner werde ich einen Vor-
trag2 in französischer Sprache in der Sorbonne halten.
Ausserdem noch eines1, in welchem ich eventuell die Urauffüh[r]
rung der Suite dirigieren werde. Ferner werde ich einen Vor-
trag2 in französischer Sprache in der Sorbonne halten.
Sonst ist einstweilen nicht viel los.
Mit besten Grüssen bin ich Ihr
eines
Vortrag
Vortrag an der Sorbonne geplant für 6. Dezember 1927 (Keathley 2016, S. 209). Aus
Arnold Schönberg an Marya Freund, 21. November 1927 (ASCC
1397), geht eine mögliche Absage des Vortrags seitens der
Universität hervor; nicht nachweisbar.
31.X.1927
PT UE, um die Herausgabe einer englischen Uebersetzung meiner Harmonielehre zu
ermöglichen, will ich weitestes Entgegenkommen beweisen und erkläre mich darum bereit, mit Herrn
J. I. Becker darüber zu verhandeln.
Von vornherein aber muss ich Sie bitten, dafür zu sorgen, dass folgende
Bedingungen akzeptiert werden:
I. Die Ausgabe muss ungekürzt sein und darf keine Zusätze enthalten, die nicht ausserhalb meines Textes stehen und als Zusätze von fremder Hand deutlich bezeichnet sind (Anmerkung
des Uebersetzers): Selbstverständlich dürfen aber solche Zu sätze höchstens erläuternd, niemals aber polemisch sein.
II. Die Ausgabe sollte nur für Amerika sein
und es wäre das Recht auf eine englische Ausgabe
ausdrücklich zu reservieren. Denn Englisch und Amerikanisch sind
zwei Sprachen!
III. Den Originalvertrag zwischen der UE, dem Uebersetzer und der amerikanischen
Vertretung möchte ich mitunterzeichnen, um
volle Wahrung meiner Interessen sichern zu können.
000000000000
ad Stuckenschmied: Material ist ihm
einstweilen nicht zu senden, da er mir noch nichts verbindliches
geschrieben hat.
000000000000
ad Maria Culp: ich muss Sie bitten, an Frau
Culp einen Brief von einem
Advokaten schreiben zu lassen, in welchem ihr ein Termin von acht Tagen
gesetzt wird.
000000000000
Das Pariser Konzert mit Frau Freund dürfte zustandekommen. Ausserdem noch
eines1, in welchem ich eventuell
die Urauffüh
rung der Suite dirigieren werde.
Ferner werde ich einen Vortrag2 in französischer Sprache in der Sorbonne halten.
Sonst ist einstweilen nicht viel los.
eines
Vortrag
Vortrag an der Sorbonne geplant für 6. Dezember 1927 (Keathley 2016, S. 209). Aus
Arnold Schönberg an Marya Freund, 21. November 1927 (ASCC
1397), geht eine mögliche Absage des Vortrags seitens der
Universität hervor; nicht nachweisbar.
31. Oktober 1927
2. November 1927
Arnold Schönberg Center
Wien
Archiv
Universal Edition Collection
Wien
Archiv
Universal Edition Collection
Brief
Zitierhinweis:
Arnold Schönberg an Universal-Edition, 31. Oktober 1927, in: Arnold Schönberg: Briefwechsel mit den Verlagen Universal-Edition und Dreililien. Hrsg. von Katharina Bleier und Therese Muxeneder unter Mitarbeit von Jannik Franz und Philipp Kehrer, Universität für Musik und darstellende Kunst Wien und Arnold Schönberg Center, Wien. Version 2.5 vom 26.05.2026. URL: https://www.schoenberg-ue.at/ue/letters/letter.1389.