Arnold Schönberg an Verlag Dreililien
10. Mai 1910
10/5. 1910
Lieber Herr Marschalk, ich bin, im Einverständnis mit
Herrn Direktor Herzka, bereit Ihnen den Termin für Ihre
Entscheidung über die Erwerbung meiner symph. Dicht. Pelleas
und Melisande (die auf Grund der Abmachungen unseres bis
27/6 dieses Jahres laufenden Vertrages erfolgen soll, unter gleichzeitiger
Anerkennung, dass die hiefür gezahlte Summe von 500 Mark zu meinen Gunsten verfallen
ist und ohne eine weitere besondere Honor.Vorschuss-Forderung meinerseits für diese
neuerliche Erwerbung) so zuzugestehen wie Sie ihn wünschen;
das heißt, dass sich der Verlag Dreililien 14 Tage nach
einer Aufführung1 durch Fried entschieden haben muss.
Doch knüpfe ich daran folgende Bedingungen:
Herrn Direktor Herzka, bereit Ihnen den Termin für Ihre
Entscheidung über die Erwerbung meiner symph. Dicht. Pelleas
und Melisande (die auf Grund der Abmachungen unseres bis
27/6 dieses Jahres laufenden Vertrages erfolgen soll, unter gleichzeitiger
Anerkennung, dass die hiefür gezahlte Summe von 500 Mark zu meinen Gunsten verfallen
ist und ohne eine weitere besondere Honor.Vorschuss-Forderung meinerseits für diese
neuerliche Erwerbung) so zuzugestehen wie Sie ihn wünschen;
das heißt, dass sich der Verlag Dreililien 14 Tage nach
einer Aufführung1 durch Fried entschieden haben muss.
Doch knüpfe ich daran folgende Bedingungen:
I. [...]
Eine schriftliche Verpflichtung Oskar
Frieds,
aus der Ihre vollzogene Abmachung über den Kosten-
beitrag ersichtlich erhalten ist und die unter Festsetzung
eines Pönales die Aufführung bis spätestens 28. Februar
1911 zusichert.
aus der Ihre vollzogene Abmachung über den Kosten-
beitrag ersichtlich erhalten ist und die unter Festsetzung
eines Pönales die Aufführung bis spätestens 28. Februar
1911 zusichert.
II. Dass ich diese Zusage spätestens 14 Tage vor
Ablauf unseres Vertrages also bis spätestens am 13. Juni
erhalte.
Ablauf unseres Vertrages also bis spätestens am 13. Juni
erhalte.
Mein Angebot haben Sie keines Wortes gewürdigt und
das ist mir angenehm, denn ich habe meine Schwierig-
keiten inzwischen auch ohne Ihre Hilfe überwunden
und es ist mir lieb, dass ich auf den Ertrag dieser Sache
nun nicht verzichten muss.
das ist mir angenehm, denn ich habe meine Schwierig-
keiten inzwischen auch ohne Ihre Hilfe überwunden
und es ist mir lieb, dass ich auf den Ertrag dieser Sache
nun nicht verzichten muss.
Wie gehts Ihnen? Lassen Sie doch einmal was
Angenehmes von sich hören!
Angenehmes von sich hören!
Könnten Sie nicht in Berlin die Aufführung
meines
D moll Quartettes (vielleicht durch Rosé) erzielen? Oder vielleicht könnten
im Tonkünstler Verein oder durch Frau Schnabel meine Lieder op 6.
gesungen werden.
D moll Quartettes (vielleicht durch Rosé) erzielen? Oder vielleicht könnten
im Tonkünstler Verein oder durch Frau Schnabel meine Lieder op 6.
gesungen werden.
Herzl Gruss
Schönberg
10/5. 1910
Lieber Herr Marschalk, ich bin, im Einverständnis mit Herrn Direktor Herzka, bereit Ihnen den Termin für Ihre
Entscheidung über die Erwerbung meiner symph. Dicht. Pelleas und Melisande (die auf Grund der Abmachungen unseres
bis
27/6 dieses Jahres laufenden Vertrages erfolgen soll, unter gleichzeitiger
Anerkennung, dass die hiefür gezahlte Summe von 500 Mark zu meinen Gunsten verfallen ist und ohne eine
weitere besondere Honor.Vorschuss-Forderung meinerseits für diese neuerliche Erwerbung) so zuzugestehen wie
Sie ihn wünschen; das heißt, dass sich der Verlag
Dreililien 14 Tage nach einer Aufführung1 durch Fried entschieden haben muss.
Doch knüpfe ich daran folgende Bedingungen:
I.
Eine schriftliche Verpflichtung Oskar
Frieds, aus der Ihre vollzogene Abmachung über den Kostenbeitrag ersichtlich ist und die
unter Festsetzung eines Pönales die Aufführung bis spätestens 28. Februar 1911 zusichert.
II. Dass ich diese Zusage spätestens 14 Tage vor Ablauf unseres Vertrages
also bis spätestens am 13. Juni
erhalte.
Mein Angebot haben Sie keines Wortes gewürdigt und das ist mir angenehm,
denn ich habe meine Schwierigkeiten
inzwischen auch ohne Ihre Hilfe überwunden und es ist mir lieb, dass ich
auf den Ertrag dieser Sache nun nicht verzichten muss.
Wie gehts Ihnen? Lassen Sie doch einmal was Angenehmes von sich hören!
Könnten Sie nicht in Berlin die Aufführung
meines
D moll Quartettes (vielleicht durch Rosé)
erzielen? Oder
vielleicht könnten im Tonkünstler Verein
oder durch Frau Schnabel meine Lieder op 6. gesungen werden.
Herzl Gruss
Schönberg
10. Mai 1910
Ort erschlossen
The Library of Congress
Washington, D.C.
Music Division
Arnold Schoenberg Collection
Washington, D.C.
Music Division
Arnold Schoenberg Collection
Brief, Kopie
Zitierhinweis:
Arnold Schönberg an Verlag Dreililien, 10. Mai 1910, in: Arnold Schönberg: Briefwechsel mit den Verlagen Universal-Edition und Dreililien. Hrsg. von Katharina Bleier und Therese Muxeneder unter Mitarbeit von Jannik Franz und Philipp Kehrer, Universität für Musik und darstellende Kunst Wien und Arnold Schönberg Center, Wien. Version 2.5 vom 26.05.2026. URL: https://www.schoenberg-ue.at/ue/letters/letter.160.