Universal-Edition an Arnold Schönberg
6. Juli 1914
UNIVERSAL-EDITION, A.-G.
Jos·Aibl Verlag, G. m. b. H.
LEIPZIG
Sternwartenstr. 15–21
WIEN
I·Reichsratsstrasse 9
Telegramm-Adresse: Musikedition, Wien
Telefon No 22877·Bank-Konto: k·k·privil·österr.
Länderbank, Wien·Postsparkassen-Konto: 57557.
Wien 6. Juli 1914.
Jos·Aibl Verlag, G. m. b. H.
LEIPZIG
Sternwartenstr. 15–21
WIEN
I·Reichsratsstrasse 9
Telegramm-Adresse: Musikedition, Wien
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Länderbank, Wien·Postsparkassen-Konto: 57557.
Wien 6. Juli 1914.
W
Wohlgeboren
Herrn Arnold Schönberg
Murnau,
Ober-Bayern
Lieber Herr Schönberg!
Von Ihrer Sommeradresse habe ich
Kenntnis genommen und wünsche
Ihnen recht angenehme und vergnügte Ferien. Webern hat mir den Brief1
von Wood gezeigt und es würde gewiss eine glänzende Förderung Weberns
bedeuten, wenn Wood seine Stücke tatsächlich aufführt.
Ihnen recht angenehme und vergnügte Ferien. Webern hat mir den Brief1
von Wood gezeigt und es würde gewiss eine glänzende Förderung Weberns
bedeuten, wenn Wood seine Stücke tatsächlich aufführt.
Die Titelblätter zu „Pierrot lunaire“ sind
ja längst gemacht,
nachdem das Werk eben aus dem Druck gekommen ist. Der Titel der
„George-Lieder“ wird gleichzeitig mit der Drucklegung fertig, ohne
dass es zu irgend einer Verzögerung führen wird.
nachdem das Werk eben aus dem Druck gekommen ist. Der Titel der
„George-Lieder“ wird gleichzeitig mit der Drucklegung fertig, ohne
dass es zu irgend einer Verzögerung führen wird.
Was das „Monodram“ betrifft, so möchte ich bei
diesem Werke
ganz gerne einen originellen Titel2, etwa von Kokoschka oder Kaudinsky.
Da ich weiss, dass Sie mit dem Letzteren gute Beziehungen haben, würde
er Ihnen vielleicht einen Titel, der ein- bis zweifarbig sein soll,
anfertigen, ohne dass dadurch nennenswerte Kosten erwachsen. Die
Hauptbedingung wäre jedoch: absolut leserliche Schrift. Ich erbitte
mir darüber Ihre eventuelle Aeusserung.
ganz gerne einen originellen Titel2, etwa von Kokoschka oder Kaudinsky.
Da ich weiss, dass Sie mit dem Letzteren gute Beziehungen haben, würde
er Ihnen vielleicht einen Titel, der ein- bis zweifarbig sein soll,
anfertigen, ohne dass dadurch nennenswerte Kosten erwachsen. Die
Hauptbedingung wäre jedoch: absolut leserliche Schrift. Ich erbitte
mir darüber Ihre eventuelle Aeusserung.
Heute werden von mir aus Warschau von
einer Musikalienhandlung
die Stimmen der Kammersymphonie verlangt. Ich hatte Ihnen vor meh-
reren Wochen einige Materiale zugehen lassen3, die ein von Ihnen em-
die Stimmen der Kammersymphonie verlangt. Ich hatte Ihnen vor meh-
reren Wochen einige Materiale zugehen lassen3, die ein von Ihnen em-
pfohlener Kopist korrigieren
sollte, doch habe ich von dieser ganzen
Sache nichts weiter gehört4. Nun ist die Angelegenheit sehr aktuell
geworden und ich bitte Sie dringend um Nachricht, wie ich zu den
korrigierten Materialen komme.
Sache nichts weiter gehört4. Nun ist die Angelegenheit sehr aktuell
geworden und ich bitte Sie dringend um Nachricht, wie ich zu den
korrigierten Materialen komme.
Ich möchte Ihnen bei dieser Gelegenheit noch mitteilen, dass
ich im Herbst sowohl die Einzelausgaben5, als auch Klavierauszug
und Partitur, vielleicht auch den Führer , der „Gurre-Lieder“ succes-
sive mit einem Umschlag versehen möchte, der von Erich Gruner, dem
geschickten Leipziger Graphiker, auf Grund des Ihnen ja bekannten Leipziger
Gurrelieder-Plakates6, gemacht wird. Ich nehme an, dass Sie gegen
diesen Plan, der es bezwecken soll, dass die betreffenden Ausgaben
mehr in das Schaufenster gestellt werden und die Aufmerksamkeit der
„Passanten“ erregen, nichts einzuwenden haben.
ich im Herbst sowohl die Einzelausgaben5, als auch Klavierauszug
und Partitur, vielleicht auch den Führer , der „Gurre-Lieder“ succes-
sive mit einem Umschlag versehen möchte, der von Erich Gruner, dem
geschickten Leipziger Graphiker, auf Grund des Ihnen ja bekannten Leipziger
Gurrelieder-Plakates6, gemacht wird. Ich nehme an, dass Sie gegen
diesen Plan, der es bezwecken soll, dass die betreffenden Ausgaben
mehr in das Schaufenster gestellt werden und die Aufmerksamkeit der
„Passanten“ erregen, nichts einzuwenden haben.
Mit herzlichen Grüssen
Ihr Ihnen aufrichtig
ergebener
Brief
Henry
Wood an Arnold Schönberg, 27. Juni 1914 (ASCC 18433).
Titel
Im
Nachlass befindet sich ein Titelblatt-Entwurf (T26.07) Schönbergs, ob
Schönberg diesen an die
UE sandte und ob ein weiterer Entwurf
von Wassily Kandinsky erstellt
wurde, ist nicht bekannt. Schönberg
verbrachte den Sommer in Murnau in Gesellschaft von Kandinsky und Gabriele Münter.
zugehen
lassen
nichts weiter gehört
Umarbeitung der Stimmen der
Kammersymphonie für 15 Soloinstrumente op.
9 gemäß der Änderungen in der Verbesserten Ausgabe (Edward
Clark an Arnold Schönberg, 12. Juli 1914; ASCC
10199; Edward Clark an Arnold Schönberg, 28. Juli 1914; ASCC
10200). Der Abschluss der Arbeit wurde vermutlich durch den
Beginn des Ersten Weltkriegs verhindert (ASGA B 11/4, S. 71).
Einzelausgaben
Plakates
Albertine Zehme hatte bei dem
befreundeten Leipziger Graphiker
Erich Gruner ein Plakat zur
Bewerbung der Veranstaltung
6. März 1914, Leipzig, Alberthalle in Auftrag
gegeben. Abbildung in: Gruner 1914.
UNIVERSAL-EDITION, A.-G.
Jos·Aibl Verlag, G. m. b. H.
LEIPZIG
Sternwartenstr. 15–21
WIEN
I·Reichsratsstrasse 9
Telegramm-Adresse: Musikedition, Wien
Telefon No 22877·Bank-Konto: k·k·privil·österr.
Länderbank, Wien·Postsparkassen-Konto: 57557.
Wien 6. Juli 1914.
Jos·Aibl Verlag, G. m. b. H.
LEIPZIG
Sternwartenstr. 15–21
WIEN
I·Reichsratsstrasse 9
Telegramm-Adresse: Musikedition, Wien
Telefon No 22877·Bank-Konto: k·k·privil·österr.
Länderbank, Wien·Postsparkassen-Konto: 57557.
Wien 6. Juli 1914.
W
Lieber Herr Schönberg!
Von Ihrer Sommeradresse habe ich
Kenntnis genommen und wünsche Ihnen recht angenehme und vergnügte Ferien.
Webern hat mir den Brief1
von Wood gezeigt und es würde gewiss
eine glänzende Förderung Weberns
bedeuten, wenn Wood seine Stücke tatsächlich aufführt.
Die Titelblätter zu „Pierrot lunaire“ sind
ja längst gemacht, nachdem das Werk eben aus dem Druck gekommen ist. Der Titel
der „George-Lieder“ wird gleichzeitig
mit der Drucklegung fertig, ohne dass es zu irgend einer Verzögerung führen
wird.
Was das „Monodram“ betrifft, so möchte ich bei
diesem Werke ganz gerne einen originellen Titel2, etwa von Kokoschka oder Kaudinsky. Da ich weiss, dass Sie mit dem
Letzteren gute Beziehungen haben, würde er Ihnen vielleicht einen Titel,
der ein- bis zweifarbig sein soll, anfertigen, ohne dass dadurch
nennenswerte Kosten erwachsen. Die Hauptbedingung wäre jedoch: absolut
leserliche Schrift. Ich erbitte mir darüber Ihre eventuelle Aeusserung.
Heute werden von mir aus Warschau von
einer Musikalienhandlung die Stimmen der Kammersymphonie verlangt. Ich hatte Ihnen vor mehreren Wochen einige Materiale zugehen
lassen3, die ein von Ihnen empfohlener Kopist korrigieren
sollte, doch habe ich von dieser ganzen Sache nichts weiter gehört4. Nun ist die Angelegenheit
sehr aktuell geworden und ich bitte Sie dringend um Nachricht, wie ich zu
den korrigierten Materialen komme.
Ich möchte Ihnen bei dieser Gelegenheit noch mitteilen, dass ich im Herbst
sowohl die Einzelausgaben5, als auch Klavierauszug
und Partitur, vielleicht auch den Führer
, der „Gurre-Lieder“ successive mit einem Umschlag versehen möchte, der von Erich Gruner, dem geschickten Leipziger Graphiker, auf Grund des Ihnen ja
bekannten Leipziger
Gurrelieder-Plakates6, gemacht wird. Ich nehme an, dass Sie gegen diesen Plan, der es
bezwecken soll, dass die betreffenden Ausgaben mehr in das Schaufenster
gestellt werden und die Aufmerksamkeit der „Passanten“ erregen, nichts
einzuwenden haben.
Brief
Henry
Wood an Arnold Schönberg, 27. Juni 1914 (ASCC 18433).
Titel
Im
Nachlass befindet sich ein Titelblatt-Entwurf (T26.07) Schönbergs, ob
Schönberg diesen an die
UE sandte und ob ein weiterer Entwurf
von Wassily Kandinsky erstellt
wurde, ist nicht bekannt. Schönberg
verbrachte den Sommer in Murnau in Gesellschaft von Kandinsky und Gabriele Münter.
zugehen
lassen
nichts weiter gehört
Umarbeitung der Stimmen der
Kammersymphonie für 15 Soloinstrumente op.
9 gemäß der Änderungen in der Verbesserten Ausgabe (Edward
Clark an Arnold Schönberg, 12. Juli 1914; ASCC
10199; Edward Clark an Arnold Schönberg, 28. Juli 1914; ASCC
10200). Der Abschluss der Arbeit wurde vermutlich durch den
Beginn des Ersten Weltkriegs verhindert (ASGA B 11/4, S. 71).
Einzelausgaben
Plakates
Albertine Zehme hatte bei dem
befreundeten Leipziger Graphiker
Erich Gruner ein Plakat zur
Bewerbung der Veranstaltung
6. März 1914, Leipzig, Alberthalle in Auftrag
gegeben. Abbildung in: Gruner 1914.
6. Juli 1914
The Library of Congress
Washington, D.C.
Music Division
Arnold Schoenberg Collection
Washington, D.C.
Music Division
Arnold Schoenberg Collection
Brief
Zitierhinweis:
Universal-Edition an Arnold Schönberg, 6. Juli 1914, in: Arnold Schönberg: Briefwechsel mit den Verlagen Universal-Edition und Dreililien. Hrsg. von Katharina Bleier und Therese Muxeneder unter Mitarbeit von Jannik Franz und Philipp Kehrer, Universität für Musik und darstellende Kunst Wien und Arnold Schönberg Center, Wien. Version 2.5 vom 26.05.2026. URL: https://www.schoenberg-ue.at/ue/letters/letter.17551.