Universal-Edition an Arnold Schönberg
10. August 1914
UNIVERSAL-EDITION, A.-G.
Jos·Aibl Verlag, G. m. b. H.
LEIPZIG
Sternwartenstr. 15–21
WIEN
I·Reichsratsstrasse 9
Telegramm-Adresse: Musikedition, Wien
Telefon No 22877·Bank-Konto: k·k·privil·österr.
Länderbank, Wien·Postsparkassen-Konto: 57557.
Wien 10. August 1914.
Bank-Konto: Kais. kön. privilegierte Oesterreichische Länderbank Wien.– Postspark.-Konto 57.557.
Jos·Aibl Verlag, G. m. b. H.
LEIPZIG
Sternwartenstr. 15–21
WIEN
I·Reichsratsstrasse 9
Telegramm-Adresse: Musikedition, Wien
Telefon No 22877·Bank-Konto: k·k·privil·österr.
Länderbank, Wien·Postsparkassen-Konto: 57557.
Wien 10. August 1914.
Bank-Konto: Kais. kön. privilegierte Oesterreichische Länderbank Wien.– Postspark.-Konto 57.557.
W
Wohlgeboren
Herrn Arnold Schönberg
Lieber Herr Schönberg!
Ich beziehe mich auf den gleichzeitig an Sie abgehenden ge-
schäftlichen Brief der Ihre diversen Anfragen behandelt und möchte
Ihnen auch aussergeschäftlich mitteilen, wie schrecklich leid es mir
tut, dass ich weder persönlich, noch geschäftlich in der Zusendung
von Geldbeträgen irgend etwas veranlassen kann. Die Verhältnisse
hier sind so schauderhaft, dass sich keiner zu helfen weiss und wir
wissen alle nicht, wie die Sache werden wird. Ob es unter diesen
Umständen für Sie und Ihre Familie nicht besser wäre nach Oester-
reich zu kommen? Hier sind Sie doch in der Mitte von Bekannten
und Freunden, die gewiss bestrebt sein werden, Ihnen über eine schwe-
re Zeit hinwegzuhelfen; ob mit Erfolg, ist ja allerdings augenblick-
lich nicht mit Sicherheit zu sagen. Wir müssen hier mit einer, viele
viele Monate dauernden Krise und Stagnation rechnen und welche Kon-
sequenzen das für jeden Einzelnen haben kann, ist nicht auszudenken.
schäftlichen Brief der Ihre diversen Anfragen behandelt und möchte
Ihnen auch aussergeschäftlich mitteilen, wie schrecklich leid es mir
tut, dass ich weder persönlich, noch geschäftlich in der Zusendung
von Geldbeträgen irgend etwas veranlassen kann. Die Verhältnisse
hier sind so schauderhaft, dass sich keiner zu helfen weiss und wir
wissen alle nicht, wie die Sache werden wird. Ob es unter diesen
Umständen für Sie und Ihre Familie nicht besser wäre nach Oester-
reich zu kommen? Hier sind Sie doch in der Mitte von Bekannten
und Freunden, die gewiss bestrebt sein werden, Ihnen über eine schwe-
re Zeit hinwegzuhelfen; ob mit Erfolg, ist ja allerdings augenblick-
lich nicht mit Sicherheit zu sagen. Wir müssen hier mit einer, viele
viele Monate dauernden Krise und Stagnation rechnen und welche Kon-
sequenzen das für jeden Einzelnen haben kann, ist nicht auszudenken.
Bitte schreiben Sie mir, sobald Sie diesen Brief bekommen, eini-
ge Zeilen und teilen Sie mir mit, ob Sie der Idee nach Wien zu kommen,
nähertreten wollen.
ge Zeilen und teilen Sie mir mit, ob Sie der Idee nach Wien zu kommen,
nähertreten wollen.
Mit vielen herzlichen Grüssen
Ihr ganz ergebener
UNIVERSAL-EDITION, A.-G.
Jos·Aibl Verlag, G. m. b. H.
LEIPZIG
Sternwartenstr. 15–21
WIEN
I·Reichsratsstrasse 9
Telegramm-Adresse: Musikedition, Wien
Telefon No 22877·Bank-Konto: k·k·privil·österr.
Länderbank, Wien·Postsparkassen-Konto: 57557.
Wien 10. August 1914.
Bank-Konto: Kais. kön. privilegierte Oesterreichische Länderbank Wien.– Postspark.-Konto 57.557.
Jos·Aibl Verlag, G. m. b. H.
LEIPZIG
Sternwartenstr. 15–21
WIEN
I·Reichsratsstrasse 9
Telegramm-Adresse: Musikedition, Wien
Telefon No 22877·Bank-Konto: k·k·privil·österr.
Länderbank, Wien·Postsparkassen-Konto: 57557.
Wien 10. August 1914.
Bank-Konto: Kais. kön. privilegierte Oesterreichische Länderbank Wien.– Postspark.-Konto 57.557.
W
Lieber Herr Schönberg!
Ich beziehe mich auf den gleichzeitig an Sie abgehenden geschäftlichen Brief der Ihre diversen
Anfragen behandelt und möchte Ihnen auch aussergeschäftlich mitteilen, wie
schrecklich leid es mir tut, dass ich weder persönlich, noch geschäftlich in der
Zusendung von Geldbeträgen irgend etwas veranlassen kann. Die Verhältnisse
hier sind so schauderhaft, dass sich keiner zu helfen weiss und wir wissen
alle nicht, wie die Sache werden wird. Ob es unter diesen Umständen für Sie und
Ihre Familie nicht besser wäre nach Oesterreich zu kommen? Hier sind Sie
doch in der Mitte von Bekannten und Freunden, die gewiss bestrebt sein werden,
Ihnen über eine schwere Zeit hinwegzuhelfen; ob
mit Erfolg, ist ja allerdings augenblicklich
nicht mit Sicherheit zu sagen. Wir müssen hier mit einer, viele viele Monate
dauernden Krise und Stagnation rechnen und welche Konsequenzen das für jeden Einzelnen haben kann, ist nicht
auszudenken.
Bitte schreiben Sie mir, sobald Sie diesen Brief bekommen, einige Zeilen und teilen Sie mir mit, ob Sie der Idee nach
Wien zu kommen, nähertreten
wollen.
10. August 1914
The Library of Congress
Washington, D.C.
Music Division
Arnold Schoenberg Collection
Washington, D.C.
Music Division
Arnold Schoenberg Collection
Brief
Zitierhinweis:
Universal-Edition an Arnold Schönberg, 10. August 1914, in: Arnold Schönberg: Briefwechsel mit den Verlagen Universal-Edition und Dreililien. Hrsg. von Katharina Bleier und Therese Muxeneder unter Mitarbeit von Jannik Franz und Philipp Kehrer, Universität für Musik und darstellende Kunst Wien und Arnold Schönberg Center, Wien. Version 2.5 vom 26.05.2026. URL: https://www.schoenberg-ue.at/ue/letters/letter.17559.