Universal-Edition an Arnold Schönberg
24. Mai 1929
UNIVERSAL-EDITION, A.-G.
Jos·Aibl Verlag, G. m. b. H.
LEIPZIG
Karlstrasse 10
WIEN
I·Karlsplatz 6·
Musikvereinsgebäude
Telegr. Adr.: Musikedition, Wien. A. B. C. Code 5th. Ed. Mosse Code.
Telefon U-47-5-85 Serie. Bank-Konto: Zentral-Europä-
ische Länderbank Wien. Postsparkassen-Kto. 57557.
Wien 24. Mai 1929.
Jos·Aibl Verlag, G. m. b. H.
LEIPZIG
Karlstrasse 10
WIEN
I·Karlsplatz 6·
Musikvereinsgebäude
Telegr. Adr.: Musikedition, Wien. A. B. C. Code 5th. Ed. Mosse Code.
Telefon U-47-5-85 Serie. Bank-Konto: Zentral-Europä-
ische Länderbank Wien. Postsparkassen-Kto. 57557.
Wien 24. Mai 1929.
S/P.
Herrn
Professor Arnold Schönberg,
Charlottenburg 9
Sehr verehrter Meister Schönberg!
Auf Ihr Schreiben vom 17.
ds. erlauben wir uns zu er-
widern: Wir waren der Meinung, dass Sie die Uraufführung Ihrer
neuen Bach Bearbeitung am liebsten selbst bringen möchten und
haben nur aus diesem Grunde bis jetzt noch keine Aufführung an-
gestrebt. In Ihrem Schreiben vom 12. Oktober v. J. hatten Sie sich
in diesem Sinne geäussert und nur hinzugefügt, dass Sie nicht im
Weg stehen wollen, wenn einer Ihrer wirklichen Freunde sich um
das Werk bewirbt. Dass es existiert und in Vorbereitung ist, wurde
den Dirigenten durch ein Zirkular mitgeteilt. Im übrigen glaubten
wir Ihrem Wunsche zu entsprechen, wenn wir eine Aufführung nicht
forcierten. Nur Herrn Furtwängler haben wir auf das Werk auch mündlich aufmerk-
sam gemacht und ihm nahegelegt, mit Ihnen wegen der Uraufführung,
die Sie sich eigentlich selbst vorbehalten wollten, zu sprechen1.
Da Ihre seinerzeitigen Vorbehalte nunmehr wegfallen, werden wir
jetzt selbstverständlich trachten, bald eine Aufführung2 zu er-
zielen.
widern: Wir waren der Meinung, dass Sie die Uraufführung Ihrer
neuen Bach Bearbeitung am liebsten selbst bringen möchten und
haben nur aus diesem Grunde bis jetzt noch keine Aufführung an-
gestrebt. In Ihrem Schreiben vom 12. Oktober v. J. hatten Sie sich
in diesem Sinne geäussert und nur hinzugefügt, dass Sie nicht im
Weg stehen wollen, wenn einer Ihrer wirklichen Freunde sich um
das Werk bewirbt. Dass es existiert und in Vorbereitung ist, wurde
den Dirigenten durch ein Zirkular mitgeteilt. Im übrigen glaubten
wir Ihrem Wunsche zu entsprechen, wenn wir eine Aufführung nicht
forcierten. Nur Herrn Furtwängler haben wir auf das Werk auch mündlich aufmerk-
sam gemacht und ihm nahegelegt, mit Ihnen wegen der Uraufführung,
die Sie sich eigentlich selbst vorbehalten wollten, zu sprechen1.
Da Ihre seinerzeitigen Vorbehalte nunmehr wegfallen, werden wir
jetzt selbstverständlich trachten, bald eine Aufführung2 zu er-
zielen.
Die Orchester-Variationen haben wir schon
wiederholt
angezeigt. Wir haben auch einige Dirigenten vorgemerkt, welche die
angezeigt. Wir haben auch einige Dirigenten vorgemerkt, welche die
Partitur nach Erscheinen sehen möchten. Dieser Tage
erst haben wir
ein photographiertes Exemplar Herrn Klemperer auf seinen Wunsch
gesandt. Das Erscheinen der gedruckten Partitur hat sich durch
die zahlreichen Korrekturen (es waren insgesamt sechs3) verzögert
und schliesslich mussten wir noch in den letzten Tagen den Druck
wegen einer Unklarheit in der Transponierung einzelner Instrumen-
te unterbrechen – Herr Greissle hat in der Sache bei Ihnen ange-
fragt. Im Laufe der nächsten Woche wird die Partitur gedruckt vor-
liegen4. Wir werden dann sofort nochmals ein Zirkular an alle Di-
rigenten senden. – Die Partitur5 zum Präludium hat im Augenblick
Herr Greissle zur nochmaligen Kollationierung. Eine Verständigung
an Sie hierüber legen wir diesem Schreiben bei.
ein photographiertes Exemplar Herrn Klemperer auf seinen Wunsch
gesandt. Das Erscheinen der gedruckten Partitur hat sich durch
die zahlreichen Korrekturen (es waren insgesamt sechs3) verzögert
und schliesslich mussten wir noch in den letzten Tagen den Druck
wegen einer Unklarheit in der Transponierung einzelner Instrumen-
te unterbrechen – Herr Greissle hat in der Sache bei Ihnen ange-
fragt. Im Laufe der nächsten Woche wird die Partitur gedruckt vor-
liegen4. Wir werden dann sofort nochmals ein Zirkular an alle Di-
rigenten senden. – Die Partitur5 zum Präludium hat im Augenblick
Herr Greissle zur nochmaligen Kollationierung. Eine Verständigung
an Sie hierüber legen wir diesem Schreiben bei.
Wir hoffen, dass Ihnen die vorstehenden Ausführungen
genügen und zeichnen
genügen und zeichnen
sprechen
Wilhelm Furtwängler an Arnold Schönberg, 2. Juli
1929 (ASCC 24116).
Aufführung
Die Uraufführung wurde zeitlich
ineinandergreifend von Wilhelm
Furtwängler in Berlin und Anton
Webern in Wien
dirigiert:
10. November 1929, Berlin, Philharmonie, 2. Philharmonischen Konzert,
öffentliche Probe;
10. November 1929, Wien, Musikverein, Großer Musikvereinssaal,
Arbeiter-Sinfonie-Konzert.
es waren insgesamt sechs
Vergleiche die Randanmerkung in
Arnold Schönberg an Universal-Edition, 17.
Mai 1929.
Partitur gedruckt vorliegen
Erscheinungsdatum des
Originaldrucks (ASGA B 13, Quelle E): 4. Juni
1929.
Partitur
Partiturautograph (ASGA B 25/26, Quelle B).
UNIVERSAL-EDITION, A.-G.
Jos·Aibl Verlag, G. m. b. H.
LEIPZIG
Karlstrasse 10
WIEN
I·Karlsplatz 6·
Musikvereinsgebäude
Telegr. Adr.: Musikedition, Wien. A. B. C. Code 5th. Ed. Mosse Code.
Telefon U-47-5-85 Serie. Bank-Konto: Zentral-Europä-
ische Länderbank Wien. Postsparkassen-Kto. 57557.
Wien 24. Mai 1929.
Jos·Aibl Verlag, G. m. b. H.
LEIPZIG
Karlstrasse 10
WIEN
I·Karlsplatz 6·
Musikvereinsgebäude
Telegr. Adr.: Musikedition, Wien. A. B. C. Code 5th. Ed. Mosse Code.
Telefon U-47-5-85 Serie. Bank-Konto: Zentral-Europä-
ische Länderbank Wien. Postsparkassen-Kto. 57557.
Wien 24. Mai 1929.
S/P.
Sehr verehrter Meister Schönberg!
Auf Ihr Schreiben vom 17.
ds. erlauben wir uns zu erwidern: Wir waren der Meinung, dass Sie die Uraufführung Ihrer
neuen Bach
Bearbeitung am liebsten selbst bringen möchten
und haben nur aus diesem Grunde bis jetzt noch keine Aufführung angestrebt. In Ihrem Schreiben vom
12. Oktober v. J. hatten Sie sich in
diesem Sinne geäussert und nur hinzugefügt, dass Sie nicht im Weg stehen
wollen, wenn einer Ihrer wirklichen Freunde sich um das Werk bewirbt. Dass
es existiert und in Vorbereitung ist, wurde den Dirigenten durch ein
Zirkular mitgeteilt. Im übrigen glaubten wir Ihrem Wunsche zu entsprechen,
wenn wir eine Aufführung nicht forcierten. Nur Herrn Furtwängler haben wir auf das Werk auch mündlich aufmerksam gemacht und ihm nahegelegt, mit Ihnen wegen der
Uraufführung, die Sie sich eigentlich selbst vorbehalten wollten, zu sprechen1. Da Ihre seinerzeitigen
Vorbehalte nunmehr wegfallen, werden wir jetzt selbstverständlich trachten,
bald eine Aufführung2 zu erzielen.
Die Orchester-Variationen haben wir schon
wiederholt angezeigt. Wir haben auch einige Dirigenten vorgemerkt, welche
die Partitur nach Erscheinen sehen möchten. Dieser Tage
erst haben wir ein photographiertes Exemplar Herrn Klemperer auf seinen Wunsch gesandt. Das
Erscheinen der gedruckten Partitur hat sich durch die zahlreichen
Korrekturen (es waren insgesamt sechs3) verzögert und schliesslich mussten wir noch in den letzten Tagen
den Druck wegen einer Unklarheit in der Transponierung einzelner
Instrumente unterbrechen – Herr Greissle hat in der Sache bei Ihnen angefragt. Im Laufe der nächsten Woche wird
die Partitur gedruckt vorliegen4. Wir werden dann sofort nochmals ein Zirkular an alle Dirigenten senden. – Die Partitur5 zum Präludium hat im Augenblick Herr
Greissle zur nochmaligen
Kollationierung. Eine Verständigung
an Sie hierüber legen wir diesem Schreiben bei.
Wir hoffen, dass Ihnen die vorstehenden Ausführungen genügen und zeichnen
sprechen
Wilhelm Furtwängler an Arnold Schönberg, 2. Juli
1929 (ASCC 24116).
Aufführung
Die Uraufführung wurde zeitlich
ineinandergreifend von Wilhelm
Furtwängler in Berlin und Anton
Webern in Wien
dirigiert:
10. November 1929, Berlin, Philharmonie, 2. Philharmonischen Konzert,
öffentliche Probe;
10. November 1929, Wien, Musikverein, Großer Musikvereinssaal,
Arbeiter-Sinfonie-Konzert.
es waren insgesamt sechs
Vergleiche die Randanmerkung in
Arnold Schönberg an Universal-Edition, 17.
Mai 1929.
Partitur gedruckt vorliegen
Erscheinungsdatum des
Originaldrucks (ASGA B 13, Quelle E): 4. Juni
1929.
Partitur
Partiturautograph (ASGA B 25/26, Quelle B).
24. Mai 1929
The Library of Congress
Washington, D.C.
Music Division
Arnold Schoenberg Collection
Washington, D.C.
Music Division
Arnold Schoenberg Collection
Brief
Zitierhinweis:
Universal-Edition an Arnold Schönberg, 24. Mai 1929, in: Arnold Schönberg: Briefwechsel mit den Verlagen Universal-Edition und Dreililien. Hrsg. von Katharina Bleier und Therese Muxeneder unter Mitarbeit von Jannik Franz und Philipp Kehrer, Universität für Musik und darstellende Kunst Wien und Arnold Schönberg Center, Wien. Version 2.5 vom 26.05.2026. URL: https://www.schoenberg-ue.at/ue/letters/letter.17604.