D/M.
Wien, 15. Juni 1926.
Herrn
BERLIN-CHARLOTTENBURG II.,
Pension Bavaria.
Verehrter Meister Schönberg!
Soeben nach Wien zurückgekehrt, finde ich Ihr Schrei-
ben
vom 11. d. M. vor. Ich habe wegen der von Ihnen reklamierten
Gutschriften sofort die Buchhaltung veranlasst, die Sache ra-
schest zu ordnen und mir auch mitzuteilen, wer an dem Fehler schuld
ist. – Was die Autorengesellschaft betrifft, so kann ich Ihnen
leider nicht genau sagen, ob und wieviele Tantiemen wir auf Ihre
Werke erhalten haben, denn wir haben bisher nur eine summarische
Gesamtabrechnung für sämtliche Werke unseres Verlages erhalten haben
und erwarten noch eine Detail-Aufstellung, aus der dies ersicht-
lich wäre.
Was Ihre Bühnenwerke1 betrifft, so habe ich Auftrag ge-
geben, dass diese selbstverständlich überall mitgenannt werden.
In allen unseren Katalogen sind die Werke angeführt, wie Sie aus
dem mitfolgenden Bühnenwerke-Katalog auf Seite 4 ersehen können. –
Die soeben erschienene letzte Nummer2 des „Anbruch“, die auf das
Züricher Tonkünstlerfest Bezug hat, wird hoffentlich Ihr Interesse
und Ihren Beifall finden. Ich wäre sehr unglücklich, wenn auch das

wieder einiges hineingeschlüpft wäre, was Sie irritieren könnte.
Lassen Sie mich noch meiner grossen Freude Ausdruck
geben, dass ich mit Ihnen diesmal wieder ausführlich sprechen
konnte und seien Sie und Ihre verehrte Frau herzlichst gegrüsst von
Ihrem, in warmer Verehrung ergebenen
Emil Hertzka

D/M.
Wien, 15. Juni 1926.
Herrn
BERLIN-CHARLOTTENBURG II.,
Pension Bavaria.
Verehrter Meister Schönberg!
Soeben nach Wien zurückgekehrt, finde ich Ihr Schreiben vom 11. d. M. vor. Ich habe wegen der von Ihnen reklamierten Gutschriften sofort die Buchhaltung veranlasst, die Sache raschest zu ordnen und mir auch mitzuteilen, wer an dem Fehler schuld ist. – Was die Autorengesellschaft betrifft, so kann ich Ihnen leider nicht genau sagen, ob und wieviele Tantiemen wir auf Ihre Werke erhalten haben, denn wir haben bisher nur eine summarische Gesamtabrechnung für sämtliche Werke unseres Verlages erhalten und erwarten noch eine Detail-Aufstellung, aus der dies ersichtlich wäre.
Was Ihre Bühnenwerke1 betrifft, so habe ich Auftrag gegeben, dass diese selbstverständlich überall mitgenannt werden. In allen unseren Katalogen sind die Werke angeführt, wie Sie aus dem mitfolgenden Bühnenwerke-Katalog auf Seite 4 ersehen können. – Die soeben erschienene letzte Nummer2 des „Anbruch“, die auf das Züricher Tonkünstlerfest Bezug hat, wird hoffentlich Ihr Interesse und Ihren Beifall finden. Ich wäre sehr unglücklich, wenn auch da wieder einiges hineingeschlüpft wäre, was Sie irritieren könnte.
Lassen Sie mich noch meiner grossen Freude Ausdruck geben, dass ich mit Ihnen diesmal wieder ausführlich sprechen konnte und seien Sie und Ihre verehrte Frau herzlichst gegrüsst von
Ihrem, in warmer Verehrung ergebenen
Emil Hertzka

15. Juni 1926



The Library of Congress
Washington, D.C.
Music Division
Arnold Schoenberg Collection


Brief

Zitierhinweis:

Universal-Edition an Arnold Schönberg, 15. Juni 1926, in: Arnold Schönberg: Briefwechsel mit den Verlagen Universal-Edition und Dreililien. Hrsg. von Katharina Bleier und Therese Muxeneder unter Mitarbeit von Jannik Franz und Philipp Kehrer, Universität für Musik und darstellende Kunst Wien und Arnold Schönberg Center, Wien. Version 2.5 vom 26.05.2026. URL: https://www.schoenberg-ue.at/ue/letters/letter.17665.

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