Universal-Edition an Arnold Schönberg
5. Februar 1927
Sehr verehrter Meister Schönberg!
Ihr gesch. Schreiben vom 29. v. M. beruht auf einem
Irrtum. Wir haben Ihnen am 29. Dezember v. J. mitgeteilt, dass wir
mit Herrn Greissle verabredet hatten, „mit dem Druck der Klavier-
partitur so lange zu warten, bis auch die Stimmen zum Druck gehen,
falls Sie damit einverstanden sind. Er versprach uns, sogleich über
diesen Punkt an Sie zu schreiben und sodann Nachricht zu ge-
ben“. Nachdem Herr Greissle uns keine Nachricht gab, Sie sich auch
zu unserem Schreiben mit keinem Wort äusserten, waren wir berech-
tigt anzunehmen, dass sie damit einverstanden sind. Wir können also
Ihre Kritik, dass wir „absolut willkürlich“ gehandelt hätten, nicht
als berechtigt anerkennen. Herr Greissle hat vor wenigen Tagen
bei uns angerufen und versprochen, dass er endlich Montag den 7. ds.
mit den auskorrigierten Stimmen zu uns kommt. Wir werden dann so-
fort die Drucklegung vornehmen.
Irrtum. Wir haben Ihnen am 29. Dezember v. J. mitgeteilt, dass wir
mit Herrn Greissle verabredet hatten, „mit dem Druck der Klavier-
partitur so lange zu warten, bis auch die Stimmen zum Druck gehen,
falls Sie damit einverstanden sind. Er versprach uns, sogleich über
diesen Punkt an Sie zu schreiben und sodann Nachricht zu ge-
ben“. Nachdem Herr Greissle uns keine Nachricht gab, Sie sich auch
zu unserem Schreiben mit keinem Wort äusserten, waren wir berech-
tigt anzunehmen, dass sie damit einverstanden sind. Wir können also
Ihre Kritik, dass wir „absolut willkürlich“ gehandelt hätten, nicht
als berechtigt anerkennen. Herr Greissle hat vor wenigen Tagen
bei uns angerufen und versprochen, dass er endlich Montag den 7. ds.
mit den auskorrigierten Stimmen zu uns kommt. Wir werden dann so-
fort die Drucklegung vornehmen.
Sehr verehrter Meister Schönberg!
Ihr gesch. Schreiben vom 29. v. M. beruht auf einem
Irrtum. Wir haben Ihnen am 29. Dezember v.
J. mitgeteilt, dass wir mit Herrn
Greissle verabredet hatten, „mit dem
Druck der Klavierpartitur so lange zu warten, bis auch die Stimmen zum Druck
gehen, falls Sie damit einverstanden sind. Er versprach uns, sogleich über
diesen Punkt an Sie zu schreiben und sodann
Nachricht zu geben“. Nachdem Herr Greissle
uns keine Nachricht gab, Sie sich auch zu unserem Schreiben mit keinem Wort
äusserten, waren wir berechtigt anzunehmen, dass sie damit einverstanden sind. Wir können
also Ihre Kritik, dass wir „absolut willkürlich“ gehandelt hätten, nicht
als berechtigt anerkennen. Herr Greissle hat vor wenigen Tagen bei uns angerufen und
versprochen, dass er endlich Montag den 7. ds.
mit den auskorrigierten Stimmen zu uns kommt. Wir werden dann sofort die Drucklegung vornehmen.
5. Februar 1927
Arnold Schönberg Center
Wien
Archiv
Universal Edition Collection
Wien
Archiv
Universal Edition Collection
Brief, Kopie
Zitierhinweis:
Universal-Edition an Arnold Schönberg, 5. Februar 1927, in: Arnold Schönberg: Briefwechsel mit den Verlagen Universal-Edition und Dreililien. Hrsg. von Katharina Bleier und Therese Muxeneder unter Mitarbeit von Jannik Franz und Philipp Kehrer, Universität für Musik und darstellende Kunst Wien und Arnold Schönberg Center, Wien. Version 2.5 vom 26.05.2026. URL: https://www.schoenberg-ue.at/ue/letters/letter.19877.