Universal-Edition an Arnold Schönberg
4. April 1933
Herrn Prof. Arnold Schoenberg, Berlin
Sehr verehrter Herr Professor!
Wir danken Ihnen sehr für Ihre Nachricht, wonach
Sie mit der Bearbeitung des Herrn Heller grundsätzlich
einverstanden sind. Wir haben ihm den Inhalt Ihrer
Karte mitgeteilt.
Sie mit der Bearbeitung des Herrn Heller grundsätzlich
einverstanden sind. Wir haben ihm den Inhalt Ihrer
Karte mitgeteilt.
Mit grossem Interesse haben wir Ihre Mitteilungen
zur Kenntnis genommen, wonach dort alles ruhig ist
und wonach Sie sich in so scharfer Weise gegen die
Greuelpropaganda1 im Auslande wenden. Wir werden
selbstverständlich alles tun, um Ihre gewichtigen
Worte überall bekanntzumachen und dafür zu sorgen,
dass Ihre Meinung und Ihre Mitteilungen, die sich
gegen Verleumdungen und Ausstreuungen unverant-
wortlicher Kreise im Auslande so scharf richten,
bekannt werden.
zur Kenntnis genommen, wonach dort alles ruhig ist
und wonach Sie sich in so scharfer Weise gegen die
Greuelpropaganda1 im Auslande wenden. Wir werden
selbstverständlich alles tun, um Ihre gewichtigen
Worte überall bekanntzumachen und dafür zu sorgen,
dass Ihre Meinung und Ihre Mitteilungen, die sich
gegen Verleumdungen und Ausstreuungen unverant-
wortlicher Kreise im Auslande so scharf richten,
bekannt werden.
Greuelpropaganda
Die Spitze der deutschen
Reichsregierung ließ in der Weltpresse verbreiten, dass die täglich
gegen Juden und politisch anders denkende Personen verübten Greueltaten
in Nazi-Deutschland als
„Greuelpropaganda“ bzw. „internationale jüdische
Greuelpropaganda“ zu bewerten seien (Die Rote Fahne 1933). Unter der
Leitung von Julius Streicher wurde im März
1933 ein „Aktionskomitee zur Bekämpfung der jüdischen
Greuelpropaganda“ etabliert (Wiener Allgemeine Zeitung
1933).
Herrn Prof. Arnold Schoenberg, Berlin
Sehr verehrter Herr Professor!
Wir danken Ihnen sehr für Ihre Nachricht, wonach
Sie mit der Bearbeitung des Herrn Heller grundsätzlich einverstanden sind. Wir haben ihm den
Inhalt Ihrer Karte mitgeteilt.
Mit grossem Interesse haben wir Ihre Mitteilungen zur Kenntnis genommen,
wonach dort alles ruhig ist und wonach Sie sich in so scharfer Weise gegen
die
Greuelpropaganda1 im Auslande
wenden. Wir
werden selbstverständlich alles tun, um Ihre gewichtigen Worte überall
bekanntzumachen und dafür zu sorgen, dass Ihre Meinung und Ihre
Mitteilungen, die sich gegen Verleumdungen und Ausstreuungen unverantwortlicher Kreise im Auslande so scharf richten, bekannt
werden.
Greuelpropaganda
Die Spitze der deutschen
Reichsregierung ließ in der Weltpresse verbreiten, dass die täglich
gegen Juden und politisch anders denkende Personen verübten Greueltaten
in Nazi-Deutschland als
„Greuelpropaganda“ bzw. „internationale jüdische
Greuelpropaganda“ zu bewerten seien (Die Rote Fahne 1933). Unter der
Leitung von Julius Streicher wurde im März
1933 ein „Aktionskomitee zur Bekämpfung der jüdischen
Greuelpropaganda“ etabliert (Wiener Allgemeine Zeitung
1933).
Zitierhinweis:
Universal-Edition an Arnold Schönberg, 4. April 1933, in: Arnold Schönberg: Briefwechsel mit den Verlagen Universal-Edition und Dreililien. Hrsg. von Katharina Bleier und Therese Muxeneder unter Mitarbeit von Jannik Franz und Philipp Kehrer, Universität für Musik und darstellende Kunst Wien und Arnold Schönberg Center, Wien. Version 2.5 vom 26.05.2026. URL: https://www.schoenberg-ue.at/ue/letters/letter.19891.