Arnold Schönberg, Berlin-Zehlendorf, Wannseebahn,
Machnower Chaussee, Villa Lepcke
31/10. 1911
Lieber Herr Direktor Herzka, Vor Allem: die Pelleas Partitur hat mir
große Freude gemacht. Sie ist so schön, dass man beispielsweise bei
den Schriftworten die vorkommen eher glauben möchte, das soll
Schriftimitation sein, als bei den Noten, dass sie Druckimitation
sind. Bitte sagen Sie der Druckerei1 meinen besten Dank.
Das Stimmen2-Material hat Leonard Ihnen schon geschickt und
hoffentlich haben Sie es erhalten. Sie wollen es autografieren lassen?
Dann muss ich Sie bitten, das so einzurichten, dass ich keine
Korrektur davon lesen muss. Ich habe das seinerzeit so sorg-
fältig korrigiert und es hat mich soviel Zeit gekostet, dass ich
es nicht noch einmal tun kann.
Wenn Sie es zum Autografieren schicken, müssen Sie unbedingt
darauf aufmerksam machen, dass der Schreiber die gleichen
Wendestellen einhalten soll, wie in der Vorlage. Oder wenigstens
ebenso ausgiebige wählt!!
Ich musste damals deshalb
viele Seiten selbst abschreiben und müsste unbedingt schlechte
Wendestellen ablehnen. – Leider sind beispielsweise meine
Quartettstimmen3 in dieser Hinsicht nicht sehr gut!! Das ist
eine arge Unbequemlichkeit, bei einer so schwierigen
Musik!!!
Was die Partitur anbelangt, so hatten Sie mir seinerzeit
zugesagt, einige Exemplare kleiner abschneiden zu lassen und sie
als „Studienausgabe4“ ermäßigt herzugeben. Ist das möglich?
Wenn nicht, so bitte Sie mir für Webern ein Exemplar
mit dem Buchhändler-Rabatt zu überlassen; also mit 40–50 %.
Zemlinsky schreibt mir, das Material für Pelleas
sei vom Theater schon fix erworben worden. Was haben Sie dafür
bekommen? Dann hat er wohl auch die Partitur fix, und nicht

zur Ansicht, wie Sie mir irrtümlich schreiben.
Dann sagen Sie, die Kosten der Klischees seien so hoch. Wieviel beträgt
das? Wie teuer kommt überhaupt die ganze Sache? Ich erhalte darüber wohl
eine Abrechnung. – Die Auflage von 2000 Exemplaren hatten Sie
mir schon seinerzeit zugesagt. Ich hoffe Sie haben [...] bei der An-
setzung des Verkaufspreises auch angenommen, dass ich im Falle
eines Erfolges eine möglichst große Summe haben möchte!!!
Dann noch etwas: bitte das bestimmt zu beantworten!
Das Buch wurde doch, so wie wir es verabredet hatten,
mit der Setzmaschine5 hergestellt. Sodass ich von den folgen-
den Auflagen mehr bekomme!!?
Gurre Lieder. Sie hatten mir brieflich zugesagt, den
Gurre Lieder-Auszug noch bis zum Ablauf dieses Jahres
herauszubringen. Wenn ich wirklich eine Aufführung erzielen
soll, muss ein Auszug da sein. Sie haben keine Ahnung,
wie sehr mich das an allem hindert, dass die größere
Hälfte meiner Werke nicht gedruckt sind ist. Nicht nur,
dass sie nicht verkauft werden können, sie können auch nicht
aufgeführt werden. Eben jetzt zeigt sich das wieder. Die
Konzertdirektion Wolff
will mich „in die Hand nehmen“.
Ich war gestern bei Frau Wolff6 und sie will kolossal viel
für mich und meine Sache tun. Sie hat schon mit
Nikisch gesprochen. Heute abend wird sie Rosé sagen,
dass er jetzt (heuer noch) meine Quartette bringen soll.
(Das ist nicht bloß eine Aufforderung, sondern: eine
Erlaubnis, ein Auftrag!!!) Dann wird sie der
Lula Gmeiner sagen, dass sie heuer meine
Lieder singt. Natürlich nicht bloß in Berlin. Siloty
führt in ihrem Auftrag Pelleas in Petersburg7 auf.
Bieten Sie ihm sofort die Partitur an[.] Auch die

Gurrelieder will sie unterbringen. Und die fünf Orchesterstücke
will sie Nikisch zeigen. Nikisch soll einstweilen zuerst die
Orchesterlieder aufführen. Nur müssen wir einen Tenor dafür
finden. Schicken Sie ihr bitte sofort die Klavier Auszüge
der Orchesterlieder
[.]
Ich würde ihr ja nicht alles glauben, was sie mir verspricht,
und glaube ja auch nur einen Theil. Aber, ich scheine auf
sie sehr viel Eindruck gemacht zu haben und da sie nur
Sachen in die Hand nehmen, die sie nur ein Wort kosten
(aber kein Geld!!) so glaube ich, dass manches da werden
wird. Uebrigens ist sie auch bereit mir einen Kompo-
[si]tions-Abend zu machen. Aber da war ich nicht sehr dafür.
Denn ich möchte mit dem Publikum zusammentreffen
und nicht mit den „Freikartenabnehmern“.
Es wäre also dringendst nötig, dass Sie bald wieder einiges
von mir drucken. Mir schiene am dringendsten:
Ich bin fest überzeugt: wenn Sie bald einen Erfolg
von meinen Sachen haben wollen, müssen Sie meine
Noten auflegen. Sonst glaube ich, wirds schwer gehen.
Aber so gienge es. Sie glauben gar nicht, wie „berühmt“
ich hier bin. Ich schäme mich ja selbst fast, es zu gestehen! Ueberall
kennt man mich. Man erkennt mich nach meinen Bildern.
Man kennt meine Biografie!, meine Eigenheiten, weiß
von meinen „Skandalen“ und fast mehr als ich, der ich so etwas
bald vergesse. Wenn Sie da ein wenig nachhelfen wollten,
so müßte bald was zu machen sein. Man verspricht sich auch

in dieser Hinsicht viel von Ihnen. Sie haben hier, persönlich, einen sehr
guten Ruf und gelten dafür, anders zu sein, als man sonst in Wien
ist. Ich habe Sie auch sehr gelobt. Nun bitte drucken Sie mich!!! Ich bin
sicher dass es gut ist!!
Auch Emil Guttmann will viel für mich tun. In der letzten Zeit
hörte ich nichts von ihm. Aber er hat nicht mehr und nicht weniger
vor, als eine Aufführung10 der Gurre Lieder in diesem Winter
in Berlin!!! – Wir wollen sehen.
Nun noch eine Kleinigkeit. Ich habe mich sehr gefreut,
dass Sie für meine Sachen Propaganda machen, als ich die
List-Nummer der Allg. D. Mus.-Ztg. (mit meinem Aufsatz)
bekam. Nur eines möchte ich Sie bitten; fassen Sie, was ich Ihnen
[je]tzt sage, als humoristisch auf; aber ich meine es zum Theil ernst.
Nämlich: man nennt mich in Ihren Ankündigungen11 den
„mutigen Vertreter der Wiener musikalischen Moderne“. Seien Sie
nicht bös, aber: Richard Strauss ist Generalmusikdirektor,
Pfitzner ist Direktor, Reger sogar Hofrat. Könnten Sie mich
da nicht wenigstens zum General-Vertreter d. W. M.-M
ernennen. Ich möchte gerne auch General sein. Aber ein
[„]mutiger Vertreter“ – ich weiß nicht, das erinnert mich
immer an einen Handlungsreisenden, der sich nicht hinaus-
schmeißen läßt. Das ist ein mutiger Vertreter. Und dann
im Ernst: Wer ist denn diese Musik-Moderne, die ich ver-
trete? Weigl? Stöhr? – Ich vertrete doch überhaupt gar
nicht, sondern komponiere sogut ich kann!! Ich vertrete nicht
einmal mich!!
Nicht wahr, Sie sorgen dafür, dass der Herr in Ihrem
Bureau, der das sicher gut gemeint hat, als er es schrieb,
nicht bös ist, über meine Scherze. Das ist nicht meine
Absicht, ihn zu kränken!! Aber dieses Epitheton ist mir
unangenehm. Denken Sie nur, wie leicht Musiker über

so etwas spotten und wie arg es ist, wenn sie nun gar Berechtigung
dazu bekommen. Sie wissen ja, wie wir Musiker sind. Und wie
gar erst ich!!
Nun muss ich Ihnen in Kürze noch über meine Berliner-Verhältnisse
folgendes sagen. Ich habe hier sehr viel Aussichten. Mehr ist es vorläufig
nicht. Tätigkeit habe ich eigentlich noch nicht. Aber Schnabel und Busoni
und viele andere sind sicher, dass das bald kommen wird. Zunächst
halte ich am Sternschen Konservatorium einen Cyklus von 8–10 Vorträgen
über: „Aesthetik und Kompositionslehre“. Das beginnt am 20. Novbr.
Davon hoffe ich mir viel für meine Lehrtätigkeit. Dann sollen
ja die Konzerte kommen und noch manches Andere. Aber ich muss
mich hier erst einführen. Dann werde ich mich schon so durchsetzen,
[d]ass man sogar in Wien vor mir Respekt haben soll!!
– Einstweilen habe ich eine sehr schöne Wohnung12. Ganz auf
dem Land; mitten im Wald sozusagen. Mit einem herrlichen
Park. Und sehr billig! Das gefällt mir bis jetzt am besten in
Berlin. Hoffentlich kommt anderes, das so gut ist wie das.
Nun will ich Ihnen noch für Ihre freundlichen letzten Briefe13
sehr danken. Hoffentlich wird der den Sie mir als Antwort auf
[d]iesen schreiben auch angenehm für mich.
Ich habe in diesem Brief die ganzen Fragen, deren
Beantwortung mir besonders wichtig ist, mit Nummern
versehen. Bitte beantworten Sie die alle.
Viele herzliche Grüße Ihr Arnold Schönberg
Arnold Schönberg, Berlin-Zehlendorf, Wannseebahn,
Machnower Chaussee, Villa Lepcke
31/10. 1911
Lieber Herr Direktor Herzka, Vor Allem: die Pelleas Partitur hat mir große Freude gemacht. Sie ist so schön, dass man beispielsweise bei den Schriftworten die vorkommen eher glauben möchte, das soll Schriftimitation sein, als bei den Noten, dass sie Druckimitation sind. Bitte sagen Sie der Druckerei1 meinen besten Dank.
Das Stimmen2-Material hat Leonard Ihnen schon geschickt und hoffentlich haben Sie es erhalten. Sie wollen es autografieren lassen? Dann muss ich Sie bitten, das so einzurichten, dass ich keine Korrektur davon lesen muss. Ich habe das seinerzeit so sorgfältig korrigiert und es hat mich soviel Zeit gekostet, dass ich es nicht noch einmal tun kann.
Wenn Sie es zum Autografieren schicken, müssen Sie unbedingt darauf aufmerksam machen, dass der Schreiber die gleichen Wendestellen einhalten soll, wie in der Vorlage. Oder wenigstens ebenso ausgiebige wählt!! Ich musste damals deshalb viele Seiten selbst abschreiben und müsste unbedingt schlechte Wendestellen ablehnen. – Leider sind beispielsweise meine Quartettstimmen3 in dieser Hinsicht nicht sehr gut!! Das ist eine arge Unbequemlichkeit, bei einer so schwierigen Musik!!!
Was die Partitur anbelangt, so hatten Sie mir seinerzeit zugesagt, einige Exemplare kleiner abschneiden zu lassen und sie als „Studienausgabe4“ ermäßigt herzugeben. Ist das möglich? Wenn nicht, so bitte Sie mir für Webern ein Exemplar mit dem Buchhändler-Rabatt zu überlassen; also mit 40–50 %.
Zemlinsky schreibt mir, das Material für Pelleas sei vom Theater schon fix erworben worden. Was haben Sie dafür bekommen? Dann hat er wohl auch die Partitur fix, und nicht zur Ansicht, wie Sie mir irrtümlich schreiben.
Dann sagen Sie, die Kosten der Klischees seien so hoch. Wieviel beträgt das? Wie teuer kommt überhaupt die ganze Sache? Ich erhalte darüber wohl eine Abrechnung. – Die Auflage von 2000 Exemplaren hatten Sie mir schon seinerzeit zugesagt. Ich hoffe Sie haben bei der Ansetzung des Verkaufspreises auch angenommen, dass ich im Falle eines Erfolges eine möglichst große Summe haben möchte!!!
Dann noch etwas: bitte das bestimmt zu beantworten!
Das Buch wurde doch, so wie wir es verabredet hatten, mit der Setzmaschine5 hergestellt. Sodass ich von den folgenden Auflagen mehr bekomme!!?
Gurre Lieder. Sie hatten mir brieflich zugesagt, den Gurre Lieder-Auszug noch bis zum Ablauf dieses Jahres herauszubringen. Wenn ich wirklich eine Aufführung erzielen soll, muss ein Auszug da sein. Sie haben keine Ahnung, wie sehr mich das an allem hindert, dass die größere Hälfte meiner Werke nicht gedruckt ist. Nicht nur, dass sie nicht verkauft werden können, sie können auch nicht aufgeführt werden. Eben jetzt zeigt sich das wieder. Die Konzertdirektion Wolff will mich „in die Hand nehmen“. Ich war gestern bei Frau Wolff6 und sie will kolossal viel für mich und meine Sache tun. Sie hat schon mit Nikisch gesprochen. Heute abend wird sie Rosé sagen, dass er jetzt (heuer noch) meine Quartette bringen soll. (Das ist nicht bloß eine Aufforderung, sondern: eine Erlaubnis, ein Auftrag!!!) Dann wird sie der Lula Gmeiner sagen, dass sie heuer meine Lieder singt. Natürlich nicht bloß in Berlin. Siloty führt in ihrem Auftrag Pelleas in Petersburg7 auf. Bieten Sie ihm sofort die Partitur an. Auch die Gurrelieder will sie unterbringen. Und die fünf Orchesterstücke will sie Nikisch zeigen. Nikisch soll einstweilen zuerst die Orchesterlieder aufführen. Nur müssen wir einen Tenor dafür finden. Schicken Sie ihr bitte sofort die Klavier Auszüge der Orchesterlieder.
Ich würde ihr ja nicht alles glauben, was sie mir verspricht, und glaube ja auch nur einen Theil. Aber, ich scheine auf sie sehr viel Eindruck gemacht zu haben und da sie nur Sachen in die Hand nehmen, die sie nur ein Wort kosten (aber kein Geld!!) so glaube ich, dass manches da werden wird. Uebrigens ist sie auch bereit mir einen Kompositions-Abend zu machen. Aber da war ich nicht sehr dafür. Denn ich möchte mit dem Publikum zusammentreffen und nicht mit den „Freikartenabnehmern“.
Es wäre also dringendst nötig, dass Sie bald wieder einiges von mir drucken. Mir schiene am dringendsten:
Ich bin fest überzeugt: wenn Sie bald einen Erfolg von meinen Sachen haben wollen, müssen Sie meine Noten auflegen. Sonst glaube ich, wirds schwer gehen.
Aber so gienge es. Sie glauben gar nicht, wie „berühmt“ ich hier bin. Ich schäme mich ja selbst fast, es zu gestehen! Ueberall kennt man mich. Man erkennt mich nach meinen Bildern. Man kennt meine Biografie!, meine Eigenheiten, weiß von meinen „Skandalen“ und fast mehr als ich, der ich so etwas bald vergesse. Wenn Sie da ein wenig nachhelfen wollten, so müßte bald was zu machen sein. Man verspricht sich auch in dieser Hinsicht viel von Ihnen. Sie haben hier, persönlich, einen sehr guten Ruf und gelten dafür, anders zu sein, als man sonst in Wien ist. Ich habe Sie auch sehr gelobt. Nun bitte drucken Sie mich!!! Ich bin sicher dass es gut ist!!
Auch Emil Guttmann will viel für mich tun. In der letzten Zeit hörte ich nichts von ihm. Aber er hat nicht mehr und nicht weniger vor, als eine Aufführung10 der Gurre Lieder in diesem Winter in Berlin!!! – Wir wollen sehen.
Nun noch eine Kleinigkeit. Ich habe mich sehr gefreut, dass Sie für meine Sachen Propaganda machen, als ich die List-Nummer der Allg. D. Mus.-Ztg. (mit meinem Aufsatz) bekam. Nur eines möchte ich Sie bitten; fassen Sie, was ich Ihnen jetzt sage, als humoristisch auf; aber ich meine es zum Theil ernst.
Nämlich: man nennt mich in Ihren Ankündigungen11 den „mutigen Vertreter der Wiener musikalischen Moderne“. Seien Sie nicht bös, aber: Richard Strauss ist Generalmusikdirektor, Pfitzner ist Direktor, Reger sogar Hofrat. Könnten Sie mich da nicht wenigstens zum General-Vertreter d. W. M.-M ernennen. Ich möchte gerne auch General sein. Aber ein „mutiger Vertreter“ – ich weiß nicht, das erinnert mich immer an einen Handlungsreisenden, der sich nicht hinausschmeißen läßt. Das ist ein mutiger Vertreter. Und dann im Ernst: Wer ist denn diese Musik-Moderne, die ich vertrete? Weigl? Stöhr? – Ich vertrete doch überhaupt gar nicht, sondern komponiere sogut ich kann!! Ich vertrete nicht einmal mich!!
Nicht wahr, Sie sorgen dafür, dass der Herr in Ihrem Bureau, der das sicher gut gemeint hat, als er es schrieb, nicht bös ist, über meine Scherze. Das ist nicht meine Absicht, ihn zu kränken!! Aber dieses Epitheton ist mir unangenehm. Denken Sie nur, wie leicht Musiker über so etwas spotten und wie arg es ist, wenn sie nun gar Berechtigung dazu bekommen. Sie wissen ja, wie wir Musiker sind. Und wie gar erst ich!!
Nun muss ich Ihnen in Kürze noch über meine Berliner-Verhältnisse folgendes sagen. Ich habe hier sehr viel Aussichten. Mehr ist es vorläufig nicht. Tätigkeit habe ich eigentlich noch nicht. Aber Schnabel und Busoni und viele andere sind sicher, dass das bald kommen wird. Zunächst halte ich am Sternschen Konservatorium einen Cyklus von 8–10 Vorträgen über: „Aesthetik und Kompositionslehre“. Das beginnt am 20. Novbr. Davon hoffe ich mir viel für meine Lehrtätigkeit. Dann sollen ja die Konzerte kommen und noch manches Andere. Aber ich muss mich hier erst einführen. Dann werde ich mich schon so durchsetzen, dass man sogar in Wien vor mir Respekt haben soll!!
– Einstweilen habe ich eine sehr schöne Wohnung12. Ganz auf dem Land; mitten im Wald sozusagen. Mit einem herrlichen Park. Und sehr billig! Das gefällt mir bis jetzt am besten in Berlin. Hoffentlich kommt anderes, das so gut ist wie das.
Nun will ich Ihnen noch für Ihre freundlichen letzten Briefe13 sehr danken. Hoffentlich wird der den Sie mir als Antwort auf diesen schreiben auch angenehm für mich.
Ich habe in diesem Brief die ganzen Fragen, deren Beantwortung mir besonders wichtig ist, mit Nummern versehen. Bitte beantworten Sie die alle.
Viele herzliche Grüße Ihr Arnold Schönberg

Zitierhinweis:

Arnold Schönberg an Universal-Edition, 31. Oktober 1911, in: Arnold Schönberg: Briefwechsel mit den Verlagen Universal-Edition und Dreililien. Hrsg. von Katharina Bleier und Therese Muxeneder unter Mitarbeit von Jannik Franz und Philipp Kehrer, Universität für Musik und darstellende Kunst Wien und Arnold Schönberg Center, Wien. Version 2.5 vom 26.05.2026. URL: https://www.schoenberg-ue.at/ue/letters/letter.202.

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