Arnold Schönberg an Universal-Edition
17. November 1911
Telefon: Zehlendorf 249
17/11.1911
Lieber Herr Direktor, ich warte noch immer vergebens auf die Harmonielehre.
Ich habe bestimmt gehofft, dass sie wenigstens vor dem 20. November erscheint.
Denn da beginnt mein Vortrags-Cyklus im Sternschen Konservatorium (Ueber:
„Aesthetik und Kompositionslehre“). Aber bitte, könnten Sie nicht durchsetzen, dass Sie
doch wenigstens in den nächsten Tagen herauskommt. Damit sie wenigstens vor
Weihnachten da ist. Das ist doch eine sehr große Verspätung!! Nicht wahr, Sie
schicken mir sofort 5–6 Exemplare (einige gebundene!) sobald sie erscheint!
Bitte den Einband um Gotteswillen nur recht einfach. Gar keine Ver-
zierungen und Würmer. Nur Titel, Name und Verlag!!
Ich habe bestimmt gehofft, dass sie wenigstens vor dem 20. November erscheint.
Denn da beginnt mein Vortrags-Cyklus im Sternschen Konservatorium (Ueber:
„Aesthetik und Kompositionslehre“). Aber bitte, könnten Sie nicht durchsetzen, dass Sie
doch wenigstens in den nächsten Tagen herauskommt. Damit sie wenigstens vor
Weihnachten da ist. Das ist doch eine sehr große Verspätung!! Nicht wahr, Sie
schicken mir sofort 5–6 Exemplare (einige gebundene!) sobald sie erscheint!
Bitte den Einband um Gotteswillen nur recht einfach. Gar keine Ver-
zierungen und Würmer. Nur Titel, Name und Verlag!!
Jetzt was sehr Wichtiges. Schrecker fragt wegen der Begleitungsstimmen1
für meinen Chor! Sind die schon fertig? Berg, Polnauer und Linke werden
sie korrigieren. Bitte, das ist höchst dringend!! Schreker braucht sie doch wenigstens
8–10 Tage vor der Aufführung2, und ebenso lange braucht man zum Korrekturlesen!
für meinen Chor! Sind die schon fertig? Berg, Polnauer und Linke werden
sie korrigieren. Bitte, das ist höchst dringend!! Schreker braucht sie doch wenigstens
8–10 Tage vor der Aufführung2, und ebenso lange braucht man zum Korrekturlesen!
Die Pelleas-Stimmen (das Quartett) werde ich selbst
lesen! Aber die
anderen Stimmen, müssen Sie lesen lassen. Ich kann nicht. Ich habe keine Zeit
dazu. Polnauer und Galizenstein empfehle ich dazu.
anderen Stimmen, müssen Sie lesen lassen. Ich kann nicht. Ich habe keine Zeit
dazu. Polnauer und Galizenstein empfehle ich dazu.
Die Gurrelieder sind seit mehr als einer Woche
fertig3
.
Berg hat sie und
macht den Auszug4 davon. Dann bekommen Sie sie. Bitte beschleunigen Sie den
Druck, denn ich habe Hoffnung hier eine Aufführung zu erzielen.
macht den Auszug4 davon. Dann bekommen Sie sie. Bitte beschleunigen Sie den
Druck, denn ich habe Hoffnung hier eine Aufführung zu erzielen.
Meine Aufführungen muss ich Ihnen noch sagen. Außer Prag (Pelleas-Konzert5)
Wien (Schreker Chor6) und Berlin (Rosé II. Quartett7) habe ich noch Budapest II. Quartett
und Lieder8 (Ungar. Tonkünstler Verein) und Sextett (Waldbauer-Quartett) Prag II. Quartett9
(Rosé), Paris Sextett, II. Quartett, George-Lieder (ein ganzer Abend10) München Sextett11
(Wiederholung). Das ist ja gar nicht so schlecht.
Wien (Schreker Chor6) und Berlin (Rosé II. Quartett7) habe ich noch Budapest II. Quartett
und Lieder8 (Ungar. Tonkünstler Verein) und Sextett (Waldbauer-Quartett) Prag II. Quartett9
(Rosé), Paris Sextett, II. Quartett, George-Lieder (ein ganzer Abend10) München Sextett11
(Wiederholung). Das ist ja gar nicht so schlecht.
Nun noch etwas: Haben Sie vom „Pan“ ein Honorar
für mich verlangt?
Ich schicke Ihnen dieses Lied12 mit diesem Brief mit.
Ich schicke Ihnen dieses Lied12 mit diesem Brief mit.
Herzl Gruß Ihr
Arnold Schönberg
Begleitungsstimmen
Stimmen der Orchesterbegleitung,
von fremder Hand (ASGA B 18/1, Quelle I*); Fertigstellung 4. Dezember 1911 (ASGA B 18/1, Quelle G).
Aufführung
fertig
Nach mehrjähriger Unterbrechung
der Arbeit an den Gurre-Liedern hatte
Schönberg im Sommer 1910 zunächst die Instrumentation des III. Teils
in Angriff genommen und vollendete im Herbst 1911 Komposition und Instrumentation des Schlusschores (ASGA B 16/3, S.
25f.).
macht den Auszug
Arnold Schönberg an Alban Berg
8. November 1911 (ASCC
6147).
Pelleas-Konzert
Schreker Chor
Rosé
II. Quartett
II. Quartett
und Lieder
II. Quartett
ganzer Abend
Sextett
14. März 1912, München, Bayerischer Hof, 4. Kammermusikabend;
Schönberg vermerkt in seinem
Kalender am 14. März 1912 „München:
Sextett“ (ASCI DC12023).
Lied
Arnold Schönberg, Zwei
Lieder für Gesang und Klavier op. 14: Ich darf nicht dankend
op. 14/1; Vorabdruck in Pan 1911; Exemplar aus dem Schönberg-Nachlass (P14).
Telefon: Zehlendorf 249
17/11.1911
Lieber Herr Direktor, ich warte noch immer vergebens auf die Harmonielehre. Ich habe bestimmt gehofft,
dass sie wenigstens vor dem 20. November
erscheint. Denn da beginnt mein Vortrags-Cyklus im Sternschen Konservatorium (Ueber: „Aesthetik und Kompositionslehre“). Aber bitte,
könnten Sie nicht durchsetzen, dass Sie doch wenigstens in den nächsten
Tagen herauskommt. Damit sie wenigstens vor Weihnachten da ist. Das ist
doch eine sehr große Verspätung!! Nicht wahr, Sie schicken mir sofort 5–6
Exemplare (einige gebundene!) sobald sie erscheint! Bitte den Einband um
Gotteswillen nur recht einfach. Gar keine Verzierungen und Würmer. Nur
Titel, Name und Verlag!!
Jetzt was sehr Wichtiges. Schrecker fragt wegen der Begleitungsstimmen1
für meinen Chor! Sind die schon fertig?
Berg, Polnauer und Linke werden
sie korrigieren. Bitte, das ist höchst dringend!!
Schreker braucht sie doch wenigstens
8–10 Tage vor der Aufführung2, und ebenso lange braucht man zum Korrekturlesen!
Die Pelleas-Stimmen (das Quartett) werde ich selbst
lesen! Aber die anderen Stimmen, müssen Sie lesen lassen. Ich kann nicht.
Ich habe keine Zeit dazu. Polnauer und
Galizenstein empfehle ich dazu.
Die Gurrelieder sind seit mehr als einer Woche
fertig3
.
Berg hat sie und macht den Auszug4 davon. Dann bekommen Sie sie. Bitte beschleunigen Sie den Druck,
denn ich habe Hoffnung hier eine Aufführung zu erzielen.
Meine Aufführungen muss ich Ihnen noch sagen. Außer Prag (Pelleas-Konzert5)
Wien (Schreker Chor6) und Berlin (Rosé
II. Quartett7) habe ich noch Budapest
II. Quartett
und Lieder8 (Ungar. Tonkünstler Verein) und Sextett (Waldbauer-Quartett) Prag
II. Quartett9
(Rosé), Paris Sextett, II. Quartett,
George-Lieder (ein ganzer Abend10) München
Sextett11 (Wiederholung). Das ist ja gar nicht so schlecht.
Nun noch etwas: Haben Sie vom „Pan“ ein Honorar
für mich verlangt? Ich schicke Ihnen dieses Lied12 mit diesem Brief mit.
Herzl Gruß Ihr
Arnold Schönberg
Begleitungsstimmen
Stimmen der Orchesterbegleitung,
von fremder Hand (ASGA B 18/1, Quelle I*); Fertigstellung 4. Dezember 1911 (ASGA B 18/1, Quelle G).
Aufführung
fertig
Nach mehrjähriger Unterbrechung
der Arbeit an den Gurre-Liedern hatte
Schönberg im Sommer 1910 zunächst die Instrumentation des III. Teils
in Angriff genommen und vollendete im Herbst 1911 Komposition und Instrumentation des Schlusschores (ASGA B 16/3, S.
25f.).
macht den Auszug
Arnold Schönberg an Alban Berg
8. November 1911 (ASCC
6147).
Pelleas-Konzert
Schreker Chor
Rosé
II. Quartett
II. Quartett
und Lieder
II. Quartett
ganzer Abend
Sextett
14. März 1912, München, Bayerischer Hof, 4. Kammermusikabend;
Schönberg vermerkt in seinem
Kalender am 14. März 1912 „München:
Sextett“ (ASCI DC12023).
Lied
Arnold Schönberg, Zwei
Lieder für Gesang und Klavier op. 14: Ich darf nicht dankend
op. 14/1; Vorabdruck in Pan 1911; Exemplar aus dem Schönberg-Nachlass (P14).
Zitierhinweis:
Arnold Schönberg an Universal-Edition, 17. November 1911, in: Arnold Schönberg: Briefwechsel mit den Verlagen Universal-Edition und Dreililien. Hrsg. von Katharina Bleier und Therese Muxeneder unter Mitarbeit von Jannik Franz und Philipp Kehrer, Universität für Musik und darstellende Kunst Wien und Arnold Schönberg Center, Wien. Version 2.5 vom 26.05.2026. URL: https://www.schoenberg-ue.at/ue/letters/letter.213.