Arnold Schönberg an Universal-Edition
22. November 1933
Bitte freundlichst den Herrn Greissle
erteilten Vorschuss solange zu meinen Lasten gehen
zu lassen, bis aus Berlin der Gegenwert eingetroffen
ist (dreihundert Reichsmark). Sollte jedoch die Ver-
zögerung länger dauern, oder der von mir durch das tsch-
slov. Konsulat ein[g]ebrachte Einspruch1 nicht den Erfolg
haben, den das Konsulat mir als sicher bezeichnet hat,
so würde ich Sie entweder bitten, den Betrag von mei-
ner Halbjahresrechnung abzuziehen, oder, wenn Sie es
wünschen, würde ich ihn selbst einsenden. Aber ich wäre
Ihnen zu Dank verpflichtet, wenn Sie den vollen Gegen-
wert der 300 Mark (dreihundert) Herrn Greissle aus-
zahlen wollten. Es ist ja nur die Frage einiger Wochen!
erteilten Vorschuss solange zu meinen Lasten gehen
zu lassen, bis aus Berlin der Gegenwert eingetroffen
ist (dreihundert Reichsmark). Sollte jedoch die Ver-
zögerung länger dauern, oder der von mir durch das tsch-
slov. Konsulat ein[g]ebrachte Einspruch1 nicht den Erfolg
haben, den das Konsulat mir als sicher bezeichnet hat,
so würde ich Sie entweder bitten, den Betrag von mei-
ner Halbjahresrechnung abzuziehen, oder, wenn Sie es
wünschen, würde ich ihn selbst einsenden. Aber ich wäre
Ihnen zu Dank verpflichtet, wenn Sie den vollen Gegen-
wert der 300 Mark (dreihundert) Herrn Greissle aus-
zahlen wollten. Es ist ja nur die Frage einiger Wochen!
Mit bestem Dank und vielen herzlichsten
Grüssen an alle meine Freunde, Ihr
Grüssen an alle meine Freunde, Ihr
beachten Sie die Aenderung meiner
Schrift und Unterschrift. Früher
unterschrieb ich so: Arnold Schönberg
Schrift und Unterschrift. Früher
unterschrieb ich so: Arnold Schönberg
Einspruch
Die Botschaft in Berlin setzte sich bei der Preußischen Akademie der Künste für die Fortsetzung der
Gehaltszahlungen an Schönberg auch
nach seiner Emigration ein (Arnold Schönberg an Camill Hoffmann,
11. Oktober 1933; ASCC
23673).
22. XI. 33
An die Universal
Edition,
Wien I. Karlsplatz
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Bitte freundlichst den Herrn Greissle
erteilten Vorschuss solange zu meinen Lasten gehen zu lassen, bis aus
Berlin der Gegenwert eingetroffen
ist (dreihundert Reichsmark). Sollte jedoch die Verzögerung länger dauern, oder der von mir durch das tsch-slov. Konsulat eingebrachte Einspruch1 nicht den Erfolg haben, den das Konsulat mir als sicher bezeichnet
hat, so würde ich Sie entweder bitten, den Betrag von meiner Halbjahresrechnung abzuziehen, oder, wenn Sie es
wünschen, würde ich ihn selbst einsenden. Aber ich wäre Ihnen zu Dank
verpflichtet, wenn Sie den vollen Gegenwert der 300 Mark (dreihundert) Herrn Greissle auszahlen wollten. Es ist ja nur die Frage einiger Wochen!
beachten Sie die Aenderung meiner
Schrift und Unterschrift. Früher unterschrieb ich so: Arnold Schönberg
Einspruch
Die Botschaft in Berlin setzte sich bei der Preußischen Akademie der Künste für die Fortsetzung der
Gehaltszahlungen an Schönberg auch
nach seiner Emigration ein (Arnold Schönberg an Camill Hoffmann,
11. Oktober 1933; ASCC
23673).
Zitierhinweis:
Arnold Schönberg an Universal-Edition, 22. November 1933, in: Arnold Schönberg: Briefwechsel mit den Verlagen Universal-Edition und Dreililien. Hrsg. von Katharina Bleier und Therese Muxeneder unter Mitarbeit von Jannik Franz und Philipp Kehrer, Universität für Musik und darstellende Kunst Wien und Arnold Schönberg Center, Wien. Version 2.5 vom 26.05.2026. URL: https://www.schoenberg-ue.at/ue/letters/letter.2575.