Arnold Schönberg an Universal-Edition
vor 10. Juni 1926
Wenn es nicht zuviel Mühe macht, möchte ich auch noch gerne die
Bögen von Takt 22–23, 25–26 und 28–29 geändert haben.
Bögen von Takt 22–23, 25–26 und 28–29 geändert haben.
Ich habe darüber gelegentlich anderer Stiche bereits gesprochen, aber
es wurde scheinbar nicht zu meinen Stichregeln dazu gegeben. Bitte das
nun zu veranlassen.
es wurde scheinbar nicht zu meinen Stichregeln dazu gegeben. Bitte das
nun zu veranlassen.
Diese Bögen sind nämlich nicht „Verlängerungsbögen“, welche dazu
dienen
eine Note an eine andere von gleicher Tonhöhe anzubinden,
sondern es sind legato- und Phrasierungs-, welche sich somit
auf den Vortrag beziehen (und nicht, wie die anderen auf die
Dauer). Diese Vortragsbezeichnungs-Bögen bilden doch immer eine zu-
und ab-nehmend schattierte Kurve, welche sich dem Auf- und Ab der Ton-
höhen anschmiegt. Ganz dasselb[e] muss sie selbstverständlich auch tun,
wenn sie am Zeilen-Ende unterbrochen wird.
eine Note an eine andere von gleicher Tonhöhe anzubinden,
sondern es sind legato- und Phrasierungs-, welche sich somit
auf den Vortrag beziehen (und nicht, wie die anderen auf die
Dauer). Diese Vortragsbezeichnungs-Bögen bilden doch immer eine zu-
und ab-nehmend schattierte Kurve, welche sich dem Auf- und Ab der Ton-
höhen anschmiegt. Ganz dasselb[e] muss sie selbstverständlich auch tun,
wenn sie am Zeilen-Ende unterbrochen wird.
Sie darf doch dann eben nicht „zuende sein“, wie es die
kleinen Bogenstücke ausdrücken, die Sie verwendet haben, sondern muss
das Weitergehen zum Ausdruck bringen und das geschieht am Besten,
wenn die Schattierung am Ende der Zeile nur bis zum höchsten An-
schwellen reicht: ⁀ um dann zu Beginn der neuen Zeile mit dem Abschwellen (svv.) zu beginnen: ⁀
kleinen Bogenstücke ausdrücken, die Sie verwendet haben, sondern muss
das Weitergehen zum Ausdruck bringen und das geschieht am Besten,
wenn die Schattierung am Ende der Zeile nur bis zum höchsten An-
schwellen reicht: ⁀ um dann zu Beginn der neuen Zeile mit dem Abschwellen (svv.) zu beginnen: ⁀
Ausserdem aber sollte siedie Kurve auch noch die Richtung der
[...]Tonlinie andeuten.
Wenn es nicht zuviel Mühe macht, möchte ich auch noch gerne die Bögen von
Takt 22–23, 25–26 und 28–29 geändert haben.
Ich habe darüber gelegentlich anderer Stiche bereits gesprochen, aber es
wurde scheinbar nicht zu meinen Stichregeln dazu gegeben. Bitte das nun zu
veranlassen.
Diese Bögen sind nämlich nicht „Verlängerungsbögen“, welche dazu
dienen eine Note an eine andere von gleicher Tonhöhe anzubinden, sondern es
sind legato- und Phrasierungs-, welche sich somit auf den Vortrag beziehen (und nicht, wie die anderen auf die Dauer). Diese
Vortragsbezeichnungs-Bögen bilden doch immer eine zu- und ab-nehmend schattierte
Kurve, welche sich dem Auf- und Ab der Tonhöhen
anschmiegt. Ganz dasselbe muss sie
selbstverständlich auch tun, wenn sie am Zeilen-Ende unterbrochen wird.
Sie darf doch dann eben nicht „zuende sein“, wie es die kleinen Bogenstücke
ausdrücken, die Sie verwendet haben, sondern muss das Weitergehen zum
Ausdruck bringen und das geschieht am Besten, wenn die Schattierung am Ende
der Zeile nur bis zum höchsten Anschwellen reicht: ⁀
um dann zu Beginn
der neuen Zeile mit dem Abschwellen (svv.) zu beginnen: ⁀
Ausserdem aber sollte die Kurve auch noch die Richtung der Tonlinie andeuten.
vor 10. Juni 1926
Datierung erschlossen aus
Universal-Edition an Arnold Schönberg, 10. Juni 1926
The Library of Congress
Washington, D.C.
Music Division
Arnold Schoenberg Collection
Washington, D.C.
Music Division
Arnold Schoenberg Collection
Brief
Zitierhinweis:
Arnold Schönberg an Universal-Edition, vor 10. Juni 1926, in: Arnold Schönberg: Briefwechsel mit den Verlagen Universal-Edition und Dreililien. Hrsg. von Katharina Bleier und Therese Muxeneder unter Mitarbeit von Jannik Franz und Philipp Kehrer, Universität für Musik und darstellende Kunst Wien und Arnold Schönberg Center, Wien. Version 2.5 vom 26.05.2026. URL: https://www.schoenberg-ue.at/ue/letters/letter.575.