Arnold Schönberg an Universal-Edition
11. Juni 1926
Lieber Herr Dr. Kalmus
Zu der Frage Ihres Briefes vom 8.VI.:
Mein Name als Textdichter soll in den 3 Satiren nur
auf dem Blatt stehen, wo die Texte abgedruckt sind. Oben
kommt dann als Titel hin:
auf dem Blatt stehen, wo die Texte abgedruckt sind. Oben
kommt dann als Titel hin:
An allen andern Stellen, also auch bei
den Noten, ist
er also wegzunehmen.
er also wegzunehmen.
In den Vier Stücken für gem. Chor dagegen, muss er
bei den
beiden Stücken, die von mir sind, sowohl bei den Texten, als
auch bei den Noten ebenso stehen, wie die Namen der anderen
Textdichter.
beiden Stücken, die von mir sind, sowohl bei den Texten, als
auch bei den Noten ebenso stehen, wie die Namen der anderen
Textdichter.
Das Inhaltsverzeichnis bitte ich entsprechend Ihren Aus-
stellungen zu kompletieren, so dass also das Vorwort, die
Texte und die Anweisungen (fehlt sonst nichts?) auch drin
sind. Aehnlich natürlich bei den 4 Stücken!
stellungen zu kompletieren, so dass also das Vorwort, die
Texte und die Anweisungen (fehlt sonst nichts?) auch drin
sind. Aehnlich natürlich bei den 4 Stücken!
Die Angabe der Besetzung bei den unbegleiteten Chören ist
überflüssig, da sie ja im Titel genannt ist und es genügt,
die abweichenden1 zu nennen.
überflüssig, da sie ja im Titel genannt ist und es genügt,
die abweichenden1 zu nennen.
Ich bin damit einverstanden, dass im Inhaltsverzeichnis
die Seitenzahlen angegeben werden.
die Seitenzahlen angegeben werden.
Ich bin damit einverstanden, dass Herr Ratz
die Hauskorrek-
tur liest; aber unter der Bedingung, dass er dazu nicht län-
ger als eine Woche benötigt. Herr Ratz liest ja sehr gewis-
senhaft und sieht sehr viel. Aber er vertieft sich doch [e]
etwas zu lang darin und ich mag nicht wieder Monate da-
durch verlieren. Da nehme ich lieber ein paar Fehler mit
in Kauf. Uebrigens habe ich selbst diesmal ziemlich gut
gelesen und dürft[r]e das meiste musikalisch wichtige be-
reits gefunden haben.
tur liest; aber unter der Bedingung, dass er dazu nicht län-
ger als eine Woche benötigt. Herr Ratz liest ja sehr gewis-
senhaft und sieht sehr viel. Aber er vertieft sich doch [e]
etwas zu lang darin und ich mag nicht wieder Monate da-
durch verlieren. Da nehme ich lieber ein paar Fehler mit
in Kauf. Uebrigens habe ich selbst diesmal ziemlich gut
gelesen und dürft[r]e das meiste musikalisch wichtige be-
reits gefunden haben.
Mit besten Grüssen bin ich Ihr
Arnold Schönberg
abweichenden
Vier Stücke für gemischten
Chor op. 27: Der Wunsch des Liebhabers op. 27/4. Mit
Begleitung von Mandoline, Klarinette, Geige und Violoncell; Drei Satiren für gemischten Chor op. 28:
Der neue Klassizismus op. 28/3. Eine kleine Kantate für gemischten Chor
mit Begleitung von Bratsche, Violoncell und Klavier.
Lieber Herr Dr. Kalmus
Zu der Frage Ihres Briefes vom 8.VI.:
Mein Name als Textdichter soll in den 3 Satiren nur auf dem Blatt stehen, wo die
Texte abgedruckt sind. Oben kommt dann als Titel hin:
TEXTE
von Arnold Schönberg
An allen andern Stellen, also auch bei
den Noten, ist er also wegzunehmen.
In den Vier Stücken für gem. Chor dagegen, muss er
bei den beiden Stücken, die von mir sind, sowohl bei den Texten, als
auch bei den Noten ebenso stehen, wie die Namen der anderen
Textdichter.
Das Inhaltsverzeichnis bitte ich entsprechend Ihren Ausstellungen zu kompletieren, so dass also das Vorwort, die
Texte und die Anweisungen (fehlt sonst nichts?) auch drin sind.
Aehnlich natürlich bei den 4 Stücken!
Die Angabe der Besetzung bei den unbegleiteten Chören ist
überflüssig, da sie ja im Titel genannt ist und es genügt, die abweichenden1 zu
nennen.
Ich bin damit einverstanden, dass im Inhaltsverzeichnis
die Seitenzahlen angegeben werden.
Ich bin damit einverstanden, dass Herr Ratz
die Hauskorrektur liest; aber unter der Bedingung, dass er dazu nicht länger als eine Woche benötigt. Herr Ratz liest ja sehr gewis
senhaft und sieht sehr viel. Aber er vertieft sich doch
etwas zu lang darin und ich mag nicht wieder Monate dadurch verlieren. Da nehme ich lieber ein paar Fehler mit in Kauf. Uebrigens habe ich selbst
diesmal ziemlich gut gelesen und dürfte das meiste musikalisch wichtige bereits gefunden haben.
Mit besten Grüssen bin ich Ihr
Arnold Schönberg
abweichenden
Vier Stücke für gemischten
Chor op. 27: Der Wunsch des Liebhabers op. 27/4. Mit
Begleitung von Mandoline, Klarinette, Geige und Violoncell; Drei Satiren für gemischten Chor op. 28:
Der neue Klassizismus op. 28/3. Eine kleine Kantate für gemischten Chor
mit Begleitung von Bratsche, Violoncell und Klavier.
Zitierhinweis:
Arnold Schönberg an Universal-Edition, 11. Juni 1926, in: Arnold Schönberg: Briefwechsel mit den Verlagen Universal-Edition und Dreililien. Hrsg. von Katharina Bleier und Therese Muxeneder unter Mitarbeit von Jannik Franz und Philipp Kehrer, Universität für Musik und darstellende Kunst Wien und Arnold Schönberg Center, Wien. Version 2.5 vom 26.05.2026. URL: https://www.schoenberg-ue.at/ue/letters/letter.1225.