Roquebrune Cap Martin
5.XII.1928
PT UE ich habe Ihnen seinerzeit1 nicht nur zwei Blätter Stichanweisungen,
sondern auch
zwei Blätter mit Vorbemerkungen, die beide
sowohl für die
Variationen,
als auch für die
Bach-Instrumentation
bestimmt waren, geschickt.
Ich nehme aus gewissen Anzeichen an, dass Sie die
Stichanweisungen erhalten haben. Sollte das nicht der
Fall sein, oder sollten sie bei Ihnen abhanden gekommen,
oder aus Versehen der Stecherei nicht übergeben worden
sein, so ist es möglich, dass die Partituren bis zu einem
gewissen Grad unbrauchbar sind. Teilen Sie mir das umgehend
mit. Ich muss dann neue Anweisungen für Sie schreiben
lassen; nach meinem handschriftlichen Entwurf.
Von den Vorbemerkungen besitze ich einen Durch-
schlag, den ich Ihnen leihweise überlasse
2. Nehmen Sie davon
eine Anzahl Copien und senden Sie mir die Vorlage umgehend zurück.
Ich erinnere nochmals daran, dass die Vorbemerkungen
jeder Stimme vorangedruckt werden müssen und untrennbar
mit dem Heft verbunden sein sollen.
Sie haben mir nicht mitgeteilt, ob das Material3
rechtzeitig fertig worden ist; ob die Aufführung4 stattge-
funden hat und wie die Aufnahme war.
Die Partitur, obwohl Sie sie im September schon erhalten
haben, ist natürlicherweise zur Aufführung nicht fertig
gewesen
5. Sie liefern mir recht viele Achtungsbezeugungen

in der letzten Zeit, die ich einesteils sogar mit einem ge-
wissen Behagen in Empfang nehme andererseits aber sehr
sorgsam registriere: Man wird ja doch einmal darauf zu-
rückkommen!
Ich bin in vorzüglicher Hochachtung, ergebenst
Roquebrune Cap Martin
5.XII.1928
PT UE ich habe Ihnen seinerzeit1 nicht nur zwei Blätter Stichanweisungen, sondern auch zwei Blätter mit Vorbemerkungen, die beide sowohl für die Variationen, als auch für die Bach-Instrumentation bestimmt waren, geschickt.
Ich nehme aus gewissen Anzeichen an, dass Sie die Stichanweisungen erhalten haben. Sollte das nicht der Fall sein, oder sollten sie bei Ihnen abhanden gekommen, oder aus Versehen der Stecherei nicht übergeben worden sein, so ist es möglich, dass die Partituren bis zu einem gewissen Grad unbrauchbar sind. Teilen Sie mir das umgehend mit. Ich muss dann neue Anweisungen für Sie schreiben lassen; nach meinem handschriftlichen Entwurf.
Von den Vorbemerkungen besitze ich einen Durchschlag, den ich Ihnen leihweise überlasse2. Nehmen Sie davon eine Anzahl Copien und senden Sie mir die Vorlage umgehend zurück.
Ich erinnere nochmals daran, dass die Vorbemerkungen jeder Stimme vorangedruckt werden müssen und untrennbar mit dem Heft verbunden sein sollen.
Sie haben mir nicht mitgeteilt, ob das Material3 rechtzeitig fertig worden ist; ob die Aufführung4 stattgefunden hat und wie die Aufnahme war.
Die Partitur, obwohl Sie sie im September schon erhalten haben, ist natürlicherweise zur Aufführung nicht fertig gewesen5. Sie liefern mir recht viele Achtungsbezeugungen in der letzten Zeit, die ich einesteils sogar mit einem gewissen Behagen in Empfang nehme andererseits aber sehr sorgsam registriere: Man wird ja doch einmal darauf zurückkommen!
Ich bin in vorzüglicher Hochachtung, ergebenst
Arnold Schönberg

5. Dezember 1928

8. Dezember 1928

Arnold Schönberg Center
Wien
Archiv
Universal Edition Collection



Brief

Zitierhinweis:

Arnold Schönberg an Universal-Edition, 5. Dezember 1928, in: Arnold Schönberg: Briefwechsel mit den Verlagen Universal-Edition und Dreililien. Hrsg. von Katharina Bleier und Therese Muxeneder unter Mitarbeit von Jannik Franz und Philipp Kehrer, Universität für Musik und darstellende Kunst Wien und Arnold Schönberg Center, Wien. Version 2.5 vom 26.05.2026. URL: https://www.schoenberg-ue.at/ue/letters/letter.1614.

Download:
Dieses Dokument als TEI-XML herunterladen