L. K.
Wohlgeb.
Sehr geehrter Herr Schönberg!
Die Instrumentationsbehelfe1 scheinen mir, insoweit
ich Herrn Stein verstanden habe, eine glückliche Idee zu sein.
Ob und wieweit diese aber verwertbar und verlagsmässig durchführ-
bar ist, ist mir vorläufig absolut unklar, darüber müsste ich mit
Ihnen persönlich ausführlich sprechen. Einen andern Weg, dieser
Angelegenheit näher zu treten, weiss ich nicht. Ihrem Wunsche ge-
mäss will ich auch schriftlich wiederholen, dass ich die mir von
Herrn Stein gemachten Mitteilungen streng vertraulich erachte und
dass ich ähnliche Instrumentationsbehelfe selbstverständlich ohne
Ihr Wissen und Willen nicht herausgeben werde.
Was den kleinen Zwischenfall betrifft, der zur Un-
terbrechung unserer direkten Beziehungen in den letzten Wochen
führte, möchte ich Sie bitten, zur Kenntnis zu nehmen, dass mir
selbstverständlich jede Absicht Sie zu beleidigen oder Sie zu
kränken, gefehlt hat. Sollten Sie sich dennoch unbegreiflicher-
weise durch irgend etwas verletzt fühlen, so bitte ich Sie dies
mit meiner durch Ueberarbeitung bedingten schweren Nervosität zu
entschuldigen. Ich fahre morgen abend auf drei Tage in die Berge

und würde mich freuen, Montag von Ihnen eine befriedigende Nachricht
vorzufinden.
Stets in besonderer Hochschätzung, Ihr ganz ergebener

L. K.
Wohlgeb.
Sehr geehrter Herr Schönberg!
Die Instrumentationsbehelfe1 scheinen mir, insoweit ich Herrn Stein verstanden habe, eine glückliche Idee zu sein. Ob und wieweit diese aber verwertbar und verlagsmässig durchführbar ist, ist mir vorläufig absolut unklar, darüber müsste ich mit Ihnen persönlich ausführlich sprechen. Einen andern Weg, dieser Angelegenheit näher zu treten, weiss ich nicht. Ihrem Wunsche gemäss will ich auch schriftlich wiederholen, dass ich die mir von Herrn Stein gemachten Mitteilungen streng vertraulich erachte und dass ich ähnliche Instrumentationsbehelfe selbstverständlich ohne Ihr Wissen und Willen nicht herausgeben werde.
Was den kleinen Zwischenfall betrifft, der zur Unterbrechung unserer direkten Beziehungen in den letzten Wochen führte, möchte ich Sie bitten, zur Kenntnis zu nehmen, dass mir selbstverständlich jede Absicht Sie zu beleidigen oder Sie zu kränken, gefehlt hat. Sollten Sie sich dennoch unbegreiflicherweise durch irgend etwas verletzt fühlen, so bitte ich Sie dies mit meiner durch Ueberarbeitung bedingten schweren Nervosität zu entschuldigen. Ich fahre morgen abend auf drei Tage in die Berge und würde mich freuen, Montag von Ihnen eine befriedigende Nachricht vorzufinden.
Stets in besonderer Hochschätzung, Ihr ganz ergebener
Hertzka

18. Juli 1917


The Library of Congress
Washington, D.C.
Music Division
Arnold Schoenberg Collection

Brief

Zitierhinweis:

Universal-Edition an Arnold Schönberg, 18. Juli 1917, in: Arnold Schönberg: Briefwechsel mit den Verlagen Universal-Edition und Dreililien. Hrsg. von Katharina Bleier und Therese Muxeneder unter Mitarbeit von Jannik Franz und Philipp Kehrer, Universität für Musik und darstellende Kunst Wien und Arnold Schönberg Center, Wien. Version 2.5 vom 26.05.2026. URL: https://www.schoenberg-ue.at/ue/letters/letter.17589.

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