Universal-Edition an Arnold Schönberg
28. Jänner 1927
LH/Hü.
Wien, am 28.
Januar 1927.
Herrn
Professor Arnold Schönberg,
Berlin-Charlottenburg 2,
Verlagsabteilung.Sehr geehrter Meister Schönberg!
In Angelegenheit der Herstellung Ihrer Suite op.
29
erlaubt sich die Verlagsabteilung, Ihnen folgende Daten anzugeben:
erlaubt sich die Verlagsabteilung, Ihnen folgende Daten anzugeben:
Nachdem die Probestichseiten von Ihnen am 16. September
v. J. gutgeheissen1 wurden, ist der Stich in Angriff genommen worden.
Am 30. September bereits ist der Klavierpart sowie die Streicher an
Herrn Greissle zur Korrektur gegangen. Mitte Oktober2 hat Herr
Greissle auch noch die 3 Klarinettenstimmen bekommen. Wie Ihnen
bekannt, war deswegen bei den Klarinetten eine kleine Verzögerung
eingetreten, weil eine Anfrage über die Stimmung erfolgt ist.
Immerhin war das Werk Mitte Oktober stichfertig und zu dieser Zeit
auch schon der Klavierpart von Herrn Greissle korrigiert worden.
Am 29. Oktober ist ein 2. Abzug der 6 Stimmen an Herrn Greissle ge-
gangen und diese 6 Stimmen haben wir, trotzdem wiederholt urgiert
wurde, bis heute, den 28. Januar, also während dreier Monate, von
Herrn Greissle nicht zurückerhalten können. Nachdem Sie offiziell
Herrn Greissle mit den Korrekturen betraut haben, sind wir natür-
lich durch diese unverständliche Verzögerung in einer sehr unan-
genehmen Lage und wir dürfen wohl annehmen, dass Sie auf Grund
dieser nachweisbaren Tatsachen die Angelegenheit in einem anderen
Lichte sehen werden und die uns gemachten Vorwürfe wegen der Fertig-
v. J. gutgeheissen1 wurden, ist der Stich in Angriff genommen worden.
Am 30. September bereits ist der Klavierpart sowie die Streicher an
Herrn Greissle zur Korrektur gegangen. Mitte Oktober2 hat Herr
Greissle auch noch die 3 Klarinettenstimmen bekommen. Wie Ihnen
bekannt, war deswegen bei den Klarinetten eine kleine Verzögerung
eingetreten, weil eine Anfrage über die Stimmung erfolgt ist.
Immerhin war das Werk Mitte Oktober stichfertig und zu dieser Zeit
auch schon der Klavierpart von Herrn Greissle korrigiert worden.
Am 29. Oktober ist ein 2. Abzug der 6 Stimmen an Herrn Greissle ge-
gangen und diese 6 Stimmen haben wir, trotzdem wiederholt urgiert
wurde, bis heute, den 28. Januar, also während dreier Monate, von
Herrn Greissle nicht zurückerhalten können. Nachdem Sie offiziell
Herrn Greissle mit den Korrekturen betraut haben, sind wir natür-
lich durch diese unverständliche Verzögerung in einer sehr unan-
genehmen Lage und wir dürfen wohl annehmen, dass Sie auf Grund
dieser nachweisbaren Tatsachen die Angelegenheit in einem anderen
Lichte sehen werden und die uns gemachten Vorwürfe wegen der Fertig-
stellung revidieren dürftenwerden. Wir bitten Sie, uns gütigst mitteilen
zu wollen, wie wir uns künftighin in ähnlichen Fällen verhalten
sollen und was wir tun sollen, wenn Herr Greissle auch weiterhin
die Schlusskorrektur der Stimmen nicht abliefert.
zu wollen, wie wir uns künftighin in ähnlichen Fällen verhalten
sollen und was wir tun sollen, wenn Herr Greissle auch weiterhin
die Schlusskorrektur der Stimmen nicht abliefert.
Der weitere Inhalt Ihres sehr geschätzten Schreibens
wird von den betreffenden Abteilungen unseres Büros erledigt werden[.]
wird von den betreffenden Abteilungen unseres Büros erledigt werden[.]
gutgeheissen
Laut UE-Herstellungskartei gingen
die Probeseiten samt Auftrag zur Fortsetzung des Stichs am 16. September 1926 an Waldheim-Eberle.
Mitte Oktober
Laut UE-Herstellungskartei am 19.
Oktober 1926.
Sehr geehrter Meister Schönberg!
In Angelegenheit der Herstellung Ihrer Suite op.
29
erlaubt sich die Verlagsabteilung, Ihnen folgende Daten anzugeben:
Nachdem die Probestichseiten von Ihnen am 16. September
v. J.
gutgeheissen1 wurden, ist der Stich in
Angriff genommen worden. Am 30. September
bereits ist der Klavierpart sowie die Streicher an Herrn Greissle zur Korrektur gegangen. Mitte Oktober2 hat Herr
Greissle auch noch die 3 Klarinettenstimmen
bekommen. Wie Ihnen bekannt, war deswegen bei den Klarinetten eine kleine
Verzögerung eingetreten, weil eine Anfrage
über die Stimmung erfolgt ist. Immerhin war das Werk Mitte Oktober stichfertig und zu dieser Zeit auch schon
der Klavierpart von Herrn Greissle
korrigiert worden. Am 29. Oktober ist ein 2.
Abzug der 6 Stimmen an Herrn Greissle gegangen und diese 6 Stimmen haben wir, trotzdem wiederholt
urgiert wurde, bis heute, den 28. Januar,
also während dreier Monate, von Herrn Greissle nicht zurückerhalten können. Nachdem Sie offiziell
Herrn Greissle mit den Korrekturen
betraut haben, sind wir natürlich durch diese unverständliche Verzögerung in einer sehr
unangenehmen Lage und wir dürfen wohl annehmen, dass Sie auf Grund
dieser nachweisbaren Tatsachen die Angelegenheit in einem anderen
Lichte sehen werden und die uns gemachten Vorwürfe wegen der Fertigstellung revidieren werden. Wir bitten Sie, uns gütigst mitteilen zu wollen, wie wir uns
künftighin in ähnlichen Fällen verhalten sollen und was wir tun sollen,
wenn Herr Greissle auch weiterhin die
Schlusskorrektur der Stimmen nicht abliefert.
Der weitere Inhalt Ihres sehr geschätzten Schreibens
wird von den betreffenden Abteilungen unseres Büros erledigt
werden.
gutgeheissen
Laut UE-Herstellungskartei gingen
die Probeseiten samt Auftrag zur Fortsetzung des Stichs am 16. September 1926 an Waldheim-Eberle.
Mitte Oktober
Laut UE-Herstellungskartei am 19.
Oktober 1926.
28. Jänner 1927
Arnold Schönberg Center
Wien
Archiv
Universal Edition Collection
Wien
Archiv
Universal Edition Collection
Brief, Kopie
Zitierhinweis:
Universal-Edition an Arnold Schönberg, 28. Jänner 1927, in: Arnold Schönberg: Briefwechsel mit den Verlagen Universal-Edition und Dreililien. Hrsg. von Katharina Bleier und Therese Muxeneder unter Mitarbeit von Jannik Franz und Philipp Kehrer, Universität für Musik und darstellende Kunst Wien und Arnold Schönberg Center, Wien. Version 2.5 vom 26.05.2026. URL: https://www.schoenberg-ue.at/ue/letters/letter.19876.