11.IX.1932
Wien, I. Karlsplatz 6
Lieber Herr Dr. Kalmus, anbei der unterschriebene
Vertrag. Bitte returnieren Sie mir den hiemit ungiltigen von
mir verfassten vom 5.9. und senden Sie mir eine Abschrift
mit Ihrer Unterschrift von diesem.
Den Passus, dass wir unsere sämtlichen Vertr[a]äge in-
nerhalb 4–5 Monaten auf einem einzigen Formular zusammenzie-
hen [...] wollen habe ich hier nicht aufge-
nommen, habe aber nichts dagegen, wenn Sie ihn noch einfügen
wollen. Sie werden ein paar eingefügte Worte finden, gegen die Sie
wohl nichts einwenden werden. Das gestrichene Einvernehmen wer-
den Sie konzedieren müssen, da ich ja, wenn wir nicht zum Einver-
nehmen gelangen würden, niemals einer Verrechnungsgesellschaft
beitreten könnte!!!
Dagegen haben wir – merkwürdigerweise auch Sie über-
sehen, die bereits verabredeten Punkte des handschriftlich bei-
gefügten Nachtrages in die Abmachung aufzunehmen. Bloss den Pas-
sus über die Verrechnung habe ich geändert. Aber dagegen haben
Sie sicherlich nic[h]t nötig etwas einzuwenden.
Nun sind wir also fertig. Ich habe wieder einmal
nachgegeben, denn ich bin müde.
Bitte erledigen Sie nun auch alles andere.
Ich muss schliessen, weil ich den Brief noch zum
Abendbriefkasten bringen will. Also: viele herzlichste Grüsse,
Ihr
11.IX.1932
Lieber Herr Dr. Kalmus, anbei der unterschriebene Vertrag. Bitte returnieren Sie mir den hiemit ungiltigen von mir verfassten vom 5.9. und senden Sie mir eine Abschrift mit Ihrer Unterschrift von diesem.
Den Passus, dass wir unsere sämtlichen Verträge innerhalb 4–5 Monaten auf einem einzigen Formular zusammenziehen wollen habe ich hier nicht aufgenommen, habe aber nichts dagegen, wenn Sie ihn noch einfügen wollen. Sie werden ein paar eingefügte Worte finden, gegen die Sie wohl nichts einwenden werden. Das gestrichene Einvernehmen werden Sie konzedieren müssen, da ich ja, wenn wir nicht zum Einvernehmen gelangen würden, niemals einer Verrechnungsgesellschaft beitreten könnte!!!
Dagegen haben wir – merkwürdigerweise auch Sie übersehen, die bereits verabredeten Punkte des handschriftlich beigefügten Nachtrages in die Abmachung aufzunehmen. Bloss den Passus über die Verrechnung habe ich geändert. Aber dagegen haben Sie sicherlich nicht nötig etwas einzuwenden.
Nun sind wir also fertig. Ich habe wieder einmal nachgegeben, denn ich bin müde.
Bitte erledigen Sie nun auch alles andere.
Ich muss schliessen, weil ich den Brief noch zum
Abendbriefkasten bringen will. Also: viele herzlichste Grüsse, Ihr

11. September 1932


Ort erschlossen; Beilage: Vertrag, 11. September 1932

The Library of Congress
Washington, D.C.
Music Division
Arnold Schoenberg Collection



Brief, Kopie

Zitierhinweis:

Arnold Schönberg an Universal-Edition, 11. September 1932, in: Arnold Schönberg: Briefwechsel mit den Verlagen Universal-Edition und Dreililien. Hrsg. von Katharina Bleier und Therese Muxeneder unter Mitarbeit von Jannik Franz und Philipp Kehrer, Universität für Musik und darstellende Kunst Wien und Arnold Schönberg Center, Wien. Version 2.5 vom 26.05.2026. URL: https://www.schoenberg-ue.at/ue/letters/letter.2269.

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