Jens Quer an Pult und Taktstock
31. Dezember 1924
Berichtigung
PT REDAKTION des „Pult und
TAKTSTOCK“.
Es ist mir in meinem letzten Beitrag (Seite
139, 1. Zeile[)] ein kleines Malhe[i]ur
passiert: ein Gedächtnisfehler1. Denkt man nämlich, wie dort verlangt wird,
an Ivanhoe, so weiss ein gutes Gedächtnis, dass es dort heiss[s]t: „„Kein
Tempelherr kämpft gegen einen Namenlosen!“ fiel Malvoisin ein“ und in-
folgedessen muss Ivanhoe das Visir öffnen und seinen Namen nennen. No-
tieren wir uns davon, dass auch er es nicht gewusst hat, aber es wenig-
stens probiert hat. Jedenfalls ändert sich nichts an meiner Behauptung,
denn statt an das in „Ivanhoe“ geschilderte Gottesgericht, braucht man
bloss an das aus Lohengrin zu denken, wo bis in den 3. Akt hinein, Nam’
und Art allen bis auf die Leser des Theaterzettels verschwiegen bleibt.
passiert: ein Gedächtnisfehler1. Denkt man nämlich, wie dort verlangt wird,
an Ivanhoe, so weiss ein gutes Gedächtnis, dass es dort heiss[s]t: „„Kein
Tempelherr kämpft gegen einen Namenlosen!“ fiel Malvoisin ein“ und in-
folgedessen muss Ivanhoe das Visir öffnen und seinen Namen nennen. No-
tieren wir uns davon, dass auch er es nicht gewusst hat, aber es wenig-
stens probiert hat. Jedenfalls ändert sich nichts an meiner Behauptung,
denn statt an das in „Ivanhoe“ geschilderte Gottesgericht, braucht man
bloss an das aus Lohengrin zu denken, wo bis in den 3. Akt hinein, Nam’
und Art allen bis auf die Leser des Theaterzettels verschwiegen bleibt.
ein
Gedächtnisfehler
„Bei einem Tournier war kein Ritter gezwungen, seinen Namen zu
nennen (man denke z. B. an Ivanhoe);
seine Waffe sprach und niemand wagte das ‚Gewicht solcher Argumente‘ zu
leugnen. Warum sollte es mit dem Wort anders sein?“ (Arnold Schönberg, Jens Quer meldet sich wieder, S. 138f.).
Berichtigung
PT REDAKTION des „Pult und
TAKTSTOCK“.
Es ist mir in meinem letzten Beitrag (Seite
139, 1. Zeile) ein kleines Malheur passiert: ein
Gedächtnisfehler1. Denkt man nämlich, wie dort verlangt wird, an Ivanhoe, so weiss ein gutes Gedächtnis, dass es dort heisst: „„Kein Tempelherr kämpft gegen einen
Namenlosen!“ fiel Malvoisin ein“ und infolgedessen muss Ivanhoe das Visir öffnen und seinen Namen
nennen. Notieren wir uns davon, dass auch
er es nicht gewusst, aber es wenigstens probiert hat. Jedenfalls ändert
sich nichts an meiner Behauptung, denn statt an das in „Ivanhoe“ geschilderte Gottesgericht,
braucht man bloss an das aus Lohengrin zu
denken, wo bis in den 3. Akt hinein, Nam’ und Art allen bis auf die
Leser des Theaterzettels verschwiegen bleibt.
ein
Gedächtnisfehler
„Bei einem Tournier war kein Ritter gezwungen, seinen Namen zu
nennen (man denke z. B. an Ivanhoe);
seine Waffe sprach und niemand wagte das ‚Gewicht solcher Argumente‘ zu
leugnen. Warum sollte es mit dem Wort anders sein?“ (Arnold Schönberg, Jens Quer meldet sich wieder, S. 138f.).
31. Dezember 1924
= Berichtigung; Ort erschlossen
Arnold Schönberg Center
Wien
Archiv
Nachlass Arnold Schönberg
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Nachlass Arnold Schönberg
Brief
Zitierhinweis:
Jens Quer an Pult und Taktstock, 31. Dezember 1924, in: Arnold Schönberg: Briefwechsel mit den Verlagen Universal-Edition und Dreililien. Hrsg. von Katharina Bleier und Therese Muxeneder unter Mitarbeit von Jannik Franz und Philipp Kehrer, Universität für Musik und darstellende Kunst Wien und Arnold Schönberg Center, Wien. Version 2.5 vom 26.05.2026. URL: https://www.schoenberg-ue.at/ue/letters/letter.24520.