Arnold Schönberg an Universal-Edition
27. März 1914
Lieber Herr Direktor, eben finde ich den beiliegenden Brief über die Harmo-
nielehre in meiner Briefpapierschachtel!! Ich habe ihn also gar nicht abgeschickt. Ver-
zeihen Sie! – Nun vor Allem: Ich danke Ihnen sehr dafür, dass Sie mir
mit der Kammersynphonie so entgegenkommen und freue mich über Ihre Einsicht!
Ich habe nun eine Idee, wie man die Kosten dieser Korrekturen wesentlich verringern kann.
Es giebt hier einen jungen Menschen, der sich gerne etwas verdienen möchte und bereit ist die
Arbeit zu machen. Er ist zufrieden, wenn er für 2.50 bis 3 Mark im Tag verdient. Nach
meiner Schätzung (ich weiß allerdings nicht wie viel Materiale Sie gedruckt haben) würde
er das gesammte Material in längstens 8 Wochen fertig bringen, so dass die Kosten
(wenn nicht mehr als 100 Stimmen jeder Gattung sind) höchstens 150–200 Mark ausmachen
würden. Ich ließe von diesem dann auch die Orchester-Materialien einrichten
samt den Partituren. Denn die Herstellung eines einzigen Materials für beide Zwecke
kann ich mir zunächst gar nicht vorstellen und halte sie auch für überflüssig, da das eine für
Kammermusik Ver. das andere für Orchester Vereine ist! Die Herstellung aber eines
ganz neuen Materials scheint mir überflüssig, da es sich ja nur um Streichungen und
Vortragszeichen, aber nicht um Zusätze handelt. (Solche werden höchstens bei der Orch. Ausgabe
vorkommen und bloß hiefür könnte eventuell an ein neues Material gedacht werden). Uebrigens
könnte man bei jenen Stimmen die im Straubedruck hergestellt sind, die Aenderungen
sogar in die Originale eintragen lassen, so dass bei einem späteren Neudruck das
wenigstens in Ordnung ist. Dort kann man ja korrigieren. Das kann allerdings nur ein
„Schönschreiber“ machen und das ist mein Mann nicht.
nielehre in meiner Briefpapierschachtel!! Ich habe ihn also gar nicht abgeschickt. Ver-
zeihen Sie! – Nun vor Allem: Ich danke Ihnen sehr dafür, dass Sie mir
mit der Kammersynphonie so entgegenkommen und freue mich über Ihre Einsicht!
Ich habe nun eine Idee, wie man die Kosten dieser Korrekturen wesentlich verringern kann.
Es giebt hier einen jungen Menschen, der sich gerne etwas verdienen möchte und bereit ist die
Arbeit zu machen. Er ist zufrieden, wenn er für 2.50 bis 3 Mark im Tag verdient. Nach
meiner Schätzung (ich weiß allerdings nicht wie viel Materiale Sie gedruckt haben) würde
er das gesammte Material in längstens 8 Wochen fertig bringen, so dass die Kosten
(wenn nicht mehr als 100 Stimmen jeder Gattung sind) höchstens 150–200 Mark ausmachen
würden. Ich ließe von diesem dann auch die Orchester-Materialien einrichten
samt den Partituren. Denn die Herstellung eines einzigen Materials für beide Zwecke
kann ich mir zunächst gar nicht vorstellen und halte sie auch für überflüssig, da das eine für
Kammermusik Ver. das andere für Orchester Vereine ist! Die Herstellung aber eines
ganz neuen Materials scheint mir überflüssig, da es sich ja nur um Streichungen und
Vortragszeichen, aber nicht um Zusätze handelt. (Solche werden höchstens bei der Orch. Ausgabe
vorkommen und bloß hiefür könnte eventuell an ein neues Material gedacht werden). Uebrigens
könnte man bei jenen Stimmen die im Straubedruck hergestellt sind, die Aenderungen
sogar in die Originale eintragen lassen, so dass bei einem späteren Neudruck das
wenigstens in Ordnung ist. Dort kann man ja korrigieren. Das kann allerdings nur ein
„Schönschreiber“ machen und das ist mein Mann nicht.
Die Ausgabe für Orchester möchte ich erst anfertigen, bis
ich Zeit habe (in 2–3 Wochen). Augenblicklich
bin ich damit beschäftigt das Monodram druckfertig1 zu machen. Mit größter Sorgfalt:
hier wird es keine solchen Scherereien geben! Jedenfalls möchte ich einen Abzug von den
korrigierten Platten der Kamm. Symph. bekommen.
bin ich damit beschäftigt das Monodram druckfertig1 zu machen. Mit größter Sorgfalt:
hier wird es keine solchen Scherereien geben! Jedenfalls möchte ich einen Abzug von den
korrigierten Platten der Kamm. Symph. bekommen.
Gestern schickte ich Ihnen: Pierrot-Korrekturen (die Partitur2 sende ich am 6./IV)
und das druckfertige Georgelieder-Manuskript3. (Bitte geben Sie es gleich zum
Stich!!) Von Pierrot muss ich unbedingt noch eine Korrektur lesen. Auch
Stein liest es zum 2ten Male. Lieb wäre mir wenn Herr von Wöß es auch noch
einmal ansieht. – Aufführungsrecht von Pierrot: Frau Zehme besitzt das
Aufführungsmonopol nur solange, als das Werk nicht gedruckt ist. Sie können
also ruhig auch sofort die Stimmen herausgeben4. Sie weiß es ja und ich habe
auch öfters mit ihr darüber gesprochen! Sie hat gar nichts dagegen und hat auch
kein Recht etwas dagegen einzuwenden. Das ist vertraglich5 festgestellt!! Sie können
also ruhig auch jede Aufführung gestatten.
und das druckfertige Georgelieder-Manuskript3. (Bitte geben Sie es gleich zum
Stich!!) Von Pierrot muss ich unbedingt noch eine Korrektur lesen. Auch
Stein liest es zum 2ten Male. Lieb wäre mir wenn Herr von Wöß es auch noch
einmal ansieht. – Aufführungsrecht von Pierrot: Frau Zehme besitzt das
Aufführungsmonopol nur solange, als das Werk nicht gedruckt ist. Sie können
also ruhig auch sofort die Stimmen herausgeben4. Sie weiß es ja und ich habe
auch öfters mit ihr darüber gesprochen! Sie hat gar nichts dagegen und hat auch
kein Recht etwas dagegen einzuwenden. Das ist vertraglich5 festgestellt!! Sie können
also ruhig auch jede Aufführung gestatten.
Amsterdam:6 Ob Sie 1500
Mark fürs Gurre Material durchsetzen können,
scheint
mir zweifelhaft. Die 100 Mark waren für spätere Wiederholungen gedacht, was
in Amsterdam sehr oft vorkommt! Aber probieren Sie es immerhin mit Vorsicht!!
mir zweifelhaft. Die 100 Mark waren für spätere Wiederholungen gedacht, was
in Amsterdam sehr oft vorkommt! Aber probieren Sie es immerhin mit Vorsicht!!
Wood: die englische Uebersetzung muss ich unbedingt erst prüfen,
ehe sie
gedruckt wird. Schreiben Sie Wood ich bäte um möglichst wörtliche Uebersetzung,
da alle Stimmungen bei mir äußerst präcis ausgedrückt sind und nicht durch
ein anderes Bild zu ersetzt werden dürfen. –
gedruckt wird. Schreiben Sie Wood ich bäte um möglichst wörtliche Uebersetzung,
da alle Stimmungen bei mir äußerst präcis ausgedrückt sind und nicht durch
ein anderes Bild zu ersetzt werden dürfen. –
Die Gurrelieder-Partitur werde ich vor dem Stich
noch wesentlich ver-
[bessern] und
vor allem dafür sorgen, dass überall der Sänger mühelos durch-
kommt und manche überflüssige Schwierigkeit entfällt. Dadurch wird man
allein schon eine Menge Zeit ersparen! An eine Reduktion der Besetzung
denke ich einstweilen nicht. Dagegen denke ich an die 4te Männerchor
Stimme7. Aber das sind ja höchstens 4 Druckseiten!
kommt und manche überflüssige Schwierigkeit entfällt. Dadurch wird man
allein schon eine Menge Zeit ersparen! An eine Reduktion der Besetzung
denke ich einstweilen nicht. Dagegen denke ich an die 4te Männerchor
Stimme7. Aber das sind ja höchstens 4 Druckseiten!
Das 8 händige Arrangement einzelner Vor- und
Zwischenspiele aus den Gurreliedern
kann ich augenblicklich nicht finden. Ich werde aber in der nächsten Zeit meinen Kasten ordnen.
Vielleicht erinnern Sie mich in einigen Tagen wieder daran. Jetzt kann ich nicht.
Jedenfalls müsste Webern diese Arrangements ein bischen revidieren. Er hat
jetzt (seit der Aufführung8) sicher einen deutlicheren Eindruck davon. Vielleicht aber
hat Webern oder Stein das Manuskript9. Fragen Sie die vielleicht!!
kann ich augenblicklich nicht finden. Ich werde aber in der nächsten Zeit meinen Kasten ordnen.
Vielleicht erinnern Sie mich in einigen Tagen wieder daran. Jetzt kann ich nicht.
Jedenfalls müsste Webern diese Arrangements ein bischen revidieren. Er hat
jetzt (seit der Aufführung8) sicher einen deutlicheren Eindruck davon. Vielleicht aber
hat Webern oder Stein das Manuskript9. Fragen Sie die vielleicht!!
Nun muss ich anderes machen. Also viele herzlichste Grüße und
herzlichen
Dank für Ihre Freundlichkeiten Ihr Arnold Schönberg
Dank für Ihre Freundlichkeiten Ihr Arnold Schönberg
Richtig: bitte senden Sie umgehend an (Tenor eventuell für Amsterdam)
Herrn Louis Dornay, Berlin Kleiststr. 42
die Partie des Waldemar oder den ganzen Gurrelieder Auszug.
Herrn Louis Dornay, Berlin Kleiststr. 42
die Partie des Waldemar oder den ganzen Gurrelieder Auszug.
druckfertig
Partiturreinschrift, autograph
(ASGA B 6/2, Quelle C).
Partitur
Sammelautograph. Gebundenes
Konvolut von autographen Reinschriften aller 21 Nummern mit den
Zwischenspielen (ASGA B 24/1, Quelle C).
Manuskript
2. Reinschrift. Stichvorlage für
den Originaldruck (ASGA B
1/2, Quelle B).
herausgeben
Lieferdatum: 1.
Dezember 1920, Auflage: 200 (Buchon 2015, Bd.
5, S. 663).
vertraglich
„Herr Arnold Schönberg räumt Frau Albertine Zehme das alleinige
Aufführungsrecht, dieser Kompositionen bis zum 30. April 1915 für alle Länder ein,
soferne sie bis zu diesem Zeitpunkt Manuskript bleiben, andernfalls
wird Herr Schönberg diese
Schutzfrist durch Vereinbarung mit dem betreffenden Verleger bis zu
diesem Zeitpunkt zu wahren bemüht sein.“ (Vertrag zwischen
Arnold Schönberg und Albertine Zehme, 10. März 1912; Nono-Schoenberg 1998, S.
109).
Amsterdam:
Auf der Vorstandssitzung des Chorvereins vom 4.
März 1914 wurde beschlossen, die Gurre-Lieder am 12. Dezember
1914 in Amsterdam
aufzuführen. Zudem wurde eine mögliche Wiederholung als Volkskonzert am
13. Dezember in Betracht gezogen.
Schönberg hielt im Sommer 1914 Proben ab, die Aufführungen fanden
kriegsbedingt jedoch nicht statt (Willem Mengelberg an Arnold Schönberg,
4. März 1914; ASCC
14249; Algemeen
Handelsblad 1914).
4te Männerchor
Stimme
„Der
Componist empfiehlt den ersten Männerchor (‚Gegrüßt o
König‘) nicht (wie es in der Partitur angegeben ist) in 3 Chöre zu
teilen, sondern in vier. Der vierte Chor singt, um das Hervortreten der
Hauptstimmen zu erzielen, immer mit jenem Chor mit, der diese hat. Zu
diesem Zweck ist eine eigens eingerichtete ‚4. Chor-Stimme‘
zu verwenden, welche dem Material beiliegt.“ Textentwurf als
Beilage zu den Chorstimmen (Faksimile in ASGA A 16/1, S.
XII).
Aufführung
Manuskript
Manuskript im Schönberg-Nachlass
(MS 60).
Lieber Herr Direktor, eben finde ich den beiliegenden Brief über die Harmonielehre in meiner Briefpapierschachtel!! Ich habe
ihn also gar nicht abgeschickt. Verzeihen Sie! – Nun vor Allem: Ich danke Ihnen
sehr dafür, dass Sie mir mit der Kammersynphonie so entgegenkommen und freue mich über Ihre Einsicht! Ich habe nun eine Idee,
wie man die Kosten dieser Korrekturen wesentlich verringern
kann. Es giebt hier einen jungen Menschen, der sich gerne
etwas verdienen möchte und bereit ist die Arbeit zu
machen. Er ist zufrieden, wenn er 2.50
bis 3 Mark im Tag verdient. Nach meiner Schätzung (ich weiß allerdings
nicht wie viel Materiale Sie gedruckt haben) würde er das gesammte Material
in längstens 8 Wochen fertig bringen, so dass die Kosten (wenn nicht mehr
als 100 Stimmen jeder Gattung sind) höchstens 150–200 Mark ausmachen
würden. Ich ließe von diesem dann auch die Orchester-Materialien einrichten samt den Partituren. Denn die
Herstellung eines einzigen Materials für beide Zwecke kann ich mir zunächst
gar nicht vorstellen und halte sie auch für überflüssig, da das eine für
Kammermusik Ver. das andere für Orchester Vereine ist! Die Herstellung aber eines ganz neuen
Materials scheint mir überflüssig, da es sich ja nur um Streichungen und
Vortragszeichen, aber nicht um Zusätze handelt. (Solche werden höchstens
bei der Orch. Ausgabe vorkommen und bloß
hiefür könnte eventuell an ein neues Material gedacht werden). Uebrigens
könnte man bei jenen Stimmen die im Straubedruck hergestellt sind, die Aenderungen sogar in die
Originale eintragen lassen, so dass bei einem späteren Neudruck das
wenigstens in Ordnung ist. Dort kann man ja korrigieren. Das kann
allerdings nur ein „Schönschreiber“ machen und das ist mein Mann nicht.
Die Ausgabe für Orchester möchte ich erst anfertigen, bis
ich Zeit habe (in 2–3 Wochen). Augenblicklich bin ich damit beschäftigt das
Monodram
druckfertig1 zu machen. Mit größter
Sorgfalt: hier wird es keine solchen Scherereien
geben! Jedenfalls möchte ich einen Abzug von den korrigierten
Platten der Kamm. Symph. bekommen.
Gestern schickte ich Ihnen: Pierrot-Korrekturen (die Partitur2 sende ich am 6./IV) und das druckfertige Georgelieder-Manuskript3. (Bitte geben Sie es gleich zum Stich!!) Von Pierrot muss ich unbedingt noch eine Korrektur
lesen. Auch
Stein liest es zum 2ten Male. Lieb wäre mir wenn Herr von
Wöß es auch noch einmal ansieht. – Aufführungsrecht von Pierrot: Frau Zehme besitzt das
Aufführungsmonopol nur solange, als das Werk nicht
gedruckt ist. Sie können also ruhig auch sofort
die Stimmen herausgeben4. Sie weiß es ja und ich habe auch öfters mit ihr darüber gesprochen!
Sie hat gar nichts dagegen und hat auch kein Recht
etwas dagegen einzuwenden. Das ist vertraglich5 festgestellt!! Sie können also ruhig
auch jede Aufführung gestatten.
Amsterdam:6 Ob Sie 1500
Mark fürs Gurre Material durchsetzen können,
scheint mir zweifelhaft. Die 100 Mark waren für spätere Wiederholungen
gedacht, was in Amsterdam sehr oft
vorkommt! Aber probieren Sie es immerhin mit
Vorsicht!!
Wood: die englische Uebersetzung muss ich unbedingt erst prüfen,
ehe sie gedruckt wird. Schreiben Sie Wood ich bäte um möglichst wörtliche
Uebersetzung, da alle Stimmungen bei mir äußerst präcis ausgedrückt sind und
nicht durch ein anderes Bild ersetzt werden dürfen.
–
Die Gurrelieder-Partitur werde ich vor dem Stich
noch wesentlich verbessern und
vor allem dafür sorgen, dass überall der Sänger mühelos durchkommt und manche überflüssige Schwierigkeit entfällt. Dadurch
wird man allein schon eine Menge Zeit ersparen! An eine Reduktion der
Besetzung denke ich einstweilen nicht. Dagegen denke ich an die 4te Männerchor
Stimme7. Aber das sind ja höchstens 4 Druckseiten!
Das 8 händige Arrangement einzelner Vor- und
Zwischenspiele aus den Gurreliedern
kann ich augenblicklich nicht finden. Ich werde aber in der nächsten Zeit meinen Kasten ordnen. Vielleicht
erinnern Sie mich in einigen Tagen wieder daran. Jetzt kann ich nicht.
Jedenfalls müsste Webern diese
Arrangements ein bischen revidieren. Er hat jetzt (seit der Aufführung8) sicher einen deutlicheren Eindruck davon. Vielleicht aber hat
Webern oder Stein das Manuskript9. Fragen Sie die vielleicht!!
Nun muss ich anderes machen. Also viele herzlichste Grüße und
herzlichen Dank für Ihre Freundlichkeiten Ihr
Arnold Schönberg
Richtig: bitte senden Sie umgehend an (Tenor eventuell für Amsterdam) Herrn Louis
Dornay, Berlin Kleiststr.
42
die Partie des Waldemar oder den ganzen Gurrelieder Auszug.
druckfertig
Partiturreinschrift, autograph
(ASGA B 6/2, Quelle C).
Partitur
Sammelautograph. Gebundenes
Konvolut von autographen Reinschriften aller 21 Nummern mit den
Zwischenspielen (ASGA B 24/1, Quelle C).
Manuskript
2. Reinschrift. Stichvorlage für
den Originaldruck (ASGA B
1/2, Quelle B).
herausgeben
Lieferdatum: 1.
Dezember 1920, Auflage: 200 (Buchon 2015, Bd.
5, S. 663).
vertraglich
„Herr Arnold Schönberg räumt Frau Albertine Zehme das alleinige
Aufführungsrecht, dieser Kompositionen bis zum 30. April 1915 für alle Länder ein,
soferne sie bis zu diesem Zeitpunkt Manuskript bleiben, andernfalls
wird Herr Schönberg diese
Schutzfrist durch Vereinbarung mit dem betreffenden Verleger bis zu
diesem Zeitpunkt zu wahren bemüht sein.“ (Vertrag zwischen
Arnold Schönberg und Albertine Zehme, 10. März 1912; Nono-Schoenberg 1998, S.
109).
Amsterdam:
Auf der Vorstandssitzung des Chorvereins vom 4.
März 1914 wurde beschlossen, die Gurre-Lieder am 12. Dezember
1914 in Amsterdam
aufzuführen. Zudem wurde eine mögliche Wiederholung als Volkskonzert am
13. Dezember in Betracht gezogen.
Schönberg hielt im Sommer 1914 Proben ab, die Aufführungen fanden
kriegsbedingt jedoch nicht statt (Willem Mengelberg an Arnold Schönberg,
4. März 1914; ASCC
14249; Algemeen
Handelsblad 1914).
4te Männerchor
Stimme
„Der
Componist empfiehlt den ersten Männerchor (‚Gegrüßt o
König‘) nicht (wie es in der Partitur angegeben ist) in 3 Chöre zu
teilen, sondern in vier. Der vierte Chor singt, um das Hervortreten der
Hauptstimmen zu erzielen, immer mit jenem Chor mit, der diese hat. Zu
diesem Zweck ist eine eigens eingerichtete ‚4. Chor-Stimme‘
zu verwenden, welche dem Material beiliegt.“ Textentwurf als
Beilage zu den Chorstimmen (Faksimile in ASGA A 16/1, S.
XII).
Aufführung
Manuskript
Manuskript im Schönberg-Nachlass
(MS 60).
27. März 1914
Datierung laut Universal-Edition an Arnold Schönberg, 28. März 1914; Ort erschlossen; Beilage: Arnold Schönberg an Universal-Edition, 24. Februar 1914
The Library of Congress
Washington, D.C.
Music Division
Arnold Schoenberg Collection
Washington, D.C.
Music Division
Arnold Schoenberg Collection
Brief, Kopie
Zitierhinweis:
Arnold Schönberg an Universal-Edition, 27. März 1914, in: Arnold Schönberg: Briefwechsel mit den Verlagen Universal-Edition und Dreililien. Hrsg. von Katharina Bleier und Therese Muxeneder unter Mitarbeit von Jannik Franz und Philipp Kehrer, Universität für Musik und darstellende Kunst Wien und Arnold Schönberg Center, Wien. Version 2.5 vom 26.05.2026. URL: https://www.schoenberg-ue.at/ue/letters/letter.371.