Herrn Alfred Schlee, Direktor
Wien, I. Austria
15. November, 1949
Lieber Herr Schlee:
Ich verliere zuviel bei der Ueberweisung meines Gut-
habens infolge der ungünstigen Valutaverhältnisse, dass
ich mich entschlossen habe, meine Guthaben in Wien und
Berlin zu Zahlungen in diesen Orten zu verwenden.
Es müssen doch in den letzten Jahren schon allein durch
die vielen Aufführungen, die mir bekanntgegeben worden
sind, an Materialgebühren und Aufführungs Tantiemen grosse
Beträge eingelaufen sein. Deren Höhe ist mir derzeit
noch nicht bekannt, da ich schon seit langem keine Ab-
rechnung gesehen habe. Ich verstehe, dass es für Sie um-
ständlich ist, die Auszahlungsbewilligung zu erhalte[n]. Je-
denfalls aber ist es für Sie ein leichtes, solche Auszah-
lungen aconto meiner Abrechnung zu machen.
Ich bitte Sie deshalb als erste solcher Aktionen, für
meinen Sohn Georg Schönberg, Mödling bei Wien, Demelgasse 22
tausend (1000) Kilogramm Kohle zu kaufen, und – freundlichst –
(danke vielmals dafür!!) zu kontrollieren, dass er sie
erhält. Der Preis ist Schilling 360.00 und wird wohl mein
Konto nicht übermässig belasten?!
Ueber die Manuskriptfrage schreibe ich in einigen Tagen.
Herzlichsten Dank im Vorhinein für die Erfüllung meine[r]
Bitte.
Mit herzlichsten Grüssen, Ihr
Gestern habe ich aus der Schweiz
eine sehr lobende Kritik Ihrer
Frau mit dem Pierrot
bekommen.
Ihr
Herrn Alfred Schlee, Direktor
Wien, I. Austria
15. November, 1949
Lieber Herr Schlee:
Ich verliere zuviel bei der Ueberweisung meines Guthabens infolge der ungünstigen Valutaverhältnisse, dass ich mich entschlossen habe, meine Guthaben in Wien und Berlin zu Zahlungen in diesen Orten zu verwenden.
Es müssen doch in den letzten Jahren schon allein durch die vielen Aufführungen, die mir bekanntgegeben worden sind, an Materialgebühren und Aufführungs Tantiemen grosse Beträge eingelaufen sein. Deren Höhe ist mir derzeit noch nicht bekannt, da ich schon seit langem keine Abrechnung gesehen habe. Ich verstehe, dass es für Sie umständlich ist, die Auszahlungsbewilligung zu erhalten. Jedenfalls aber ist es für Sie ein leichtes, solche Auszahlungen aconto meiner Abrechnung zu machen.
Ich bitte Sie deshalb als erste solcher Aktionen, für meinen Sohn Georg Schönberg, Mödling bei Wien, Demelgasse 22 tausend (1000) Kilogramm Kohle zu kaufen, und – freundlichst – (danke vielmals dafür!!) zu kontrollieren, dass er sie erhält. Der Preis ist Schilling 360.00 und wird wohl mein Konto nicht übermässig belasten?!
Ueber die Manuskriptfrage schreibe ich in einigen Tagen.
Herzlichsten Dank im Vorhinein für die Erfüllung meiner Bitte.
Mit herzlichsten Grüssen, Ihr Arnold Schoenberg
Gestern habe ich aus der Schweiz eine sehr lobende Kritik Ihrer Frau mit dem Pierrot bekommen.
Ihr
A. Sch

15. November 1949


Ort erschlossen

The Library of Congress
Washington, D.C.
Music Division
Arnold Schoenberg Collection


Brief, Kopie

Zitierhinweis:

Arnold Schönberg an Universal-Edition, 15. November 1949, in: Arnold Schönberg: Briefwechsel mit den Verlagen Universal-Edition und Dreililien. Hrsg. von Katharina Bleier und Therese Muxeneder unter Mitarbeit von Jannik Franz und Philipp Kehrer, Universität für Musik und darstellende Kunst Wien und Arnold Schönberg Center, Wien. Version 2.5 vom 26.05.2026. URL: https://www.schoenberg-ue.at/ue/letters/letter.5006.

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