Arnold Schönberg an Universal-Edition
29. Juni 1927
PT UE, ich brauche am 2.VII. (Juli)
eine Extrasumme
von 1500.– Schill.. Da einerseits unsere Verhandlungen
bisher nicht vorwärtsgekommen sind, andrerseits ich
aber (ohne meinem prinzipiellen Standpunkt zu präju-
dizieren) des lieben Friedens halber in der Vor-
schusstilgungsfrage einstweilen Geduld bezeigen will,
so bitte ich, mir diesen Betrag, unabhängig von meinen
abmachungsgemässen Ansprüchen, als ein innerhalb ca
4 Wochen durch mich in bar rückzuzahlendes Darlehen
zu geben. Ich bekomme nämlich postwendend (d. i. also
in schätzungsweise 10 bis 20 Tagen) aus Amerika von
Frau Coolidge 750 $ und möchte davon sofort nach Em-
pfang des Scheks die Rückzahlung leisten.
von 1500.– Schill.. Da einerseits unsere Verhandlungen
bisher nicht vorwärtsgekommen sind, andrerseits ich
aber (ohne meinem prinzipiellen Standpunkt zu präju-
dizieren) des lieben Friedens halber in der Vor-
schusstilgungsfrage einstweilen Geduld bezeigen will,
so bitte ich, mir diesen Betrag, unabhängig von meinen
abmachungsgemässen Ansprüchen, als ein innerhalb ca
4 Wochen durch mich in bar rückzuzahlendes Darlehen
zu geben. Ich bekomme nämlich postwendend (d. i. also
in schätzungsweise 10 bis 20 Tagen) aus Amerika von
Frau Coolidge 750 $ und möchte davon sofort nach Em-
pfang des Scheks die Rückzahlung leisten.
Ich bitte Sie um freundlichst telegrafische Zusage
(auf meine Kosten).
(auf meine Kosten).
Bei dieser Gelegenheit bitte ich zur Kenntnis zu neh-
men, dass das Quartett der Frau Coolidge gewidmet1 sein
wird und vorzumerken, dass der Wortlaut der Widmung
rechtzeitig eingefordert werden muss.
men, dass das Quartett der Frau Coolidge gewidmet1 sein
wird und vorzumerken, dass der Wortlaut der Widmung
rechtzeitig eingefordert werden muss.
Und: wann bekomme ich Vor-
schläge zur Güte???
schläge zur Güte???
Wie geht es Herrn Direktor Herzka? Richten
Sie ihm
meine Grüsse aus, falls er nicht mehr in Wien ist.
Eventuell erbitte ich seine Adresse und Nachricht
ob ich ihm dorthin ein „Textbuch“ (er weiss schon um
was ich es sich handelt) schicken kann.
meine Grüsse aus, falls er nicht mehr in Wien ist.
Eventuell erbitte ich seine Adresse und Nachricht
ob ich ihm dorthin ein „Textbuch“ (er weiss schon um
was ich es sich handelt) schicken kann.
Ich bin mit den besten Grüssen, Ihr
gewidmet
Arnold Schönberg
hatte Anfang März durch Hans Kindler eine Anfrage erhalten, im
Auftrag von Elizabeth Sprague Coolidge ein Werk für Kammerorchester zu
schreiben. Mitte Juni berichtete er
Hans Heinz Stuckenschmidt er
hätte Coolidge „zugesagt, ihr entweder mein neues Quartett für einige von ihr in Europa und
Amerika zu veranstaltende Konzerte zu überlassen, oder ihr für diesen
Zweck eine neue Komposition zu schreiben“. Ersteres wurde realisiert,
wofür Coolidge sich brieflich bedankte (Elizabeth Sprague Coolidge an
Arnold Schönberg, 1927; ASCC
20633; Elizabeth Sprague Coolidge an Arnold Schönberg, 12.
Juli 1927; ASCC 10467; Arnold Schönberg an Hans Heinz Stuckenschmidt, 15.
Juni 1927; ASCC
1325).
29.VI.1927
PT UE, ich brauche am 2.VII. (Juli)
eine Extrasumme von 1500.– Schill.. Da einerseits unsere Verhandlungen
bisher nicht vorwärtsgekommen sind, andrerseits ich aber (ohne meinem
prinzipiellen Standpunkt zu präjudizieren) des lieben Friedens halber in der Vorschusstilgungsfrage einstweilen Geduld bezeigen will, so
bitte ich, mir diesen Betrag, unabhängig von meinen abmachungsgemässen
Ansprüchen, als ein innerhalb ca 4 Wochen durch mich in bar rückzuzahlendes
Darlehen zu geben. Ich bekomme nämlich postwendend (d. i. also in
schätzungsweise 10 bis 20 Tagen) aus Amerika von Frau Coolidge 750 $ und möchte davon sofort nach Empfang des Scheks die Rückzahlung leisten.
Ich bitte Sie um freundlichst telegrafische Zusage (auf meine Kosten).
Bei dieser Gelegenheit bitte ich zur Kenntnis zu nehmen, dass das Quartett der Frau
Coolidge
gewidmet1 sein wird und vorzumerken, dass der
Wortlaut der Widmung rechtzeitig eingefordert werden muss.
Und: wann bekomme ich Vorschläge zur Güte???
gewidmet
Arnold Schönberg
hatte Anfang März durch Hans Kindler eine Anfrage erhalten, im
Auftrag von Elizabeth Sprague Coolidge ein Werk für Kammerorchester zu
schreiben. Mitte Juni berichtete er
Hans Heinz Stuckenschmidt er
hätte Coolidge „zugesagt, ihr entweder mein neues Quartett für einige von ihr in Europa und
Amerika zu veranstaltende Konzerte zu überlassen, oder ihr für diesen
Zweck eine neue Komposition zu schreiben“. Ersteres wurde realisiert,
wofür Coolidge sich brieflich bedankte (Elizabeth Sprague Coolidge an
Arnold Schönberg, 1927; ASCC
20633; Elizabeth Sprague Coolidge an Arnold Schönberg, 12.
Juli 1927; ASCC 10467; Arnold Schönberg an Hans Heinz Stuckenschmidt, 15.
Juni 1927; ASCC
1325).
29. Juni 1927
1. Juli 1927
Arnold Schönberg Center
Wien
Archiv
Universal Edition Collection
Wien
Archiv
Universal Edition Collection
Brief
Zitierhinweis:
Arnold Schönberg an Universal-Edition, 29. Juni 1927, in: Arnold Schönberg: Briefwechsel mit den Verlagen Universal-Edition und Dreililien. Hrsg. von Katharina Bleier und Therese Muxeneder unter Mitarbeit von Jannik Franz und Philipp Kehrer, Universität für Musik und darstellende Kunst Wien und Arnold Schönberg Center, Wien. Version 2.5 vom 26.05.2026. URL: https://www.schoenberg-ue.at/ue/letters/letter.1333.