Arnold Schönberg an Universal-Edition
21. Jänner 1947
21. Januar 1947
Lieber Herr Schlee:
Ich freue mich sehr, dass Sie die Herausgabe
meiner Texte und Dichtungen, etc. übernehmen und so rasch in
Angriff zu nehmen planen. – Es wird allerdings noch einige Zeit dauern,
bis ich Abschriften von allem fertig habe. Aber ich hoffe, in einem
Monat damit fertig zu sein.
meiner Texte und Dichtungen, etc. übernehmen und so rasch in
Angriff zu nehmen planen. – Es wird allerdings noch einige Zeit dauern,
bis ich Abschriften von allem fertig habe. Aber ich hoffe, in einem
Monat damit fertig zu sein.
Ich hätte Ihnen schon vor einigen Monaten mit-
teilen sollen, dass ich, entsprechend meinem letzten Vertrag1 (mit
Dr. Kalmus, in Berlin) die amerikanischen und englischen Heraus-
gabe Rechte an den hiesigen Verlag Philosophical Library,
15 East, 40th Street, New York, 16, N. Y. abgetreten habe. Die
Bedingungen waren: eine 10 %-ige Tantieme vom Ladenpreis. Da dieser
[...] [...] [...] $ 7.50 beträgt erhalten wir einen Vorschuss von
den ersten 2000 Exemplaren, das ist $ 1500.00. Mein anteil darauf (50 %)
wurde mir bereits vor einiger Zeit ausgezahlt. Ich werde veranlassen, dass
sobald dem nichts im Wege steht, Sie den Ihrigen erhalten, sowie eine
Kopie des Vertrages.
teilen sollen, dass ich, entsprechend meinem letzten Vertrag1 (mit
Dr. Kalmus, in Berlin) die amerikanischen und englischen Heraus-
gabe Rechte an den hiesigen Verlag Philosophical Library,
15 East, 40th Street, New York, 16, N. Y. abgetreten habe. Die
Bedingungen waren: eine 10 %-ige Tantieme vom Ladenpreis. Da dieser
[...] [...] [...] $ 7.50 beträgt erhalten wir einen Vorschuss von
den ersten 2000 Exemplaren, das ist $ 1500.00. Mein anteil darauf (50 %)
wurde mir bereits vor einiger Zeit ausgezahlt. Ich werde veranlassen, dass
sobald dem nichts im Wege steht, Sie den Ihrigen erhalten, sowie eine
Kopie des Vertrages.
Ich weiss nicht ob diese Auszahlung nicht auch [u]
auf die Erlaubnis des Alien Property Custodian angewiesen ist.
Mir macht das grosse Schwierigkeiten. Ich kann mein Geld nicht be-
kommen, was allerdings zum grössten Teil Schuld des Herrn Hugo Winter
ist.
auf die Erlaubnis des Alien Property Custodian angewiesen ist.
Mir macht das grosse Schwierigkeiten. Ich kann mein Geld nicht be-
kommen, was allerdings zum grössten Teil Schuld des Herrn Hugo Winter
ist.
Sollte Ihnen die auf mich entfallende Summe bekannt sein
die ich zu erwarten habe (mir wurde $ 2500.00 angegeben) so wäre ich
Ihnen dankbar, wenn Sie mir das mitteilen wollten.
die ich zu erwarten habe (mir wurde $ 2500.00 angegeben) so wäre ich
Ihnen dankbar, wenn Sie mir das mitteilen wollten.
Ich glaube, ich habe Sie schon einmal um Aufklärung
über Ihr und mein Verhältnis Assoc. Music Publishers gebeten. Ich habe den Eindruck,
dass sie Rechte in Anspruch
nimmt, die ihr nicht gebühren – oder höchstens, wenn sie die Rechte
der U.E. für unbegrenzte Zeit erworben haben sollten – was ich bezweifle.
über Ihr und mein Verhältnis Assoc. Music Publishers gebeten. Ich habe den Eindruck,
dass sie Rechte in Anspruch
nimmt, die ihr nicht gebühren – oder höchstens, wenn sie die Rechte
der U.E. für unbegrenzte Zeit erworben haben sollten – was ich bezweifle.
Grüsse an Sie und alle meine Freunde, insbesondere
Frl. Rothe. Herzlichst Ihr
Frl. Rothe. Herzlichst Ihr
Vertrag
21. Januar 1947
Lieber Herr Schlee:
Ich freue mich sehr, dass Sie die Herausgabe meiner Texte und Dichtungen, etc. übernehmen
und so rasch in Angriff zu nehmen planen. – Es wird allerdings noch einige
Zeit dauern, bis ich Abschriften von allem fertig habe. Aber ich hoffe, in
einem Monat damit fertig zu sein.
Ich hätte Ihnen schon vor einigen Monaten mitteilen sollen, dass ich, entsprechend meinem letzten Vertrag1 (mit Dr. Kalmus, in Berlin) die amerikanischen und englischen Herausgabe Rechte an den hiesigen Verlag Philosophical Library,
15 East, 40th Street, New York, 16, N.
Y. abgetreten habe. Die Bedingungen waren: eine 10 %-ige Tantieme vom Ladenpreis. Da dieser
$ 7.50 beträgt erhalten wir einen Vorschuss von den ersten 2000 Exemplaren, das ist $ 1500.00. Mein anteil darauf (50 %) wurde mir bereits
vor einiger Zeit ausgezahlt. Ich werde veranlassen, dass sobald dem nichts
im Wege steht, Sie den Ihrigen erhalten, sowie eine Kopie des
Vertrages.
Ich weiss nicht ob diese Auszahlung nicht auch
auf die Erlaubnis des Alien Property
Custodian angewiesen ist. Mir macht das grosse
Schwierigkeiten. Ich kann mein Geld nicht bekommen, was allerdings zum grössten Teil Schuld des Herrn Hugo Winter
ist.
Sollte Ihnen die auf mich entfallende Summe bekannt sein die ich zu erwarten
habe (mir wurde $ 2500.00 angegeben) so wäre ich Ihnen dankbar, wenn Sie
mir das mitteilen wollten.
Ich glaube, ich habe Sie schon einmal um Aufklärung über Ihr und mein Verhältnis Assoc. Music Publishers
gebeten. Ich habe den Eindruck, dass sie
Rechte in Anspruch nimmt, die ihr nicht gebühren – oder höchstens, wenn sie
die Rechte der U.E. für unbegrenzte Zeit
erworben haben sollten – was ich bezweifle.
Vertrag
21. Jänner 1947
The Library of Congress
Washington, D.C.
Music Division
Arnold Schoenberg Collection
Washington, D.C.
Music Division
Arnold Schoenberg Collection
Brief, Kopie
Zitierhinweis:
Arnold Schönberg an Universal-Edition, 21. Jänner 1947, in: Arnold Schönberg: Briefwechsel mit den Verlagen Universal-Edition und Dreililien. Hrsg. von Katharina Bleier und Therese Muxeneder unter Mitarbeit von Jannik Franz und Philipp Kehrer, Universität für Musik und darstellende Kunst Wien und Arnold Schönberg Center, Wien. Version 2.5 vom 26.05.2026. URL: https://www.schoenberg-ue.at/ue/letters/letter.4434.